News rund ums Öl

Nachfrage lässt Preise steigen

23. Jul. 2021

Die sich erholende Nachfrage nach fossilen Brennstoffen hat in den letzten Monaten den Ölpreisen zu einem deutlichen Preisanstieg verholfen. Laut Hochrechnungen wird der Trend auch in der zweiten Jahreshälfte nur eine Richtung kennen. So wird eine globale Unterversorgung von Rohöl von rund vier Millionen Barrel (á 159 Liter) am Tag erwartet, alleine im August. Doch aktuelle Infektionszahlen in Großbritannien und den USA dürften dem Höhenflug einen Deckel aufsetzen.

 

Unterversorgung und Unsicherheit

Die Unterversorgung des Weltmarkts mit Rohöl hinterlässt deutliche Spuren. Das haben auch Verbraucher am eigenen Geldbeutel gemerkt. An den Tanksäulen sind die Benzinpreise um ca. 20 Cent pro Liter gestiegen, im Vergleich zum Vorjahresdurchschnitt. Davon sind sieben Cent auf die neue CO₂-Abgabe zurück zu führen. Den Rest hat man der höheren Nachfrage nach Treibstoffen zu verdanken.

 

Allerdings hat uns der 19. Juli doch noch einen wichtigen Einblick geliefert. So hat der Markt sehr empfindlich auf Meldungen reagiert, dass die Delta-Variante des Coronavirus Sars-Cov-2 sich buchstäblich wie ein Lauffeuer verbreitet. Alleine in Großbritannien sind die Infektionszahlen (7-Tages-Durchschnitt) seit Mai um über 2.300% angestiegen. Auch die USA vermerken einen Anstieg der Infektionszahlen von über 280%.

 

Der Nachfolgende Preisrutsch hat Marktteilnehmer hellhörig werden lassen. Genug für eine Umkehr des Aufwärtstrends der Ölpreise war dies jedoch nicht. Zwar schätzen Analysten, dass die Ausbreitung von COVID-19 der Nachfrageerholung zwar einen Dämpfer versetzt, sie jedoch nicht umkehrt. Solange Corona aber wie das Sprichwörtliche Damoklesschwert über dem Markt hängt, dürfte allerdings bald der Preisdeckel erreicht sein.

 

Ausblick

Heizölpreise werden heute teurer erwartet als noch am Donnerstagmorgen. Man rechnet mit ca. +0,65 bis +0,85 Euro pro 100 Liter Heizöl.

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Ölpreis sackt ab, Benzin und Diesel stagnieren

22. Jul. 2021

München (ots)

Um mehr als sechs US-Dollar ist der Preis für ein Barrel Rohöl der Sorte Brent seit vergangener Woche abgesackt, doch an den Tankstellen ist dieser deutliche Rückgang bislang nicht angekommen. Wie die wöchentliche ADAC Auswertung der Kraftstoffpreise in Deutschland zeigt, kostet ein Liter Super E10 derzeit im bundesweiten Mittel 1,546 Euro und damit 0,1 Cent mehr als vor Wochenfrist. Um 0,1 Cent billiger ist Diesel, das aktuell 1,387 Euro kostet.

Ein Barrel Brent-Öl notiert derzeit nach der Einigung der OPEC+ über eine Erhöhung der Ölförderung bei etwa 70 US-Dollar – nach über 76 Dollar in der Vorwoche. Der deutliche Rückgang des Rohölpreises hätte nach Ansicht des ADAC niedrigere Kraftstoffpreise nach sich ziehen müssen. Vermutlich hat aber der erstarkte Urlauberverkehr und die gestiegene Nachfrage dazu geführt, dass der günstigere Ölpreis noch nicht an die Autofahrer weitergegeben wurde.

