News rund ums Öl

Stauprognose für 12. bis 15. August

9. Aug. 2022

München (ots)

Auch an diesem Wochenende wird sich die Urlauberlawine in Richtung Heimat wälzen und sehr viele Staus verursachen. Insgesamt dürfte das Wochenende aber etwas ruhiger als das Vorwochenende werden. Auf dem Heimweg sind Urlaubende aus Berlin, Brandenburg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und der Mitte der Niederlande. Hier enden in Kürze die Ferien.

Der Zustrom in Richtung Urlaubsgebiete ist nicht mehr so stark wie an den letzten Wochenenden. Unterwegs in Richtung Meer oder Berge sind vor allem Autofahrer und Autofahrerinnen aus Baden-Württemberg und Bayern zu erwarten, bei denen erst die dritte Ferienwoche beginnt. In Bayern könnte auch der Feiertag Mariä Himmelfahrt am Montag, 15. August, zu lebhaftem Kurzurlauberverkehr und einem verlängerten Wochenendtrip führen.

Wer flexibel ist, fährt unter der Woche. Etwas bessere Reisetage sind Dienstag und Mittwoch.

Die besonders belasteten Staustrecken (beide Richtungen):

  • Fernstraßen zur und von der Nord- und Ostsee
  • Großräume Hamburg, Berlin und München
  • A1 Lübeck – Bremen – Dortmund – Köln
  • A3 Passau – Nürnberg – Würzburg – Frankfurt
  • A5 Basel – Karlsruhe – Frankfurt
  • A6 Mannheim – Heilbronn – Nürnberg
  • A7 Flensburg – Hamburg
  • A7 Füssen/Reutte – Ulm – Würzburg und Hannover – Hamburg
  • A8 Salzburg – München – Stuttgart
  • A9 München – Nürnberg – Halle/Leipzig
  • A10 Berliner Ring
  • A19 Rostock – Dreieck Wittstock/Dosse
  • A24 Berlin – Hamburg
  • A61 Ludwigshafen – Koblenz – Mönchengladbach
  • A93 Kufstein – Inntaldreieck
  • A95/B 2 München – Garmisch-Partenkirchen
  • A99 Umfahrung München

Staugefährdete Autobahnen im Sommerreiseverkehr 2022

 

Im Ausland verstopft die Urlauber-Rückreisewelle ebenfalls die Autobahnen. Die Staus in Richtung Urlaubsgebiete sind ebenfalls noch nicht abgerissen. Italiens Fernstraßen sind dieses Mal besonders stark belastet. Am Wochenende vor Ferragosto (Feiertag am 15. August) bricht traditionell das ganze Land zum Urlaub am Meer auf.

Die staugefährdetsten Strecken: Tauern-, Fernpass-, Arlberg-, Rheintal-, Brenner-, Karawanken- und Gotthard-Route sowie die Fernstraßen von und zu den italienischen, französischen und kroatischen Küsten. Besonderheit Österreich: Entlang der Inntal-, Tauern- und Brennerautobahn ist wegen der Sperre von Ausweichrouten mit erhöhtem Verkehrsaufkommen zu rechnen.

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Wirtschaftssorgen lasten auf Ölpreisen

8. Aug. 2022

Allgemeine wirtschaftliche Sorgen belasten in jüngster Zeit die Preise für Rohöl. Folglich sind auch Rohölprodukte wie Heizöl, Diesel und Benzin hiervon betroffen. Zwar sind Inflationswerte in Deutschland auf einem sehr hohen Niveau und treiben Verbraucherpreise in die Höhe, so haben Ängste vor einer globalen Rezession eher den gegenteiligen Effekt auf den Rohölmarkt

 

Import- und Verbrauchsdaten auf Talfahrt

Normalerweise herrscht in den USA im Sommer die sogenannte „Fahrsaison“. Eine Monate lange Periode, in der vor allem der Benzinkonsum des weltweit größten Rohölverbraucherlandes die Börsenpreise für Rohöl befeuert. Doch trotz fehlender Beschränkungen und vernachlässigbarer Coronamaßnahmen, bleibt der Verbrauch hinter den Vorjahreszahlen. So wurden im Juni und Juli über 5% weniger Benzin verbraucht, als noch im Vorjahr.

