News rund ums Öl

Coronavirus – Panikverkäufe scheinen zunächst vorbei

29. Jan. 2020

Das neuartige Coronavirus, welches vor einigen Wochen in der chinesischen Provinz Hubei ausbrach, hält die Welt weiterhin in Atem. An den Ölbörsen hat die Angst vor dem Virus in den letzten Tagen für enorme Verluste gesorgt. Doch nun scheint der Preisrutsch zunächst gestoppt.

 

Coronavirus lässt Ölnachfrage sinken

In China sind inzwischen rund 6000 Menschen am Coronavirus erkrankt, die Zahl der Todesopfer ist auf über 132 angestiegen. Die Anzahl der bestätigten Neuinfektionen stieg allerdings mit 1.459 deutlich langsamer als noch am Tag zuvor. Die massiven Schutz- und Gegenmaßnahmen in China scheinen also Wirkung zu zeigen.

 

Die Marktteilnehmer beschäftigt hingegen, dass der Flugverkehr in China extrem eingeschränkt ist und für viele Regionen ein Reiseverbot gilt – und das mitten in der Hauptreisezeit nach dem Chinesischen Neujahrsfest. Dadurch steigt bei den Marktteilnehmern die Befürchtungen einer rückläufigen Ölnachfrage.

 

Sollte Chinas Flugverkehr und damit der Kerosinverbrauch des Landes im ersten Quartal um die Hälfte einbrechen, dann würde dies einem Nachfrageverlust von 300.000 Barrel (à 159 Liter) am Tag entsprechen, so schätzen Finanzexperten.

 

Starker Kursrutsch scheint erst einmal gestoppt

Die Panikverkäufe der letzten Tage scheinen nun aber zunächst ein Ende gefunden zu haben. Nach dem starken Kursrutsch haben die börsengehandelten Rohölpreise gestern wieder die Richtung gewechselt und machen langsam an Boden gut. Die Marktteilnehmer scheinen erst einmal abzuwarten, wie sich die Situation mittelfristig entwickelt und wie stark das Virus die Ölnachfrage in China tatsächlich beeinflussen wird.

 

Ausblick

Heizöl kostet heute wieder ein bisschen mehr als gestern, ist im Vergleich zum Jahresanfang aber immer noch günstiger zu haben. Für 100 Liter zahlen Verbraucher heute +1,40 bis +1,60 Euro mehr als gestern.

Coronavirus hält den Markt weiter auf Trab – Preise fallen

28. Jan. 2020

Die Preise fallen weiter und weiter – der Ausbruch und die Ausbreitung des Coronavirus‘ bedingt ein Langzeittief nach dem anderen. „Die Nachfrageängste, die sich aus dem Ausbruch des Coronavirus ergeben, scheinen übertrieben zu sein, aber das bedeutet nicht, dass sie die Preise kurzfristig nicht weiter belasten werden,“ sagen Analysten bei Stratas Advisors. „Obwohl der Ausbruch die Transportnachfrage in China im ersten Quartal sicherlich belasten wird, ist es unwahrscheinlich, dass sich die erwartete Treibstoffnachfrage weltweit ändert“, so deren Einschätzung. Allerdings teilen diese Einschätzung nur wenige Experten. China trägt schließlich einen Großteil zum weltweiten Ölnachfragewachstum bei.

 

Nachfrageausfälle können nicht nachgeholt werden

Logisch ist, dass der Ausfalle einer Reisesaison und auch die Sperrung von Flughäfen keine Verschiebung der Nachfrage, sondern ein Ausfall der Nachfrage darstellt. Die nicht zustande gekommenen Reisen werden nach dieser Phase nicht einfach nachgeholt. Klar ist auch, dass durch die Quarantänemaßnahmen in China natürlich akut der Verbrauch von Treibstoffen einfällt, allerdings darf nicht unterschätzt werden, dass sich dieser Stillstand in Teilen Chinas auch auf das Wirtschaftswachstum auswirkt.

 

Selbst die OPEC+-Gruppe bespricht wohl bereits, ob oder wie man auf den Ausbruch reagieren will. Eine erneute Verstärkung der Produktionskürzungen ist denkbar, aber aktuell nicht beschlossen. Auch ein Sondermeeting wird derzeit noch nicht für notwendig erachtet.