Bildrechte:ADAC Fotograf:© ADAC

Mehr denn je sollten die Autofahrer vor dem Tanken die Spritpreise vergleichen und an überteuerten Tankstellen vorbeifahren. Aktuelle Auswertungen des ADAC zeigen, dass Tanken in der Regel zwischen 18 und 19 Uhr sowie zwischen 20 und 22 Uhr am günstigsten ist. Wer die Preisunterschiede zwischen den verschiedenen Tageszeiten und den Anbietern nutzt, kann viel Geld sparen und sorgt so auch indirekt für ein niedrigeres Preisniveau.

Unkomplizierte und schnelle Hilfe bietet die Smartphone-App „ADAC Spritpreise“. Ausführliche Informationen zum Kraftstoffmarkt und aktuelle Preise gibt es auch unter www.adac.de/tanken.

Pressekontakt:

ADAC Kommunikation
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Alternative Brennstoffe für mehr Klimaschutz

21. Jul. 2021

Die Herausforderung, die Energieversorgung in Deutschland bis 2050 klimaneutral zu gestalten, ist gewaltig. Mit heimischem Wind- und Sonnenstrom allein werden wir dabei voraussichtlich nicht auskommen. Gefragt sind zusätzliche Optionen. Dazu zählen, neben grünem Wasserstoff, alternative flüssige Energieträger, die fossile Brenn- und Kraftstoffe nach und nach ersetzen könnten. Ihr Vorteil: Sie lassen sich ohne große Umrüstungen auch in bestehender Technik zum Einsatz bringen. So erhalten auch heute noch fossil betriebene Fahrzeuge und Heizungen eine klimaschonende Perspektive.

 

„Herstellung und Nutzung alternativer Brenn- und Kraftstoffe beruhen auf geschlossenen Kohlenstoffkreisläufen. Bereits heute werden sie mit Benzin, Diesel und Heizöl kombiniert. Künftig geht es darum, Art und Zahl der regenerativen Quellen zu erweitern, zum Beispiel durch nachhaltige Biokraftstoffe, die eine Konkurrenz mit dem Nahrungsmittelanbau vermeiden“, erklärt Adrian Willig, Geschäftsführer des Instituts für Wärme und Mobilität (IWO). „Aufgrund des absehbar großen Bedarfs werden mittel- bis langfristig auch E-Fuels auf Basis von grünem Wasserstoff benötigt, der mittels Ökostrom erzeugt wird.“

 

Erneuerbare Energie importieren

Flüssige Brenn- und Kraftstoffe haben eine hohe Energiedichte und lassen sich, anders als Strom, sehr gut speichern und auch über längere Strecken transportieren. Damit eignen sie sich hervorragend für den Import. „Rund um die Welt gibt es viele Orte, an denen Windkraft- und Photovoltaikanlagen deutlich effektiver und im größeren Maßstab betrieben werden können als in Deutschland. Und Teile dieses grünen Stroms aus Wind und Sonne könnten wir in Form alternativer Fuels importieren. Künftige Erzeugerländer – auch solche, die bislang noch fossile Brennstoffe exportieren – erhalten so wirtschaftliche Impulse und Perspektiven. Durch den Bau der notwendigen Anlagentechnik würden auch hierzulande neue Arbeitsplätze entstehen“, erklärt Willig.

 

Ergänzung zur E-Mobilität

In Schifffahrt und Luftfahrt gibt es zu solchen Green Fuels kaum Alternativen. Doch je breiter die Einsatzmöglichkeiten, desto rascher lassen sich substanzielle Mengen anbieten. Bei der Schaffung eines entsprechenden Marktes spielt daher der Straßenverkehr eine wichtige Rolle. Dort könnten Future Fuels, ergänzend zur E-Mobilität, für mehr Klimaschutz sorgen. Denn im Jahr 2030 werden hierzulande wohl noch immer mehr als 35 Millionen Pkw mit Verbrennungsmotor fahren. Von einem Hochlauf im Straßenverkehr würden alle anderen Bereiche profitieren – auch der Wärmemarkt.