 

Auch im fernen Osten bleiben die Großkonsumenten hinter den Erwartungen zurück. Denn in China wurde ein Rückgang der Ölimporte von deutlich über 10% für den Juli verzeichnet. Ein weiterer „Big Player“ der am Markt fehlt und seinen gewöhnlichen Konsum deutlich zurückgeschraubt hat. Allerdings sind die Umstände ein wenig klarer definiert, als in den USA. Denn scharfe Lockdowns um Corona-Herde einzudämmen und nicht zuletzt pessimistische Konjunkturzahlen, werden ihren Teil hierzu beigetragen haben.

 

So warnen erste Großbanken bereits vor einer langanhaltenden Rezessionen. Dies macht sich bei der Investitionsfreude an den Märkten bemerkt und drückt die Nachfrage. Zudem haben auch schon längst inaktive Ölförderländer wie Libyen, angekündigt die Förderung von Rohöl zu intensivieren und können damit die Versorgung mit fossilen Brennstoffen etwas entlasten.

 

Ausblick

Die Lage and den Ölbörsen ist und bleibt angespannt. Zu viele Faktoren erhöhen die Unsicherheiten und halten die Preise für fossile Energie auf einem hohen Niveau. Doch ist die Lage bereits deutlich entspannter als zuletzt. Rezessionsängste, geringe Importe und Verbräuche in China und den USA, sowie der Ausblick auf steigende Ölförderung nehmen den Börsenpreisen zunächst den Schwung der jüngsten Zeit.

 

Bei der aktuellen Entwicklung wird mit Preisabschlägen von zwischen -1,25 und -2,25 Euro/100l Heizöl gerechnet, im Vergleich zu Freitagmorgen.

Ölpreise rutschen ab – Rezessionsängste nehmen zu

5. Aug. 2022

Die börsengehandelten Rohölfutures haben in den letzten Wochen immer wieder nachgegeben und den massiven Preisanstieg nach Russlands Angriff auf die Ukraine wieder abgebaut. Auch in dieser Woche verloren die Ölpreise wieder an Boden und sind inzwischen wieder zurück auf dem Niveau vor Kriegsausbruch.

 

Hintergrund für die sinkenden Ölbörsen ist die wachsende Rezessionsangst der Marktteilnehmerinnen und -teilnehmer. Überall auf der Welt wird die Gefahr eines konjunkturellen Abschwunges immer größer. Energieengpässe, enorme Inflationswerte und starke Zinsanhebungen der Notenbanken, Lieferkettenprobleme und eine von zahlreichen Krisen belastete geopolitische Ausgangslage erhöhen die Unsicherheit an den Märkten, so auch am Ölmarkt.

 

Mit einer Rezession, also einer schrumpfenden Wirtschaftsleistung, dürfte auch die Nachfrage nach Öl und Ölprodukten schrumpfen, im schlimmsten Falle könnte es auch wieder zu einem Einbruch wie 2020 mit dem Ausbruch der Corona-Pandemie kommen. Damals stürzten die Ölbörsen innerhalb kürzester Zeit in den Keller und der Preis für amerikanisches Rohöl rutschte zwischenzeitlich sogar ins Minus.

 

Allerdings unterscheidet sich die aktuellen Lage durchaus von der Situation 2020. Denn damals war das Problem, dass die Nachfrage abrupt stoppte, die Ölförderung aber nicht so ohne weiteres angehalten werden konnte und es zusätzlich zu einem massiven Angebotsüberschuss kam. In der Folge bauten fast alle Ölproduzierenden Länder Förderkapazitäten ab, so dass sich die Angebotslage inzwischen gewandelt hat.

 

Wo 2020 noch zuviel Öl den Weltmarkt zu überschwemmen drohte, sind die Mengen heute ziemlich knapp. Schon seit Monaten ist der Markt unterversorgt – eine Situation, die durch die kriegsbedingten Ausfälle der russischen Exportmengen noch verschärft wurde. Gleichzeitig zeigen sich aber immer mehr Anzeichen einer nachlassenden Nachfrage, zuletzt in den USA, wo der Kraftstoffbedarf auf einem saisonalen Tiefststand liegt.

