News rund ums Öl

Bewegung im Atomabkommen mit Iran

9. Apr. 2021

Schon im Jahr 2018 wurde das bestehende Atomabkommen mit dem Iran durch die Trump-Administration aufgelöst. Der damalige Präsident bezeichnete das Abkommen als „worst deal ever negotiated“, also das schlimmste Abkommen, das jemals verhandelt wurde. Was zum Rücktritt und einseitigen Auflösung des Vertrags durch die USA führte. Was folgte war eine verfahrene Situation und Eskalation der Drohungen. Doch nun scheint Bewegung in die Verhandlungen zu kommen.

 

Vermeidung einer weiteren Atommacht

Der ursprünglich Gedanke eines Atomabkommens mit dem Iran war es, die islamische Republik davon abzuhalten genug angereichertes Uran herzustellen um Atomwaffen herstellen zu können. Der Iran hätte genug Material anhäufen können um Kernkraftwerke betreiben zu können, doch sollte eine weitere Atommacht im mittleren Osten verhindert werden.

 

Im Gegenzug für die Einhaltung der Vorsätze des Abkommens, würden die Umfangreichen Sanktionen, die von den USA verhängt wurden, wieder aufgehoben. Unter anderem wäre der freie Erdölhandel Irans wieder möglich geworden und das Bankensystem wäre wieder in den internationalen Handel integriert worden. Doch aufgrund der Kritik an dem Abkommen, sah sich Präsident Trump im Jahr 2018 dazu gezwungen die USA aus dem Abkommen heraus zu ziehen.

 

Eskalation und neue Verhandlungen

Was nun folgte war eine Eskalationsspirale, die scheinbar kein Ende nehmen wollte. Der Iran drohte mit erneuter Inbetriebnahme der Atomanlagen und der Anreicherung von Uran. Woraufhin die USA wieder mit Wirtschaftssanktionen drohten. Auf die Worte folgten Taten und keiner wollte der Gegenseite Zugeständnisse machen. Die Fronten verhärteten sich und die Situation schien aussichtslos.

 

Nun kommt scheinbar wieder frischer Wind in die Affäre. Zwar verhandeln die USA und der Iran nur über Vermittler (Deutschland, Russland, China, Großbritannien und Frankreich) miteinander, so werden diese Gespräche allerdings als „produktiv“ beschrieben. So sehr, dass der stark betroffene iranische Erdölhandel ein Licht am Ende des Tunnels sieht und auf die Wiederaufnahme des Exports hofft.

 

Allgemein liegt dem aktuellen US-Präsidenten, Joe Biden, anscheinend viel daran das damalige Abkommen, oder zumindest eine abgewandelte Form dessen, wieder aufleben zu lassen. Doch ob und wann das erreicht wird, hängt von der Verhandlungsbereitschaft der Teilnehmer ab.

 

Ausblick

Heizölpreise werden mit wenig Veränderungen im Vergleich zu Donnerstagmorgen erwartet. Je nach Region mit ±0,00 bis +0,20 Euro pro 100 Liter.

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Benzin und Diesel teurer als in der Vorwoche Preisdifferenz beider Kraftstoffe vergrößert sich auf knapp 16 Cent

8. Apr. 2021

München (ots)

Die Preise an den Zapfsäulen sind erneut gestiegen. Das ermittelt der ADAC in seiner wöchentlichen Kraftstoffpreisauswertung. Demnach kostet ein Liter Super E10 im Bundesschnitt 1,474 Euro. Das sind 1,6 Cent mehr als in der vergangenen Woche.

Auch beim Diesel ist ein leichter Anstieg zu verzeichnen. Verbraucher zahlen im bundesweiten Mittel aktuell 1,315 Euro pro Liter. Dies entspricht einem Anstieg von 0,8 Cent im Vergleich zur Vorwoche. Dadurch setzt sich der Trend fort, in welchem sich die Preisspanne beider Kraftstoffe vergrößert. Diese liegt bei knapp 16 Cent.