 

Coronavirus schürrt große Unsicherheiten

Das Coronavirus hält den Markt also weiterhin auf Trapp. Nun gibt es auch schon einen ersten Fall in Deutschland, was die Unsicherheiten einer flächendeckenderen Ausbreitung weiter anschürrt. Eine Eindämmung in China klappt derzeit auch eher mäßig, haben sich die Zahl der Infizierten von gestern auf heute wohl verdoppelt. Diese Fakten tragen weiter zur Unsicherheit bei.

 

Ausblick

Nachdem die Preise gestern im Laufe des Tages weiter abgerutscht sind, rechnen wir heute morgen mit einer weiteren Preissenkung von -0,40 bis -0,60 Euro pro 100 Liter Heizöl im Vergleich zu gestern Vormittag.

Preise fallen zum Wochenbeginn – schwache Rohölnachfrage und das Coronavirus tun ihr Übriges

27. Jan. 2020

Gleich zu Beginn des noch recht neuen Jahres zeichnet sich eine recht deutliche Talfahrt bei den Preisen ab. Startete es noch recht hoch, zumindest im 3-Jahres-Vergleich mit den höchsten Werten eines Jahresstarts – so ist es nun schon unter das Niveau von 2018 gerutscht. Mit Preisen im Schnitt von aktuell 60,17 € pro 100 Liter Heizöl, liegen diese sogar unter dem Bereich von vor zwei Jahren und unterschreiten die Vorjahrespreise deutlich.

 

Preissturz zum Wochenbeginn

Die Preisstatistik für dieses Jahr sieht bisher recht übersichtlich aus: Ein kurzer Aufwärtstrend Anfang Januar wurde gefolgt von einem deutlichen Preisabfall Ende Januar. Die Preise sind so niedrig wie seit März 2018 nicht mehr. Betrachtet man die Trendboxen von unserem letzten statistischem Bericht, in welchem noch alle Pfeile im langfristigen Vergleich deutlich nach oben zeigten und somit Preissteigerungen im Vergleich zu den Vorjahren markierten, zeigt sich jetzt, dass immerhin zwei der langfristigen Werte unterschritten werden konnten.

 

Letztes Jahr war ein leichter, aber kontinuierlicher Aufwärtstrend von Januar bis Mitte Mai zu verzeichnen. Erst nach einem deutlichen Preisrückgang Ende Mai konnte eine gemäßigte Seitwärtsbewegung im restlichen Jahresverlauf deutlich gemacht werden – mit Ausnahme von der rapiden Preiserhöhung Mitte September, der durch die Anschläge auf saudische Ölfelder ausgelöst wurden.

 

Prognosen für 2020

Es bleibt schwierig einzuschätzen, wie sich die Preise in diesem Jahr entwickeln. Hauptsächlich wird die Entwicklung von der weltweiten Rohölnachfrage abhängen, welche derzeit nur recht schwach wächst. Das Coronavirus in China tut sein übriges und lässt die Ölnachfrage in einer der größten Volkswirtschaften der Welt zurückgehen.

 

Hinweis: Die genannten Heizölpreise beziehen sich stets auf den deutschlandweiten Durchschnittspreis bei einer Bestellung von 3.000 Liter Heizöl Standard schwefelarm inklusive 19% MwSt.. Durch Transportkosten fallen die Preise regional jedoch unterschiedlich aus. Die Preisspanne zwischen den Regionen kann daher momentan bei bis zu ca. 3,09 Euro pro 100 Liter liegen. Stand der Preise: 27.01.2020

Coronavirus sorgt auch an den Börsen für Angst und Schrecken

27. Jan. 2020

Der Ausbruch des neuartigen Coronavirus in China hat in den letzten Tagen für große Angst gesorgt. Auch an den Ölbörsen ist sie inzwischen angekommen und sorgte schon in der vergangenen Woche für sinkende Preise. Zum Wochenstart sind die Rohölpreise und mit ihnen auch die Heizölpreise nun nochmal ein gutes Stück abgerutscht.