 

Hinzu kommen die Notenbanken auf der ganzen Welt, die ihre Leitzinsen anheben um der Inflation Herr zu werden. Während die EZB dabei noch moderat vorgeht, um die labile europäische Wirtschaft zu schonen, haben etwa die amerikanische und die britische Notenbank ihre Leitzinsen schon länger und in großen Schritten angehoben. Höhere Zinsen belasten jedoch die Industrie und verschärfen somit wieder die Rezessionsängste.

 

Deshalb geben die Ölpreise aktuell immer wieder nach, auch wenn die ohnehin unsichere Angebotslage auf dem Weltmarkt nach wie vor knapp bleibt. Auch bei den Inlandspreisen zeichnet sich damit heute ein Preisnachlass von -2,25 bis -2,85 Euro pro 100 Liter ab. Allerdings sorgen im Bundesgebiet niedrige Wasserpegel auf den Flüssen für Probleme bei der Nachversorgung. Je nach Region steigen hier nicht nur die Preise aufgrund hoher Frachtumlagen sondern auch die Wartezeiten.

Benzin leicht verbilligt, Dieselpreis stagniert – ADAC: Wettbewerb kann Preissenkungen anstoßen

4. Aug. 2022

München (ots) – Leichte Entspannung bei Benzin, praktisch keine Änderung bei Diesel – die Kraftstoffpreise in Deutschland haben sich im Vergleich zur Vorwoche nur wenig bewegt. Für einen Liter Super E10 müssen die Autofahrer derzeit im bundesweiten Mittel 1,732 Euro bezahlen und damit 1,8 Cent weniger als in der Vorwoche. Dies zeigt die aktuelle ADAC Auswertung der Kraftstoffpreise. Kaum Bewegung dagegen beim Preis für Diesel-Kraftstoff: Ein Liter kostet aktuell im Schnitt 1,927 Euro – ein Minus von 0,1 Cent.

 

Die Kraftstoffpreise sind aus Sicht des ADAC im Vergleich zum Rohölpreis weiter viel zu hoch, das Potenzial für Preissenkungen ist erheblich und kann durch verstärkten Wettbewerb genutzt werden. Der Tankrabatt, bei dem die Energiesteuer zusammen mit der anteiligen Mehrwertsteuer am 1. Juni bei Benzin um 35 Cent je Liter, bei Diesel um 17 Cent gesenkt wurde, läuft in vier Wochen aus. Danach wird die Steuer wieder in gewohntem Umfang erhoben mit der Folge, dass die Kraftstoffpreise wieder mehr als zwei Euro kosten dürften.

 

Kraftstoffpreise im Wochenvergleich
Quelle: ADAC e.V.

 

Der ADAC empfiehlt den Autofahrern, preisbewusst zu tanken und sich vor der Fahrt zur Tankstelle über die aktuellen Preise im näheren Umkreis zu informieren. Die Preisdifferenzen zwischen verschiedenen Anbietern können bis zu sieben Cent betragen. Außerdem: Wer abends tankt, kann nach ADAC Auswertungen viel Geld gegenüber den Morgenstunden sparen.

 

Unkomplizierte und schnelle Hilfe bekommt man mit der Smartphone-App „ADAC Spritpreise“, die die Preise nahezu aller über 14.000 Tankstellen in Deutschland zur Verfügung stellt. Ausführliche Informationen zum Kraftstoffmarkt und aktuelle Preise gibt es auch unter www.adac.de/tanken.

 

Pressekontakt:

ADAC Kommunikation
T +49 89 76 76 54 95
aktuell@adac.de

Original-Content von: ADAC, übermittelt durch news aktuell

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OPEC+ entscheidet über zukünftige Förderpolitik

3. Aug. 2022

Mit dem monatlichen Treffen der OPEC steht am Ölmarkt heute das wichtigste Ereignis der Woche ins Haus. Die 13 Mitgliedsstaaten und ihre 10 Partnerländer, die gemeinsam die OPEC+ bilden, kommen heute Mittag zusammen, um über ihre weitere Förderstrategie abzustimmen.  Auch Russland wird dabei sein. Die Allianz kann seit jeher mit Förderkürzungen oder -anhebungen Einfluss auf die globalen Ölpreise nehmen.