ADAC Kraftstoffpreisvergleich: Preisdifferenz zwischen Benzin und Diesel wächst. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/7849 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: „obs/ADAC“

Der Rohölpreis vergünstigt sich hingegen leicht. Ein Barrel der Sorte Brent kostet derzeit rund 63 Dollar – einen Euro weniger als in der vergangenen Woche. Gleichzeitig wird der Euro etwas stärker. Ein Euro kostet aktuell 1,19 Dollar.

Der ADAC empfiehlt den Autofahrern, grundsätzlich vor dem Tanken die Spritpreise zu vergleichen. Wer die teils erheblichen Preisunterschiede zwischen verschiedenen Tankstellen und insbesondere der Tageszeiten nutzt, kann viel Geld sparen. Laut Club ist Tanken in der Regel zwischen 18 und 22 Uhr am günstigsten.

Unkomplizierte und schnelle Hilfe bietet die Smartphone-App „ADAC Spritpreise“. Ausführliche Informationen zum Kraftstoffmarkt und aktuelle Preise gibt es auch unter www.adac.de/tanken.

 

 

 

Pressekontakt:

ADAC Kommunikation
T +49 89 76 76 54 95
aktuell@adac.de

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Höhere Rohölnotierungen lassen Spritpreise klettern

7. Apr. 2021

München (ots)

Die Kraftstoffpreise in Deutschland sind im März kräftig gestiegen. Vor allem Benzin hat sich gegenüber dem Vormonat deutlich verteuert. Wie die monatliche ADAC Auswertung der Kraftstoffpreise zeigt, kostete ein Liter Super E10 im Schnitt 1,454 Euro, das sind sechs Cent mehr als im Februar und 10,3 Cent mehr als im Januar. Diesel verteuerte sich ebenfalls, wenn auch in etwas geringerem Maß. Für einen Liter mussten die Autofahrer im Monatsmittel 1,315 Euro bezahlen und damit 3,9 Cent mehr als im Vormonat und 8,2 Cent mehr als im Januar.

Teuerster Tag zum Tanken im März und im bisherigen Jahresverlauf war bei beiden Kraftstoffsorten der 14. März. Ein Liter Super E10 kostete damals 1,472 Euro, ein Liter Diesel 1,330 Euro. Am günstigsten konnten die Autofahrer am 25. März tanken als ein Liter E10 1,432 Euro kostete und ein Liter Diesel 1,294 Euro. Günstigster Tag des Jahres war bislang der 1. Januar. Ein Liter Super E10 kostete am Neujahrstag 1,324 Euro, ein Liter Diesel 1,215 Euro.

Grund für die deutliche Verteuerung sind laut ADAC die höheren Rohölnotierungen. Der Preis für ein Barrel Rohöl kletterte zeitweise bis knapp

Kraftstoffpreise im März 2021 / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/7849 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke unter Beachtung ggf. genannter Nutzungsbedingungen honorarfrei. Veröffentlichung bitte mit Bildrechte-Hinweis.

unter 70 US-Dollar, pendelte ansonsten überwiegend um die 65 Dollar. Im Februar lag das Preisniveau bei Brent-Öl noch um einige Dollar niedriger.

Der ADAC empfiehlt den Autofahrern, grundsätzlich vor dem Tanken die Spritpreise zu vergleichen. Wer die teils erheblichen Preisunterschiede zwischen verschiedenen Tankstellen und insbesondere der Tageszeiten nutzt, kann viel Geld sparen. Laut Club ist Tanken in der Regel zwischen 18 und 22 Uhr am günstigsten.

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OPEC+ plant den Sommer

6. Apr. 2021

Die Vereinigung der erdölfördernden Länder und seine Verbündeten (OPEC+) hat seit Beginn der Pandemie mit großen Problemen zu kämpfen. Allen voran die niedrige Nachfrage. Generell ist bekannt, dass bei schwindender Nachfrage, der Preis ebenfalls fällt. Es sei denn man passt das Angebot entsprechend an. So hat das Kartell letztes Jahr beschlossen, Produktionskürzungen einzuführen, die den Preis für Rohöl künstlich in die Höhe treiben soll. Nun werden, Stück für Stück, diese Maßnahmen aufgehoben.