 

Coronavirus legt China lahm

In China sind inzwischen mehrere Millionen Menschen unter Quarantäne gestellt. Die Zahl der Toten ist über das Wochenende auf 80 gestiegen, infiziert haben sich seit dem Ausbruch des Virus fast 3000 Menschen. Zahlreiche Städte, darunter auch die Millionenstadt Wuhan, in der der Erreger zum ersten Mal auftrat, sind vollständig abgeriegelt.

 

Die chinesische Regierung bemüht sich darum, die Reisetätigkeit der Bevölkerung einzudämmen und hat nun auch die Ferien zum chinesischen Neujahrsfest verlängert. Betroffen sind beispielsweise Bildungseinrichtungen wie Schulen und Universitäten, aber auch der Flugverkehr an den Flughäfen des Landes ist eingeschränkt.

 

Die Ölbörsen reagieren sensibel auf diese Einschränkungen, denn der Ölverbrauch des Landes ist im Zuge der vielen Quarantänen und Einschränkungen rückläufig. China ist jedoch als einer der größten Volkswirtschaften der Welt ein wichtiger Motor für das Ölnachfragewachstum. Dies gerät unter den Auswirkungen des Coronavirus nun massiv unter Druck.

 

Ausblick

Der Preisrutsch an den Ölbörsen sorgt dafür, dass Verbraucher Heizöl heute zu deutlich günstigeren Preisen bekommen als noch in der letzten Woche. 100 Liter kosten heute Morgen etwa -2,00 bis -2,20 Euro weniger als noch am Freitag.

 

 

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Rohölnachfrage erholt sich – Aufatmen am Markt

24. Jan. 2020

Im gestrigen Tagesverlauf sind die Ölpreise erst einmal abgesackt, durch das Corona-Virus wird auch die Nachfrage nach Rohöl beeinträchtigt. Die Reiseaktivität in China wird durch die Lungenkrankheit stark eingegrenzt, was in Kombination mit der weltweiten Unsicherheit die Rohölnachfrage sinken lässt.

 

Neue Zahlen des US-Energieministeriums

Dem konnten die neuen offiziellen Bestandsdaten des Energieministeriums der USA entgegenwirken. Die gestern Nachmittag veröffentlichten Zahlen lassen Marktteilnehmer etwas beruhigter in die Zukunft blicken. Die neuen Zahlen konnten eine noch stärkere Abwärtsbewegung an den Ölbörsen stoppen und die Sorgen der Marktteilnehmer ein wenig zur Seite rücken lassen. Am meisten zu Buche schlug die Erholung der Gesamtnachfrage nach Produkten – ein Anstieg um +2,5 Millionen Barrel (á 159 Liter) ließ die Nachfrage sogar über das Vorjahresniveau wachsen.

 

Gleichzeitig lässt OPEC-Chef Barkindo verlauten, dass sich derzeit wohl ganz gut an die vereinbarten Produktionskürzungen gehalten wird. Laut seinen Aussagen, halten sich wohl auch Nigeria und der Irak stärker an die Anforderungen. Er sagte auch, dass es bisher keine Anfrage gebe das geplante Treffen im März zu verschieben und räumte somit mit den Gerüchten auf.

 

Ausblick

Durch den gestrigen Aufwind und der Erholung der Preise rechnen wir aktuell mit einem Aufschlag von +0,10 bis +0,30 Euro pro 100 Liter Heizöl im Vergleich zu gestern Vormittag.

Benzin in Südwestdeutschland besonders preiswert – Tanken in Bremen am teuersten

23. Jan. 2020

München (ots)

Autofahrer tanken derzeit in Südwestdeutschland besonders günstig. Laut aktuellem Bundesländervergleich ist Super E10 in Rheinland-Pfalz mit durchschnittlich 1,409 Euro je Liter am preiswertesten. Auf Platz 2 und 3 folgen die Bundesländer Baden-Württemberg und Saarland. Schlusslicht ist Bremen, wo ein Liter Super E10 im Mittel 1,473 Euro und damit 6,4 Cent mehr als in Rheinland-Pfalz kostet.

Diesel-Fahrer tanken derzeit in Berlin am günstigsten. Hier kostet der Liter durchschnittlich 1,264 Euro. Das sind 6,8 Cent weniger als in Bremen (1,332 Euro je Liter), das auch bei Diesel am teuersten ist. Regionale Preisdifferenzen bei Benzin und Diesel ergeben sich aus unterschiedlich stark ausgeprägtem Wettbewerb am Kraftstoffmarkt.