 

Spekulationen über  zukünftige Förderpolitik 
Die 2020 wegen der Corona-Pandemie beschlossenen Förderkürzungen von 9,7 Millionen Barrel pro Tag (à 159 Liter) hat die OPEC+ inzwischen wieder abgebaut und fördert – zumindest auf dem Papier – wieder so viel wie vor der Pandemie. In Wirklichkeit sind die letzten zwei Jahre auch an den OPEC+ Ländern nicht spurlos vorüber gegangen und so bleiben viele aufgrund maroder Infrastruktur oder fehlender Produktionskapazitäten schon seit Monaten hinter ihren Förderzielen zurück.

 

Entsprechend groß sind die Spekulationen über das weitere Vorgehen der Produzentenallianz. Bei der Großbank Goldman Sachs geht man davon aus, dass die OPEC+ für September nur eine „mäßige“ Steigerung der Produktion beschließen dürfte, nachdem die Rückführung der im April 2020 vereinbarten massiven Produktionskürzungen im August theoretisch abgeschlossen wäre.

 

Keine Steigerung wäre Klatsche für USA
Steigert die OPEC+ ihre Fördermengen im September nicht, wäre das eine Klatsche für US-Präsident Biden, der die Golfstaaten im Rahmen seiner Nahost-Reise im Juli noch aufgefordert hatte, den Ölhahn weiter aufzudrehen, um die Preise zu senken. Ein wirklicher Erfolg wäre eine mäßige Produktionssteigerung allerdings auch nicht, sondern wohl eher ein Zeichen Riads, die jüngste Annäherung zwischen den USA und Saudi-Arabien – einem der wenigen OPEC-Länder, das noch über nennenswerte Reservekapazitäten verfügt – nicht gleich wieder aufs Spiel setzen zu wollen.

 

Gleichzeitig wird Saudi-Arabien allerdings auch versuchen, es sich nicht mit Russland zu verscherzen, dem größten und wichtigsten Partner in der OPEC+. Erst in der vergangenen Woche hatten die beiden Länder bekräftigt, dass man auch weiterhin zusammenarbeiten wolle, um für die Stabilität des Ölmarktes zu sorgen. Dieser ist laut Goldman Sachs derzeit um etwa 2 Millionen Barrel pro Tag unterversorgt.  Die Marktanalysen der OPEC+ gehen für das Gesamtjahr allerdings von einem Überangebot von 0,8 Millionen Barrel täglich aus.

ADAC: Tanken im Juli deutlich günstiger – Benzinpreis sinkt im Monatsverlauf um gut zehn Cent – Preisrückgang aufgrund niedrigerer Rohölnotierungen

2. Aug. 2022

München (ots) – Die Fahrt zur Tankstelle ist für die Autofahrer im Juli spürbar günstiger geworden. Vor allem die Fahrer von Benzin-Pkw konnten sich im abgelaufenen Monat über deutlich preiswerteren Kraftstoff freuen, wie die aktuelle ADAC Auswertung der Kraftstoffpreise zeigt. Danach kostet ein Liter Super E10 im Monatsmittel 1,795 Euro, das waren 11,6 Cent weniger als im Juni. Bei Diesel fiel der Preisrückgang schwächer aus: Für einen Liter waren im Juli 1,956 Euro fällig, das ist ein Minus von 6,3 Cent gegenüber dem Vormonat.

 

Am teuersten war Tanken in den ersten Julitagen, am günstigsten gegen Ende des Monats. Für Super E10 musste man am 1. Juli mit 1,849 Euro am meisten bezahlen, am wenigsten am 31. Juli mit 1,743 Euro. Damit ist Benzin binnen eines Monats um 10,6 Cent günstiger geworden. Teuerster Diesel-Tag war der 4. Juli mit einem Tagesdurchschnittspreis von 1,996 Euro. Am preiswertesten tankten Dieselfahrer am 26. Juli mit durchschnittlich 1,928 Euro. Die Differenz zwischen teuerstem und günstigstem Tank-Tag im Juli beträgt somit bei Diesel-Kraftstoff 6,8 Cent.