 

Fahrplan bis in den Sommer hinein

2 Millionen Barrel am Tag. Das entspricht knapp 320 Millionen Liter Rohöl, jeden Tag. So viel soll von der OPEC+ wieder mehr auf den Markt gespült werden. Darauf hat sich das Kartell zumindest am vergangenen Donnerstag, den 1. April 2021, geeinigt.

 

Doch wird diese Menge nicht plötzlich ab nächstem Monat wieder verfügbar sein. So hat man sich doch auf einen Fahrplan geeinigt, der eine schrittweise Erhöhung der Produktionsmengen vorsieht. Zunächst sollen es im Mai 600.000 Barrel pro Tag mehr werden, im Juni 700.000 und im Juli schließlich die restlichen 850.000 Barrel Rohöl pro Tag, die von dem Ölkartell zur Verfügung stehen.

 

Uneinheitliche Verteilung

Doch nicht jedes Mitglied des Kartells ist gleichermaßen zur Erhöhung der Erdölförderung berechtigt. Da nicht jedes Mitglied der OPEC+ über die gleichen Kapazitäten in der Erdölförderung verfügt, sind die Mitglieder auch unterschiedlich betroffen. So auch im Falle von Libyen. Der Nordafrikanische Staat war lange Zeit von einem Bürgerkrieg betroffen und ist von den Zwangskürzungen ausgenommen.

 

Auch der Primus der Vereinigung, Saudi-Arabien, erhält eine Sonderbehandlung. In den letzten Monaten hat das Königreich, mit dem staatlichen Ölunternehmen, Saudi Aramco, freiwillig die eigene Erdölproduktion gedrosselt. Nun soll auch diese Maßnahme bis zum Sommer zurückgefahren werden. In Summe will das Königreich alleine bis Juli, eine Millionen Barrel pro Tag mehr auf den Markt bringen.

 

Als Begründung führt die Vereinigung an, die Hoffnung der schrittweisen Öffnungen von Wirtschaft und Wiederaufnahme des Flugverkehrs, im Zuge Voranschreitender Impfkampagnen gegen das Coronavirus. Doch auch durch den verstärkten Verbrauch durch den Bausektor und der Landwirtschaft erhoffen sich Ölproduzenten eine stärkere Nachfrage nach Treibstoff, in den Sommermonaten

 

Ausblick

Heizölpreise in Deutschland werden heute, je nach Region, etwas günstiger erwartet, als noch am Donnerstagmorgen. Es wird eine Veränderung von ca. -0,20 bis -0,45 Euro pro 100 Liter erwartet.

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Wie lange ist Heizöl haltbar?

5. Apr. 2021

Mit dem Schnee schmilzt am Ende des Winters auch der Vorrat in vielen Heizöltanks dahin. Und in vielen Häusern wird es Zeit, das Energielager wieder aufzufüllen. Dabei ist der Tank in der Regel nie ganz leer und wird mit frischer flüssiger Energie aufgefüllt. Vielen Hausbesitzern stellt sich daher die Frage: Wie lange ist das Heizöl eigentlich haltbar? Für die „Nachfüllung“ empfehlen die meisten Heizgerätehersteller Premiumheizöl – warum eigentlich? Und wo ist der Unterschied zu „normalem“ Heizöl? Die Antworten darauf hat das Institut für Wärme und Mobilität (IWO).

 

Brennstoff bleibt oft länger im Tank

Gedämmte Gebäude und effiziente Heizungsanlagen sorgen für einen immer geringer werdenden Heizölverbrauch. Folglich lagert die flüssige Energie auch länger im Tank. Das macht aber gar nichts, weiß Moritz Bleeker vom IWO: „Heizöl ist ursprünglich ein Naturprodukt und das bildet mit der Zeit Alterungsprodukte, sogenannte Sedimente, welche sich aber am Boden des Tanks ablagern. Die Saugleitung ist bis zu zehn Zentimeter über dem Boden des Tanks installiert und gewährleistet so, dass die Ablagerungen vom Tankboden bei richtiger Anwendung nicht zum Brenner gelangen.“ Bei einer gelegentlichen Tankreinigung werden solche Ablagerungen dann darüber hinaus vom Experten entfernt. Und auch schlecht wird Heizöl bei richtigen Lagerbedingungen nicht. „Das heutige schwefelarme Heizöl erfüllt bereits höchste Qualitätsansprüche“, so Bleeker.