 

Heizungen von Öl auf „Green Fuels“ umstellen

„Hierzulande gibt es rund 5,5 Millionen Gebäude mit Ölheizungen. Drei Millionen dieser Häuser stehen abseits der Wärme- und Gasnetze, und für einen Umstieg auf andere Systeme liegen die technischen und finanziellen Hürden oftmals hoch“, berichtet Willig. Doch auch Häuser mit einer Ölheizung können schrittweise die Klimaziele erreichen. Ermöglicht wird das zunächst durch Effizienzmaßnahmen an der Gebäudehülle und durch Heizungsmodernisierungen mit Brennwerttechnik. Ein weiterer Schritt ist die direkte Einbindung erneuerbarer Energien in Form von Hybridheizungen, zum Beispiel durch eine Solaranlage auf dem Dach. So lässt sich der Brennstoffbedarf bereits deutlich reduzieren. Für die Restmengen könnten dann alternative Brennstoffe genutzt werden.

In drei Schritten in die Zukunft: Modernisierung mit Öl-Brennwerttechnik und Verbesserung der Gebäudedämmung für mehr Effizienz, Einbindung von erneuerbaren Energien und der Umstieg auf Green Fuels. Grafik: IWO

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Preisrutsch an den Ölbörsen

20. Jul. 2021

Sorgen um die Ausbreitung der Deltavariante verüben beträchtlichen Druck auf die Rohölbörsen. So sieht man in Großbritannien eine wieder hohe Inzidenz, trotz der verhältnismäßig hohen Impfquote. Die ansteckendere Delta-Coronavariante scheint sich auszubreiten. Hinzu kommt, dass die britische Regierung ab dem 19. Juli sämtliche Coronabeschränkungen aufgehoben hat. Die Angst vor der Ausbreitung der Deltavariante belastet die Erholung des Rohölmarkts und hat einen deutlichen Preisrutsch am Montag nach sich gezogen.

 

Angst vor Lockdowns hält den Markt in Atem

Das die Deltavariante den Marktteilnehmern ein Dorn im Auge ist, wird wohl niemanden überraschen. Das letzte Jahr hat gezeigt, was passieren kann, wenn harte Lockdowns verhängt werden. Das öffentliche Leben kommt zum erliegen. Besonders (Flug)Verkehr und Industrieleistung sind von solchen Maßnahmen betroffen.

 

Kein Wunder also, dass Händler ein ganz genauen Blick auf die Ausbreitung der Deltavariante des Sars-Cov-2 Virus werfen. Denn eine Wiederholung des letzten Jahres, als der Markt vollkommen unvorbereitet war, würde Chaos an den Börsen verursachen. So hat sich gestern erstaunliches abgespielt. Der größte Preisrutsch an einem einzelnen Tag, seit zehn Monaten.

 

Doch sind Marktanalysten nur mäßig besorgt. So könnte die Ausbreitung der neuesten Cornavirusvariante die Erholung der Märkte zwar ausbremsen, von einer langfristigen Trendwende ist aber nicht die Rede. Dennoch haben die USA bereits Reisewarnungen für Großbritannien ausgesprochen und bestehende Reisewarnungen für Indonesien wurden verschärft. Mit Blick auf den geringen Flugtreibstoffverbrauch ein Zeichen, welches Erinnerungen an das vergangene Jahr geweckt hat.

 

Ausblick

Die heutigen Heizölpreise werden mit deutlichen Abschlägen erwartet. Im Vergleich zu Montagmorgen rechnet man mit Veränderungen von -1,40 bis -1,70 Euro pro 100 l Heizöl.

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OPEC+ mit Einigung in letzter Sekunde

19. Jul. 2021

Die Organisation der erdölexportierenden Länder (OPEC) ist ein Bündnis welches einige der größten Erdölproduzenten der Welt in sich vereint. Gemeinsam mit einem Dunstkreis, der weitere 10 Länder enthält, bilden sie die sogenannte OPEC+. Das Ziel des Kartells ist die Regulierung der Ölpreise auf dem Weltmarkt um den eigenen Profit zu maximieren. Doch auch innerhalb dieser Interessensgemeinschaft kommt es immer wieder zu Unstimmigkeiten.