 

Kraftstoffpreise im Juli 2022
Quelle: ADAC e.V.

 

Der Rückgang der Kraftstoffpreise im zweiten Monat des Tankrabatts ist laut ADAC insbesondere den niedrigeren Rohölnotierungen geschuldet. Ein Barrel der Sorte Brent-Öl kostete Anfang Juli rund 111 US-Dollar, zum Monatsende lag der Preis bei etwa 103 Dollar, nachdem er zuvor sogar unter die 100-Dollar-Grenze gefallen war. Ungeachtet der leichten Entspannung am Kraftstoffmarkt besteht nach Ansicht des ADAC weiterhin erhebliches Potenzial für Preissenkungen an den Zapfsäulen.

 

Der ADAC empfiehlt den Autofahrern, sich vor dem Tanken über die aktuellen Spritpreise zu informieren und dann den günstigsten Anbieter anzusteuern. Weiterhin gilt: Wer abends tankt, kann regelmäßig mehrere Euro gegenüber den Morgenstunden sparen. Gleichzeitig stärkt ein preisbewusstes Tankverhalten der Verbraucher den Wettbewerb auf dem Kraftstoffmarkt.

 

Unkomplizierte und schnelle Hilfe bekommt man mit der Smartphone-App „ADAC Spritpreise“, die die Preise nahezu aller gut 14.000 Tankstellen in Deutschland zur Verfügung stellt. Ausführliche Informationen zum Kraftstoffmarkt und aktuelle Preise gibt es auch unter www.adac.de/tanken.

 

Pressekontakt:

ADAC Kommunikation
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Quelle: https://www.presseportal.de/pm/

Preisstatistik: Heizöl bleibt in enger Spanne auf hohem Niveau

1. Aug. 2022

Die Heizölpreise geben zum Wochenstart etwas nach, verharren aber in ihrer Seitwärtsbewegung der letzten Wochen. Im Vergleich zu den Vorjahren bleiben sie auf deutlich höherem Niveau als üblich. Im Vergleich zu den Spitzen vom Frühjahr und dem letzten Hochpunkt Mitte Juni sind aber Abschläge drin.

 

Seit Freitag ist Heizöl im Bundesdurchschnitt ein gutes Stück günstiger geworden und kostet Verbraucherinnen und Verbraucher heute etwa 3,90 Euro weniger, immerhin ein Rückgang von etwa 2,7 Prozent. Im Wochenvergleich zeigt sich allerdings ein leichter Anstieg und so kostet Heizöl heute wieder durchschnittlich etwa 0,52 Euro mehr als letzten Montag.

 

Insgesamt lässt sich bei den Heizölpreisen eine Seitwärtsbewegung auf hohem Niveau erkennen. Unabhängig von der Preisspitze, die durch den Kriegsausbruch in der Ukraine und die explodierenden Rohölpreise ausgelöst wurde, schwankten die durchschnittlichen Heizölpreise im Bundesgebiet seit Mitte März in einer Spanne zwischen 120 Euro und etwa 155 Euro am Hochpunkt vom 16. Juni. Betrachtet man allein den Juli, hat sich diese Spanne sogar noch deutlich verengt und lag etwa zwischen 145 Euro und 135 Euro.

Allerdings sind die regionalen Schwankungen zur Zeit enorm hoch, da es in manchen Regionen wegen der niedrigen Wasserpegel zu extremen Problemen bei der Nachversorgung kommt. Die Schiffe können entweder nur mit geringer Ladung oder teilweise gar nicht mehr auf den Wasserstraßen verkehren, was vor allem für die Gebiete, die über die Rheinschiene versorgt werden, ein Problem darstellt. Hier ist teilweise nicht nur mit hohen Preisaufschlägen sondern auch mit langen Wartezeiten zu rechnen.

 

Die genannten Heizölpreise beziehen sich stets auf den deutschlandweiten Durchschnittspreis bei einer Bestellung von 3.000 Liter Heizöl Standard schwefelarm inklusive 19% MwSt. bzw. vom Zeitraum 1.Juli  bis 31.Dezember 2020 16% MwSt. Außerdem fallen durch Transportkosten die Preise regional unterschiedlich aus. Die Preisspanne zwischen den Regionen kann daher momentan bei bis zu ca. 19,08 Euro pro 100 Liter liegen. Stand der Preise 01.08.2022.