In der aktuellen Untersuchung hat der ADAC am heutigen Donnerstag um 11 Uhr die Preisdaten von mehr als 14.000 bei der Markttransparenzstelle erfassten Tankstellen ausgewertet und den Bundesländern zugeordnet. Die ermittelten Preise stellen eine Momentaufnahme dar. Unkomplizierte und schnelle Hilfe für preisbewusste Autofahrer bietet die Smartphone-App „ADAC Spritpreise“. Ausführliche Informationen rund um den Kraftstoffmarkt gibt es zudem unter www.adac.de/tanken.

Pressekontakt:

ADAC Kommunikation
T +49 89 76 76 54 95
aktuell@adac.de

 

Quelle: presseportal.de

Mit dem Jahresbeginn ändern sich einige Vorschriften: Neues Jahr, neue Regelungen

23. Jan. 2020

Neues Jahr, neue Regelungen: In vielen Bereichen des täglichen Lebens gelten in diesem Jahr neue Vorschriften. Das Institut für Wärme und Oeltechnik (IWO) hat ein paar davon zusammengefasst.

 

Für Ölheizer ändert sich nichts

In diesem Jahr wird sich mit dem Klimapaket der Bundesregierung für Hauseigentümer – mal abgesehen von neuen Förderbedingungen – nichts weiter verändern. Erst im kommenden Jahr soll sich die CO2-Steuer auf die Preise für fossile Kraft- und Brennstoffe wie z. B. Heizöl und Erdgas auswirken. Für Ölheizer ändert sich damit im kommenden Jahr nichts. Sie dürfen ihre Ölheizung ganz normal weiter betreiben – das übrigens auch über das Jahr 2026 hinaus, können ihren Energievorrat auffüllen und bei Bedarf auf eine effiziente Öl-Brennwertheizung modernisieren. Und auch das wird nach 2026 unter bestimmten Voraussetzungen weiterhin möglich sein. Infos dazu gibt es auf www.zukunftsheizen.de.

 

Förderung energetischer Sanierungen

Wer sein Eigenheim energetisch saniert, kann sich zukünftig über eine höhere Förderung durch die KfW-Bank freuen: Bis zu 20 Prozent der Kosten – höchstens 40.000 Euro – werden gefördert.

 

Austauschpflicht für 30 Jahre alte Heizkessel

Läuft der Heizkessel 30 Jahre, muss er unter bestimmten Bedingungen ausgetauscht werden. So schreibt es die Energieeinsparverordnung (EnEV) vor. Nun trifft es Heizkessel mit Baujahr vor 1990. Auskunft über das Kesselbaujahr gibt das Typenschild auf dem Heizgerät, das Schornsteinfegerprotokoll oder die Rechnung der Anlage. Doch nicht für alle Heizkessel ist nach 30 Betriebsjahren zwingend Schluss: Heizgeräte mit Niedertemperatur- oder Brennwerttechnik dürfen weiter betrieben werden. Auch wer sein Haus mit weniger als drei Wohneinheiten seit spätestens 1. Februar 2002 selbst bewohnt, ist auch von der Austauschpflicht ausgenommen. Aber auch unabhängig von der gesetzlichen Verpflichtung zur Erneuerung der Heizung ist es in vielen Fällen sinnvoll, eine Modernisierung in Erwägung zu ziehen. Als Faustregel gilt: Ist eine Heizung älter als 20 Jahre, lohnt sich der Austausch fast immer.

 

Falschparken wird teurer
Für Autofahrer ändert sich mit dem neuen Jahr der Bußgeldkatalog. Einige Vergehen werden nun erheblich teurer: z. B. das Parken auf Fahrradschutzstreifen, in Feuerwehrzufahrten oder auf Parkplätzen, die für Menschen mit Behinderungen ausgewiesen sind, wenn dafür keine Berechtigung besteht. Dafür drohen empfindliche Bußgelder von bis zu 100 Euro und Punkte in Flensburg.