 

Zuverlässigkeit, eine lange Lebensdauer und Effizienz sind die drei wichtigsten Bedingungen, die Heizölkunden laut einer Umfrage im Auftrag des IWO an ihre Heizungsanlagen stellen. „Ohne einen hochwertigen Energieträger ist das nicht möglich“, sagt Brennstoff-Experte Bleeker. Und da kommt das von vielen Heizungsherstellern empfohlene Premiumheizöl ins Spiel. „Das übertrifft mit seinen verbesserten Eigenschaften zusätzlich die gesetzlichen Anforderungen“, so Bleeker weiter. Premiumheizöl ist mit verschiedenen Zusätzen – sogenannten Additiven – angereichert, die für mehr Lagerstabilität und eine sauberere Verbrennung stehen. Mineralölhändler bieten es unter unterschiedlichen Markennamen an.

 

Heizgerätehersteller empfehlen Premiumheizöl, viele Hausbesitzer entscheiden sich dafür. Es wird unter verschiedenen Markennamen bei nahezu allen Mineralölhändlern angeboten. Foto: IWO

Premiumheizöl: Hausbesitzer profitieren mehrfach
Hausbesitzer können gleich mehrfach von Premiumheizöl profitieren: Die Verbrennungseigenschaften werden optimiert, Brenner und Kessel behalten die volle Leistungsfähigkeit und ermöglichen den gleichbleibend effizienten Betrieb der Anlage, was zusätzlich Heizöl einspart. Darüber kann die Lebensdauer der Heizung verlängert und die Betriebssicherheit durch Schutz vor vermehrten Ablagerungen erhöht werden. Führende Hersteller von Heizgeräten empfehlen daher schwefelarmes Heizöl vorzugsweise in Premiumqualität zu verwenden. „Gerade wenn nach einer Heizungsmodernisierung ein effizientes Öl-Brennwertgerät eingebaut wurde, ist das Premiumheizöl empfehlenswert. Nach so einer Modernisierung sollte zudem idealerweise eine Tankreinigung eingebunden werden, um bereits angesammelte Alterungsprodukte zu beseitigen“, sagt Bleeker.

 

Neue flüssige Brennstoffe für die Zukunft
Für die Zukunft sind treibhausgasreduzierte flüssige Energieträger die erste Wahl. Langfristig eröffnen sie den Öl-Brennwertheizungen eine treibhausgasreduzierte oder sogar treibhausgasneutrale Perspektive. Das IWO betreut deutschlandweit bereits einige Modellprojekte, in denen das „grüne“ Heizöl im Alltag verwendet wird. Es kann dem vorhandenen Heizöl im Tank beigemischt werden und verringert so die Treibhausgasemissionen der Häuser deutlich. Eine Pilotinitiative dazu ist gerade gestartet: Mit „future:fuels@work“ haben Hauseigentümer, die mit Öl-Brennwerttechnik modernisieren, die Chance auf eine Tankfüllung (maximal 2.000 Liter) treibhausgasre

Heizöl und Erneuerbare – eine gute Kombination

2. Apr. 2021

Energiekosten senken, Wohngefühl und Komfort steigern – das sind für die meisten Hauseigentümer die Ziele einer Modernisierung. Eine Möglichkeit, die eigene Strom- und Wärmeversorgung schnell und vergleichsweise kosteneffizient zu verbessern, ist zum Beispiel der Einbau eines Hybridsystems aus moderner Brennwerttechnik und einer Solaranlage. Wer vor der Modernisierung auf Heizöl gesetzt hat, kann diesem Energieträger auch weiterhin vertrauen. Denn: Im Vergleich mit gängigen anderen Systemen schneidet ein Öl-Hybridsystem sowohl bei den laufenden Kosten als auch in Sachen Klimaschutz sehr gut ab. Das ist das Ergebnis einer Vergleichsrechnung des Instituts für Wärme und Mobilität (IWO).