Ölmarkt schwankt zwischen Angebotssorgen und Rezessionsängsten

29. Jul. 2022

Am letzten Handelstag der Woche und des Monats bleibt es volatil an den Ölbörsen. Seit Wochen bewegen sich die Ölmärkte in einem Spannungsfeld aus Angebotssorgen und Rezessionsängsten. Entsprechend dürften die börsengehandelten Rohölpreise auch im Juli wieder nachgegeben und damit einen Großteil des massiven Anstiegs nach Russlands Angriff auf die Ukraine ausgeglichen haben. Im Vergleich zum Jahresanfang sind die Ölpreise allerdings immer noch etwa 30 Prozent höher als im Januar.

 

US- Wirtschaftswachstum erneut rückläufig
Gestern sorgten vor allem Wirtschaftsdaten aus den USA für trübe Stimmung, denn das Bruttoinlandsprodukt ist im zweiten Quartal nicht wie erwartet leicht gestiegen sondern zum zweiten Mal gesunken. Damit sind zumindest formal erst Kriterien für eine Rezession, also einen wirtschaftlichen Abschwung, gegeben.

 

An den Ölbörsen sorgt dies für Unbehagen, denn eine Rezession führt üblicherweise auch zu einen starken Nachfragerückgang. Der letzte Einbruch dieser Art dürfte den Anlegern noch rege im Gedächtnis sein, denn erst vor gut zwei Jahren war es mit Ausbruch der Corona-Pandemie schon einmal zu einem solchen Einbruch gekommen. Die Preise waren damals in die Tiefe gerauscht und brauchten Monate, um sich wieder zu erholen.

 

Angebotslage bleibt knapp, Unsicherheiten hoch
Der Unterschied zur damaligen Situation ist diesmal aber, dass auch das globale Ölangebot sehr knapp ist. Wegen der Nachwirkungen der Corona-Pandemie und dem Angriffskrieg Russlands in der Ukraine sind die weltweiten Vorräte knapp und lassen sich auch so schnell nicht auffüllen. In Deutschland ist dies aktuell vor allem an der Gaskrise zu spüren, doch auch die Ölmengen am Weltmarkt sind knapp.

 

Analysten und Marktbeobachter rechnen deshalb nicht damit, dass die Preise tatsächlich nachhaltig sinken werden, selbst wenn die konjunkturelle Abkühlung weiter voranschreitet. Kurz- und mittelfristig bedeuten die vielen Unsicherheiten und widerstreitenden Faktoren am Energiemarkt allerdings, dass die Kurse weiter schwankungsanfällig sind, was sich auch auf die Inlandspreise überträgt.

 

Niedrige Wasserstände machen im Inland Probleme
Hier kommt zudem hinzu, dass die Pegelstände auf den europäischen Wasserstraßen extrem niedrig sind, so dass es inzwischen in einigen Regionen zu spürbaren Problemen bei der Nachversorgung kommt. Dies erhöht nicht nur die Preise sondern auch die Wartezeiten. Dennoch können Verbraucherinnen und Verbraucher heute aufgrund der gesunkenen Börsenpreise für 100 Liter mit Preisabschlägen von ca. -1,65 bis -2,45 Euro im Vergleich zu gestern rechnen.

Kraftstoffpreise sinken deutlich – ADAC: Anpassung bei weitem nicht ausreichend

28. Jul. 2022

München (ots) – Die Kraftstoffpreise in Deutschland sind deutlich niedriger als in der Vorwoche. Wie die aktuelle ADAC Auswertung der Tankstellenpreise zeigt, kostet ein Liter Super E10 im bundesweiten Mittel derzeit 1,750 Euro und damit 3,9 Cent weniger als vor einer Woche. Auch der Preis für Diesel-Kraftstoff ist gesunken: Ein Liter kostet im Schnitt 1,928 Euro, das ist ein Minus von 3,5 Cent gegenüber der Vorwoche.