 

Sorgenkind VAE

Die OPEC+ stellt sich zwar selbst als geschlossene Gruppe dar, die nach außen souverän den Ölmarkt kontrollieren will. Doch auch innerhalb dieser Vereinigung ist sich jeder selbst der Nächste. So kam es zuletzt auch wieder zu Spannungen zwischen Saudi-Arabien, dem de facto Anführer des Kartells, und den Vereinigten Arabischen Emiraten.

 

Denn obwohl die Marktpreise für Rohöl an den internationalen Börsen immer weiter klettern, bringen diese nur etwas, wenn man das Öl auch fördert und verkauft. Die aktuellen Produktionskürzungen des Kartells, welche die Märkte im Zuge des coronabedingten Nachfrageeinbruchs stabilisieren sollten, sind den VAE ein Dorn im Auge.

 

So wollte Saudi-Arabien das aktuelle Kürzungsniveau beibehalten, die VAE sahen die Sache allerdings etwas anders. Spekulationen darüber, dass sich einzelne Mitglieder einfach über die auferlegten Quoten hinwegsetzen würden, machten auch schon die Runde. Eine Konstellation, die dem Außenbild der Organisation sicherlich unzuträglich war.

 

Einigung und Produktionsanhebung

Nun hat man sich doch noch in letzter Sekunde einigen können. So haben die VAE zumindest einen Großteil dessen erreicht, was sie gefordert hatten. In summe sollen sie 400.000 Barrel Rohöl (á 159 Liter) am Tag ab August mehr fördern dürfen. Im Gegenzug haben sie sich dazu verpflichtet dem allgemeinen Kürzungsplan noch bis Ende 2022 treu zu bleiben.

 

Doch auch Saudi-Arabien, Irak, Kuwait und Russland haben etwas aus dem Deal herausschlagen können. Mit Aussicht auf den Mai 2022 werden die Grundlagen, die für die Bemessungen der Kürzungen herangezogen wurden, neu bewertet. Unterm Strich werden diese Mitglieder dann auch mehr Rohöl fördern dürfen.

 

Ausblick

Heizölpreise werden heute etwas günstiger als noch am Freitagmorgen erwartet. Man rechnet mit Veränderungen von ca. -0,30 bis -0,50 Euro pro 100 Liter.

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Heizöl und Erneuerbare – eine gute Kombination

16. Jul. 2021

Energiekosten senken, Wohngefühl und Komfort steigern – das sind für die meisten Hauseigentümer die Ziele einer Modernisierung. Eine Möglichkeit, die eigene Strom- und Wärmeversorgung schnell und vergleichsweise kosteneffizient zu verbessern, ist zum Beispiel der Einbau eines Hybridsystems aus moderner Brennwerttechnik und einer Solaranlage. Wer vor der Modernisierung auf Heizöl gesetzt hat, kann diesem Energieträger auch weiterhin vertrauen. Denn: Im Vergleich mit gängigen anderen Systemen schneidet ein Öl-Hybridsystem sowohl bei den laufenden Kosten als auch in Sachen Klimaschutz sehr gut ab. Das ist das Ergebnis einer Vergleichsrechnung des Instituts für Wärme und Mobilität (IWO).

 

Moderne Öl-Brennwertheizungen sind besser als ihr Ruf: Sie reduzieren den Energieverbrauch im Vergleich zu veralteten Vorgängern deutlich. Und noch mehr, wenn zusätzlich erneuerbare Energien wie eben Solaranlagen eingebunden werden. Die Aussicht auf zukünftige, treibhausgasreduzierte Energieträger machen Öl-Brennwertgeräte zu einer zukunftssicheren Investition. „Diese neuen Fuels können dem herkömmlichen Heizöl problemlos beigemischt werden und es zukünftig komplett ersetzen – und das mit der heute aktuellen Ölheizungstechnik“, sagt IWO-Geschäftsführer Adrian Willig.