 

Bahnfahrer profitieren
Wer mit der Bahn fährt, profitiert in diesem Jahr von der gesunkenen Mehrwertsteuer: Statt mit 19 werden Bahntickets ab sofort nur noch mit sieben Prozent besteuert. Diese Ersparnis will die Bahn an ihre Kunden weitergeben, die so weniger für die Karten ausgeben müssen.

 

IWO, 2020

 

Bildunterschriften:

Bild: IWO-Pressebild_Geld

Bildunterschrift: Für energetische Sanierungen gibt es mit diesem Jahr eine höhere Förderung durch die KfW-Bank.

Foto: IWO

 

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Institut für Wärme und Oeltechnik e. V. (IWO)

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Quelle: www.zukunftsheizen.de

Benzin teurer, Diesel deutlich billiger – Preisdifferenz erstmals in diesem Jahr zweistellig

22. Jan. 2020

München (ots)

Autofahrer müssen für Benzin an den Tankstellen mehr als in der Vorwoche bezahlen. Diesel hingegen wurde kräftig billiger. Laut aktueller Auswertung des ADAC kostet ein Liter Super E10 im Bundesdurchschnitt 1,410 Euro, das sind 0,7 Cent mehr als in der Vorwoche. Diesel verbilligte sich um 1,9 Cent auf 1,288 Euro je Liter.

Die mittlere Preisdifferenz zwischen beiden Sorten vergrößerte sich binnen zwei Wochen um über fünf Cent auf 12,2 Cent je Liter und liegt erstmals in diesem Jahr im zweistelligen Bereich. Zu berücksichtigen ist allerdings, dass der Unterschied bei der Steuerlast rund 22 Cent pro Liter beträgt.

Der ADAC empfiehlt Autofahrern, vor dem Tanken die Preise zu vergleichen. Wer die teilweise erheblichen Preisunterschiede zwischen verschiedenen Tankstellen und Tageszeiten nutzt, spart bares Geld und stärkt zudem den Wettbewerb zwischen den Anbietern. So tankt man nach einer aktuellen Auswertung des ADAC in der Regel am günstigsten zwischen 18 und 22 Uhr. Unkomplizierte und schnelle Hilfe bietet die Smartphone-App „ADAC Spritpreise“. Ausführliche Informationen zum Kraftstoffmarkt und aktuelle Preise gibt es auch unter www.adac.de/tanken.

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ADAC Kommunikation
T +49 89 76 76 54 95
aktuell@adac.de

 

Quelle:
presseportal.de

Fallende Preise am Ölmarkt – Corona-Virus senkt den Ölbedarf

22. Jan. 2020

Seit dem vergangenen Wochenende ist eine der zentralen Pipelines in Libyen blockiert, was mittlerweile die Ölproduktion des Landes auf 0,4 Millionen Barrel (á 159 Liter) pro Tag sinken hat lassen – noch im Dezember lag die Förderung bei 1,14 Millionen Barrel pro Tag. Sollte die Blockade weiter bestehen bleiben, könnte die Förderung noch weiter sinken, denn die Lagertanks werden so langsam voll, danach würde ein Produktionsstopp folgen.

 

Bislang kein Preisanstieg durch Libyen-Problematik

Trotz einer prognostizierten Tiefst-Produktionsmenge von 72.000 Barrel pro Tag bei einer anhaltenden Blockierung, sind die Preise bisher nicht angestiegen – eher im Gegenteil, sie sind im gestrigen Tagesverlauf gesunken. Eine ganz neue Situation würde sich ergeben, wenn diese politisch bedingten Blockade zu einem voll ausgewachsenen Bürgerkrieg eskalieren würde. Derzeit gibt es keine Anzeichen für eine solche Eskalation, wobei es aktuell auch keine Anzeichen für eine schnelle Konfliktlösung gibt.

 

Da geht bisher eine höhere Gefahr von der aktuellen Lage im Irak aus. Die Bevölkerung protestiert schon seit letztem Jahr gegen die Regierung. Der Irak ist der zweitgrößte Ölproduzent der OPEC – es stünde also erheblich mehr Rohöl auf dem Spiel als in Libyen.