 

Effizienz steigern und Geld sparen

Moderne Öl-Brennwertheizungen sind besser als ihr Ruf: Sie reduzieren den Energieverbrauch im Vergleich zu veralteten Vorgängern deutlich. Und noch mehr, wenn zusätzlich erneuerbare Energien wie eben Solaranlagen eingebunden werden. Die Aussicht auf zukünftige, treibhausgasreduzierte Energieträger machen Öl-Brennwertgeräte zu einer zukunftssicheren Investition. „Diese neuen Fuels können dem herkömmlichen Heizöl problemlos beigemischt werden und es zukünftig komplett ersetzen – und das mit der heute aktuellen Ölheizungstechnik“, sagt IWO-Geschäftsführer Adrian Willig.

 

Öl-Hybridsysteme können die laufenden Kosten für die Wärmeversorgung vergleichsweise gering halten. Grafik: IWO

Eine lohnenswerte Investition

Wer seine alte Heizung mit Öl-Brennwerttechnik modernisiert, kann seinen Tank weiter nutzen – oder auch wegen des geringeren Verbrauches auf ein kleineres Modell umsteigen. Foto: IWO

In der Vergleichsrechnung des IWO wird die Wärmeversorgung eines beispielhaft gewählten 150 Quadratmeter großen Einfamilienhauses mit einer veralteten Heizung modernisiert. Berechnet wurden jeweils die einmaligen Investitionskosten und die laufenden, jährlichen Kosten für Wärme und Strom. Wird nun die alte Wärmeversorgung durch eine neue Öl-Brennwertheizung ersetzt, sind einmalige Investitionen von rund 11.400 Euro nötig. Die laufenden Kosten liegen dann bei rund 2.800 Euro.

 

Wird die veraltete Ölheizung von einer Gas-Brennwertheizung ersetzt, liegen die einmaligen Investitionen schon bei 13.000 Euro. Und mit 24.850 Euro muss derjenige rechnen, der sich eine Strom-Wärmepumpe einbaut. Dann steigen auch die laufenden Kosten, da sich der Strombedarf bei dieser Lösung erhöht: rund 3.700 Euro pro Jahr sind dann fällig. Am teuersten ist im Vergleich der Einbau eines Holzpellet-Kessels, der mit 28.200 Euro zu Buche schlägt.

 

Öl-Brennwertheizung und Erneuerb

Lockdowns in Europa belasten Märkte

1. Apr. 2021

Die Coronapandemie ist nach wie vor das Marktdominierende Thema an den Börsen und auf dem fossilen Brennstoffmarkt. Entscheidung wie Produktionskürzungen von Ölkartellen und der starke Blick auf Bestände in den USA sind lediglich Symptome der Pandemie. Aufgrund von Schutzmaßnahmen vor Ausbreitungen der Krankheit, fällt die Nachfrage nach Brennstoffen ins bodenlose. Eine Entspannung ist noch nicht absehbar.

 

Lockdowns in Europa schüren Sorgen

Deutschland und Europa steht an der Schwelle einer dritten Infektionswelle der Coronapandemie. Alleine für den 30 März 2021 wurden in Deutschland über 24.000 Neuinfektionen vermeldet. Die Intensivstationen haben noch mit den Auswirkungen der zweiten Welle zu kämpfen. Doch nun stehen schon die nächsten Intensivbehandlungsbedürftigen an den Pforten unserer Krankenhäuser.

 

Auch in unserem Nachbarland Frankreich sieht die Situation nicht besser aus. Im Gegenteil. In Frankreich verzeichnet man Stand 1. April 2021 eine landesweite Wocheninzidenz von 375. Auch in Deutschland warnen Experten vor einem rapiden Anstieg, der nur schwer zu kontrollieren sein wird.

 

Impfung und Herdenimmunität als Gegenmittel

Wie soll man der Situation entgegentreten? Klar dürfte nun mittlerweile sein, dass sich die Märkte erst wieder vollends erholen können wenn sich die Nachfrage nach fossilen Brennstoffen wieder halbwegs normalisiert. Nachhaltig wird das wohl nur mit Aufnahme von Geschäfts- und Industrietätigkeit erreichbar sein. Der Weg zur sicheren Wiederaufnahme des Alltags wird erst die viel herbeigeschworene Herdenimmunität bringen.