 

Eine lohnenswerte Investition

In der Vergleichsrechnung des IWO wird die Wärmeversorgung eines beispielhaft gewählten 150 Quadratmeter großen Einfamilienhauses mit einer veralteten Heizung modernisiert. Berechnet wurden jeweils die einmaligen Investitionskosten und die laufenden, jährlichen Kosten für Wärme und Strom. Wird nun die alte Wärmeversorgung durch eine neue Öl-Brennwertheizung ersetzt, sind einmalige Investitionen von rund 11.400 Euro nötig. Die laufenden Kosten liegen dann bei rund 2.800 Euro.

Öl-Hybridsysteme können die laufenden Kosten für die Wärmeversorgung vergleichsweise gering halten. Grafik: IWO

Wird die veraltete Ölheizung von einer Gas-Brennwertheizung ersetzt, liegen die einmaligen Investitionen schon bei 13.000 Euro. Und mit 24.850 Euro muss derjenige rechnen, der sich eine Strom-Wärmepumpe einbaut. Dann steigen auch die laufenden Kosten, da sich der Strombedarf bei dieser Lösung erhöht: rund 3.700 Euro pro Jahr sind dann fällig. Am teuersten ist im Vergleich der Einbau eines Holzpellet-Kessels, der mit 28.200 Euro zu Buche schlägt.

Öl-Brennwertheizung und Erneuerbare – eine gute Kombination
Die geringsten Energiekosten entstehen, wenn die moderne Öl-Brennwertheizung mit erneuerbarer Energie kombiniert wird: Rund 2.700 Euro fallen jährlich für die Wärmeversorgung an, wenn im Beispielhaus ein Hybridsystem aus Heizöl und Solarthermie zum Einsatz kommt.

 

Mehr Informationen unter www.zukunftsheizen.de/kostenvergleich.

 

IWO, 2021

Pressekontakt:

Institut für Wärme und Mobilität e. V. (IWO)

Süderstraße 73 a, 20097 Hamburg

Tel +49 40 23 51 13-884

Fax +49 40 23 51 13-29

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Wochenlanger Preisanstieg setzt sich erneut fort

15. Jul. 2021

München (ots)

Tanken ist erneut teurer geworden. Wie die wöchentliche Auswertung der Kraftstoffpreise in Deutschland zeigt, kostet ein Liter Super E10 im bundesweiten Mittel derzeit 1,545 Euro, das sind 0,5 Cent mehr als vor Wochenfrist. Auch Diesel verteuerte sich seit der Vorwoche um 0,5 Cent und liegt jetzt bei einem Preis von 1,388 Euro. Damit ist Benzin zum fünften Mal in Folge im Rahmen der wöchentlichen Preisauswertung teurer geworden, Diesel sogar zum elften Mal.

Der Preis für ein Barrel Rohöl der Sorte Brent liegt auf einem Niveau von etwa 76 US-Dollar und damit rund zwei US-Dollar über dem Wert der vergangenen Woche. Der Euro notiert mit rund 1,178 US-Dollar leicht schwächer als in der Vorwoche.

Der ADAC empfiehlt Autofahrern, vor dem Tanken grundsätzlich die Spritpreise zu vergleichen. Wer die teils erheblichen Preisunterschiede zwischen verschiedenen Tankstellen und Tageszeiten nutzt, kann bares Geld sparen und sorgt so auch indirekt für ein niedrigeres Preisniveau. Aktuelle Auswertungen des ADAC zeigen, dass Tanken in der Regel zwischen 18 und 19 Uhr sowie zwischen 20 und 22 Uhr am günstigsten ist.

Unkomplizierte und schnelle Hilfe bietet die Smartphone-App „ADAC Spritpreise“. Ausführliche Informationen zum Kraftstoffmarkt und aktuelle Preise gibt es auch unter www.adac.de/tanken.