 

Corona-Virus belastet die Börsen

In China ist eine neue Lungenkrankheit ausgebrochen – von Mensch zu Mensch übertragbar ist sie besonders gefährlich. Bisher sind vier Menschen daran gestorben, etlich sind infiziert – auch in den USA gibt es schon einen Fall. Die Kontrollen an Flughäfen sollen nun verschärft werden, um eine Epidemie wie bei dem SARS-Virus vorzubeugen, welches damals 800 Menschen das Leben kostete.

 

Dem Virus wird ein negativer Effekt auf die Reiseaktivität in China zugeschrieben, welcher zum Wochenende eigentlich zunehmen sollte. Am Samstag beginnt das chinesische neue Jahr – bei dem 15 Tage anhaltenden Fest reisen die Chinesen im Normalfall sehr viel. Eine geringere Reiseaktivität würde einen geringeren Ölverbrauch mit sich ziehen, was in der aktuellen Marktsituation die Preise weicher werden lässt. Experten rechnen mit einer erheblichen Reduzierung des weltweiten Ölbedarfs durch das Corona-Virus.

 

Ausblick

Somit ergibt sich eine aktuelle Preisprognose für den aktuellen Zeitpunkt von -0,40 bis -0,60 Euro pro 100 Liter Heizöl im Vergleich zu Dienstag Vormittag.

 

E-Fuels als zukunftsorientierter Kraftstoff

21. Jan. 2020

E-Fuels könnten eine gute Option für die Zukunft zu sein, dennoch hört man in den Medien kaum etwas davon. Was sind also diese E-Fuels und warum sind sie am Markt nicht stärker vertreten?

 

E-Fuels sind künstliche Kraftstoffe – also synthetisch erzeugte Kraftstoffe, die klimaneutral hergestellt werden können. Aus Wasser und Strom wird zunächst Wasserstoff erzeugt, aus welchem dann wiederum in Verbindung mit CO2 Methan hergestellt werden kann, was wie Erdgas als Kraftstoff dient. Und genau hier – bei der Herstellung – liegt auch der Vorteil für die Umwelt. Kommt der Strom aus erneuerbaren Energien, dann sind diese Kraftstoffe komplett klimaneutral.

 

Bildquelle: IWO – zukunftsheizen.de

 

Klarer Vorteil: Wasserstoff und alle auf Wasserstoff basierenden E-Fuels können praktisch ohne Mengenbegrenzung hergestellt werden und im Vergleich zu herkömmlichem Benzin und Diesel recht sauber verbrannt werden. Im Gegensatz zu anderen Ansätzen, synthetische Stoffe herzustellen: Forscher hatten zunächst untersucht, ob sich aus nachwachsenden Rohstoffen wie Mais, Raps, Weizen und Palmöl Kraftstoffe für Otto- und Dieselmotoren erzeugen lassen. Die Umweltprobleme des Anbaus der benötigten Rohstoffe für eine solche Herangehensweise wären enorm.

 

Der Vorteil im Vergleich zur Elektromobilität liegt klar darin, dass die bestehende Infrastruktur an Fahrzeugen und Tankstellen komplett aufrechterhalten bleiben kann. Auch sind E-Fuels sehr vielseitig einsetzbar. Nicht nur in Kraftfahrzeugen und Ölheizungen können sie genutzt werden, sondern auch in Flugzeugen und Schiffen.

Flüssige Energieträger, die komplett wie ihre fossilen Vorgänger funktionieren, könnten der Schlüssel zum Erreichen von Klimazielen sein. Die synthetischen Kraftstoffe könnten ohne Umrüstung in die Infrastruktur implementiert werden und dabei die fossilen Brennstoffe komplett ersetzen. Großer Nachteil ist, dass durch diese Umwandlung sehr viel Energie verloren geht – nur 13 % der aufgewendeten Energie bleiben erhalten. Dadurch müsste sehr viel mehr erneuerbarer Strom zur Verfügung stehen, als bisher auf dem Markt ist.

 

Experten zufolge ist das der Grund, warum man derzeit von einer Umstellung von Kraftstoff auf E-Fuels im Straßenverkehr absieht. Erstrebenswerter sei die Nutzung wohl eher im Luft- und Schiffsverkehr, bei denen eine Elektrifizierung nur schwer möglich ist.

 

 

Bildnachweis: picture alliance / Marijan Murat / dpa

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