 

Der Rückgang der Kraftstoffpreise ist laut ADAC eine Anpassung an den in der vergangenen Woche deutlich gesunkenen Rohölpreis, von einer Entspannung kann aber keine Rede sein. So ist zu berücksichtigen, dass die Energiesteuer auf Benzin zusammen mit der anteiligen Mehrwertsteuer am 1. Juni um 35 Cent je Liter gesenkt wurde – nach dem Auslaufen des Tankrabatts am 1. September fällt dieser Betrag zusätzlich an den Zapfsäulen an. Der wichtigste Grund für das weiterhin im Vergleich zum Ölpreis viel zu hohe Preisniveau an den Tankstellen dürfte in den vorgelagerten Wertschöpfungsketten liegen. Nach Brancheninformationen haben sich die Gewinnmargen der Mineralölindustrie im Raffineriebereich seit Januar mehr als verfünffacht.

 

Kraftstoffpreise im Wochenvergleich
Quelle: ADAC e.V.

 

Der ADAC empfiehlt den Autofahrern, preisbewusst zu tanken und sich vor der Fahrt zur Tankstelle über die aktuellen Preise im näheren Umkreis zu informieren. Die Preisdifferenzen zwischen verschiedenen Anbietern können bis zu sieben Cent betragen. Außerdem: Wer abends tankt, kann nach neuesten ADAC Auswertungen bis zu 16 Cent je Liter gegenüber den Morgenstunden sparen.

 

Unkomplizierte und schnelle Hilfe bekommt man mit der Smartphone-App „ADAC Spritpreise“, die die Preise nahezu aller über 14.000 Tankstellen in Deutschland zur Verfügung stellt. Ausführliche Informationen zum Kraftstoffmarkt und aktuelle Preise gibt es auch unter www.adac.de/tanken.

 

Pressekontakt:

ADAC Kommunikation
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aktuell@adac.de

Original-Content von: ADAC, übermittelt durch news aktuell

Quelle: https://www.presseportal.de/

Ölbörsen auf Richtungssuche – Gaskrise stützt

27. Jul. 2022

Die börsengehandelten Rohölpreise legten gestern früh deutlich zu, konnten diese Gewinne am Abend dann aber nicht mehr verteidigen und gaben wieder ein Stückchen nach. Der Handel an den internationalen Ölbörsen bleibt weiterhin sehr schwankungsanfällig, da die Märkte in einem Spannungsfeld zwischen knapper Angebotslage und drohender Rezession  gefangen sind.

 

Gaskrise bleibt dominierendes Thema
Auch heute dürfte sich die Aufmerksamkeit der Marktteilnehmer wieder auf die angekündigte Drosselung der Nord Stream 1 Pipeline richten. Diese soll heute auf 20 Prozent Kapazitätsauslastung heruntergefahren werden, offiziell wegen einer fehlerhaften Turbine. Wahrscheinlicher ist es jedoch, dass Russland die Energielieferungen nach Europa als Druckmittel gegen die westlichen Verbündeten und ihre strengen Sanktionen verwendet.

 

Die 27 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union haben gestern auf ihrer außerordentlichen Energieministerkonferenz einen EU-Notfallplan ratifiziert, der vorsieht, ab August bis einschließlich März 2023 den Gasverbrauch freiwillig um 15 Prozent zu reduzieren. Es soll außerdem die Möglichkeit geben, im absoluten Notfall verbindliche Einsparziele auszurufen. Die Wirksamkeit der Maßnahmen wird sich in den kommenden Monaten erweisen.

 

Inlandspreise regional unterschiedlich
Für die Ölbörsen ist die Gasknappheit ebenfalls ein stützender Faktor, da die Nachfrage nach Heizöl als Ersatz für Erdgas damit zunimmt. Bei den Inlandspreisen bleibt das Bild heute dennoch uneinheitlich, da die bundesweite Preisspanne aktuell sehr hoch ist. Während die Nachfrage grundsätzlich hoch bleibt, haben einige Regionen in Deutschland aufgrund von Niedrigwasser inzwischen massive Versorgungsprobleme, so dass auch die Lieferzeiten immer länger werden. 100 Liter Heizöl kosten heute im Durchschnitt etwa -0,25 bis +0,55 Euro im Vergleich zu gestern.