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Ebbe auf dem Ölmarkt

14. Jul. 2021

Der weltweite Ölmarkt sitzt wie auf dem trockenen. Eigentlich wäre der Markt bereit wieder mehr des „Schwarzen Goldes“ aufzunehmen, würde sich doch nur ein Verkäufer finden. So sieht man die internen Querelen der OPEC (Organisation der erdölexportierenden Länder), die Verhandlungen über Produktionssteigerungen erschweren. Zudem die Atomgespräche im Iran, die mit dem anstehenden Präsidentenwechsel ins Stocken geraten sind.

 

Lockerungen und Verkehrsaufkommen überholen die Produktion

Schon länger ist der Trend an den Ölbörsen deutlich erkennbar. Sprit und Dieselpreise an den Zapfsäulen kennen mit steigendem Privat- und Handelsverkehr scheinbar auch nur noch eine Richtung, und zwar nach oben. Dennoch wird von der Ölproduktionsriesen der Welt momentan wenig unternommen, um diesen Trend umzukehren.

 

Das Ölkartell der OPEC hat interne Differenzen, die scheinbar erst einmal Verhandlungen zur Produktionssteigerungen auf Eis gelegt haben. Vor allem die Fronten zwischen Saudi-Arabien, die für die Beibehaltung der Kürzungen sind, und der VAE (Vereinigten Arabischen Emirate), die für eine liberalere Förderpolitik stehen, scheinen zusehends verhärtet. Doch selbst wenn ab August, wie geplant mehr Öl auf die Märkte gespült würde, wäre die vereinbarte Menge lediglich ein Tropfen auf dem heißen Stein.

 

Hinzu kommt die islamische Republik Iran. Nach der Aufkündigung des Atomdeals durch die USA und der Verhängung von Wirtschaftssanktionen, spielt der Iran in der globalen Ölversorgung de facto keine Rolle. Um das wieder zu Ändern gab es bereits Vertreterverhandlungen, die zu einer Rückkehr zum damaligen Atomabkommen führen sollten. Im Gegenzug würden die Sanktionen aufgehoben.

 

Doch mit der Wahl und der bevorstehenden Amtseinführung des religiösen Konservativen Ebrahim Raissi, hat sich die Verhandlungsbasis drastisch geändert. Eine Wiederkehr des Irans zurück an den weltweiten Rohölhandel ist wieder etwas weiter in die Ferne gerückt.

 

Marktlage

Heute werden Heizölpreise teurer erwartet als noch am Dienstagmorgen. Heizölhändler rechnen mit Veränderungen von +0,50 bis +0,65 Euro pro 100 Liter.

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Gebäudeenergiegesetz: Das sollten Eigentümer wissen

13. Jul. 2021

Bundestag und Bundesrat haben das Gebäudeenergiegesetz (GEG) beschlossen. Es führt bisherige Regelungen zusammen und berücksichtigt Inhalte aus dem Klimaschutzpaket der Bundesregierung. Für Häuser mit einer Ölheizung gibt es darin neue Bestimmungen. Was für Eigentümerinnen und Eigentümer besonders wichtig ist, erklärt das Institut für Wärme und Oeltechnik (IWO).

 

Ein ganz wichtiger Punkt: Bestehende Ölheizungen dürfen weiter betrieben und modernisiert werden. „Es gibt kein Ölheizungsverbot, lediglich eine Zusammenführung bestehender und neuer Auflagen, die Eigentümer zu berücksichtigen haben“, berichtet IWO-Geschäftsführer Adrian Willig. „Bis einschließlich 2025 können bestehende Heizkessel auch ohne weitere Maßnahmen gegen moderne Öl-Brennwertgeräte ausgetauscht werden.“ Lediglich für Hausbesitzer in Baden-Württemberg gelten andere Regeln. Dort sind bereits heute die Vorgaben des landesspezifischen Erneuerbare Wärme-Gesetzes (EWärmeG) zu beachten. In Hamburg ist die Gültigkeit landeseigener Bestimmungen derzeit noch unklar.