 

Nun haben sich die deutsche Bundesregierung und die EU im allgemeinen wohl nicht mit Ruhm bekleckert. Doch der April birgt auch Hoffnungsträger. So läuft in Marburg ein Großproduktionszentrum für den BioNTech/Pfizer Impfstoff an. Man rechnet mit einer jährlichen Produktion von 750 Millionen Impfdosen. Genug um gut die hälfte der europäischen Bevölkerung voll durch zu impfen.

 

Ausblick

Heizölpreise werden heute mit deutlichen Abschlägen von ca. -0,80 bis -0,55 Euro pro 100 Liter im Vergleich zu Mittwochmorgen erwartet.

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Überraschende Bestandszahlen aus den USA

31. Mär. 2021

Das American Petroleum Institute (API) ist der größte Interessensverband der Petrochemischen Industrie in den USA. Durch Erhebungen und Bestands-/Verbrauchsanalysen werden wöchentlich die Lagerkapazitäten der US-Amerikanischen Rohöl- und Destillatvorräte analysiert. Nachdem nun die letzten Auswirkungen der Kältewelle im Süden der USA überstanden sind und die Raffinerieleistung wieder zugenommen hat, wurden Analysten mit Bestandsaufbauten überrascht.

 

API meldet Rohölaufbauten

Gerechnet haben Analysten in der letzten Woche mit Abbauten von Rohölbeständen. Doch die jüngsten Angaben des Verbands haben gezeigt, dass dies nicht der Fall ist. Vor allem kam die Meldung überraschend, da nach der Kältewelle in Texas nun endlich die letzten Folgen behoben sein dürften.

 

So hätte eine stärkere Raffinerieleistung für einen Abbau der Rohölbestände und Aufbau von Destillat- und Benzinbestände gesprochen. Entgegen dieser Ausgangssituation wurden größere Mengen Benzin aus den Lagern gezogen. Zudem wurden scheinbar knapp 4 Millionen Barrel Rohöl (á 159 Liter) in die landesweiten Vorratstanks gepumpt. Gerechnet hatten Analysten aufgrund der Konstellation eigentlich mit geringfügigen Abbauten.

 

Doch ist die Meldung des API nur ein Indikator für die Marktteilnehmer und mit Vorsicht zu genießen. Den größeren Einfluss wird die Meldung des Amerikanischen Energieministeriums (DOE) haben. Hier werden auch Zahlen zum Export und der Raffinerieleistung mitgeliefert und haben folglich eine deutlich größere Aussagekraft.

 

Ausblick

Der Heizölpreis in Deutschland wird heute auf ähnlichem Niveau wie am Dienstagmorgen erwartet. Je nach Region rechnen Heizölhändler mit Veränderungen von ca. -0,10 bis +0,05 Euro pro 100 Liter.

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Monatliches OPEC+-Treffen

30. Mär. 2021

Die Vereinigung der erdölfördernden Länder (OPEC) und seine Verbündeten, bilden die größte Vereinigung der fossilen Energiebranche. Auch OPEC+ genannt, bildet der Konglomerat ein Kartell von 21 erdölproduzierenden Länder. Gemeinsam wird das Ziel verfolgt, den Ölmarkt durch interne Absprachen zu kontrollieren und zu steuern. Dazu werden monatliche Treffen abgehalten, die vorab schon reichlich Stoff für Spekulationen liefern.

 

OPEC+ wieder im Sattel

Die Corona Pandemie hat im Jahr 2020 nicht nur das individuelle und öffentliche Leben zum stehen gebracht. Auch dem Ölmarkt wurde Sand ins Getriebe geworfen. So hatten die weltweiten Ölriesen schwer zu kämpfen mit dem plötzlichen Wegfall an globaler Nachfrage. Eine nie dagewesene Situation, die drastische und einmalige Maßnahmen hervorgerufen hatte.

 

Es wurden in einem mehrstufigen Plan zunächst 10 Millionen Barrel Rohöl (á 159 Liter) pro Tag weniger auf den Markt gespült. Der ursprüngliche Plan sah vor, diese Kürzungen Schritt für Schritt wieder rückgängig zu machen. Doch mit Ausbleiben der Nachfrage, musste auch hier ein neuer Plan her. So entschloss man sich, von Monat zu Monat auf’s neue, in großer Runde einen Konsens zu finden und weitere Maßnahmen zu beschließen.

 

Hierzu zählt auch, dass das Königreich Saudi-Arabien sein Angebot um 1 Million Barrel/Tag künstlich verknappt und somit Preise verteuert. Mittlerweile sind trotz anhaltender Nachfrage- und Lockdownsorgen die Ölpreise wieder auf das selbe Niveau geklettert, wie unmittelbar vor der Pandemie. Die Maßnahmen scheinen also zu wirken.

 

Vereinigung sitzt auf dem Pulverfass

Doch diese Balance zwischen Angebot und Nachfrage ist sehr wackelig. Denn obwohl Saudi-Arabien als Schwergewicht unter den Ölriesen gilt, gibt es durchaus Mitglieder, die mit dem vorgegebenen Kurs unzufrieden sind. Am kommenden Donnerstag, den 1. April 2021, findet sich das Kartell zur monatlichen Versammlung zusammen. Über mögliche Ergebnisse reißen die Spekulationen nicht ab.

 

So werden Quellen zitiert, die besagen, dass die freiwilligen Kürzungen Saudi-Arabiens und allgemein die aktuelle Förderung fortgesetzt werden soll. Doch wollen sich die Kartellmitglieder auch nicht in die Karten schauen lassen und dementieren sämtliche Spekulationen umgehend. Tatsache ist und bleibt allerdings, dass der Markt sich in einem delikaten Gleichgewicht befindet und eine plötzlich Kursänderung durchaus destabilisierende Wirkungen haben kann.

 

Ausblick

Heizölhändler erwarten die Preise heute mit leichten Verteuerungen. Man rechnet mit +0,05 bis +0,25 Euro pro 100 Liter im Vergleich zu Montagmorgen.

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Suezkanal wieder freigeschaufelt

29. Mär. 2021

Das Containerschiff „Ever Given“ konnte am heutigen 29. März 2021 nach einer siebentägigen Blockade wieder freigelegt werden. Am 23. März lief das Containerschiff, aus bisher unbekannten Gründen, auf Grund. Was die denkbar bereits ungünstige Situation zum GAU machte war die Tatsache, dass die betroffene Stelle nur über eine Fahrrinne verfügt und folglich der gesamte Verkehr lahmgelegt wurde. Nun wird der Verkehr wieder aufgenommen.

 

Auswirkungen für Ölmarkt überschaubar

Durch den verursachten Stau im Suezkanal hatte sich eine beträchtliche Menge an Containerschiffen und Tanker an beiden Enden angesammelt. In Summe sollen um die 370 Schiffe von der Blockade betroffen worden sein. Darunter hauptsächlich Containerschiffe, die Ihre Ware nach Asien oder von Asien aus in Richtung Europa transportieren.

 

Unter den im Stau feststeckenden Schiffen sollen sich auch 25 Öltanker befinden. Trotz der verspäteten Lieferung, waren die Auswirkungen der Blockade für den Ölmarkt in Deutschland durchaus überschaubar. Denn der viel größere Faktor, der den Markt aktuell beeinflusst ist die fehlende Nachfrage nach Rohöl. So haben Händler und Marktanalysten keine Angst vor Versorgungsengpässen haben müssen.

 

Schaden in Milliardenhöhe

Der entstandene Schaden wird gemeinhin auf ca. 10 Milliarden Euro pro Woche geschätzt. So haben nicht nur Lieferengpässe für Industrie und Handel, sondern auch Mehrkosten für die Umleitung von Frachtern um das Kap der guten Hoffnung ihren Einfluss.

 

Besonders der Handel mit China wurde die letzten Woche quasi komplett lahmgelegt. Denn ca. 90% des deutschen Handels mit dem Reich der Mitte laufen durch den Suezkanal. Nun wird allerdings wieder mit Entspannung der Lieferketten gerechnet.

 

Ausblick

Heizölhändler rechnen heute mit leichten Steigerungen im Heizölpreis. Je nach Region werden 100 Liter mit Veränderungen von ca. +0,30 bis +0,55 Euro erwartet.

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