Wird die Heizung zum Hybridsystem, können für die erneuerbare Komponente staatliche Fördermittel beantragt werden. Foto: IWO

Ölheizungen: Einbau auch nach 2025 möglich

Auch nach 2025 dürfen Ölheizungen weiterhin eingebaut werden, wenn sie erneuerbare Energien mit einbinden. Das könnten zum Beispiel Solarthermie- oder Photovoltaikanlagen sein. Der Einbau einer Ölheizung allein ist auch erlaubt, wenn kein Gas- oder Fernwärmenetz vorhanden ist und keine erneuerbaren Energien anteilig eingebunden werden können. Hat jemand bereits seine Ölheizung mit einer solarthermischen Anlage kombiniert, so kann er jederzeit einen Kesseltausch durchführen, da das Gebäude bereits anteilig mit erneuerbaren Energien versorgt wird.

 

Austauschpflicht: Bestehende Regelung gilt weiterhin

Heizöl könnte „grüner“ werden: An alternativen CO2-armen flüssigen Brennstoffen wird bereits gearbeitet. Foto: IWO

Bezüglich der maximalen Betriebszeit älterer Öl- und Gasheizungsanlagen gelten auch künftig die bislang durch die Energieeinsparverordnung (EnEV) vorgegebenen Bestimmungen. Das bedeutet eine maximale Laufzeit von 30 Jahren. Ausnahmeregelungen gibt es hier jedoch weiterhin für Wohngebäude mit nicht mehr als zwei Wohnungen, von denen der Eigentümer eine Wohnung am 1. Februar 2002 selbst bewohnt hat. In solchen Fällen greift die Austauschverpflichtung für 30 Jahre alte Heizkessel nur im Falle eines Eigentümerwechsels. Auch Heizgeräte mit Niedertemperatur- oder Brennwerttechnik sind von der Pflicht ausgenommen.

 

Modernisierung lohnt sich

Grundsätzlich sind Eigentümer, deren Heizung in die Jahre gekommen ist, jedoch gut beraten, über eine Modernisierung nachzudenken. „Für Gebäude mit einer Ölheizung ist dabei der Einbau eines Öl-Brennwertgeräts oftmals die günstigste Option“, so Willig. „Der He

OPEC+ mit Handlungsdruck

12. Jul. 2021

Der lose Zusammenschluss von 21 der größten Erdölproduzierenden Länder (OPEC+) sieht sich immer stärker unter Zugzwang gesetzt. Nachdem erst letztes Jahr der Markt mit Öl regelrecht geflutet wurde und die Börsenpreise für das „Schwarze Gold“ ins bodenlose fielen, hat sich das Kartell auf Produktionsabsprachen geeinigt, um den Markt wieder in den Griff zu bekommen. Nun hat sich allerdings ein Spannungsfeld zwischen den Mitgliedern gebildet. Denn scheinbar zieht nicht jeder am selben Strang.

 

Interessenskonflikte und Absprachentreue

Erst letztes Jahr hatten die Mitglieder der OPEC (Organisation der erdölexportierenden Länder) und ihre Verbündeten beschlossen, das Erdölangebot auf dem Weltmarkt künstlich zu verknappen. Nun ist es so, dass dieses Ölkartell ein loser Zusammenschluss ist, der der Absprache untereinander dient und kein geregeltes Kontrollorgan darstellt. Nichteinhaltung von Absprachen und sonstige Abweichungen werden also nicht von einer Schiedsstelle gemaßregelt.

 

So auch mit den aktuellen Kürzungsmaßnahmen, die von dem Ölkartell verhandelt werden. Denn auf dem Plan steht eigentlich, dass ab August ca. 500.000 Barrel Rohöl (á 159 Liter) mehr zur Verfügung gestellt werden sollen. Kleinere Partner des Produktionsbündnisses wollen und können auch mehr Rohöl auf den Weltmarkt spülen, doch die Schwergewichte wie Saudi-Arabien haben einen weitaus längeren Atem und möchten den Aufwärtstrend an den Ölbörsen beibehalten.

 

Nun ist fraglich wie sich die Situation auflöst. Denn sollte das Kartell weiterhin an den bisherigen Kürzungen festhalten, rechnen Analysten bereits mit Abweichlern, die die eigene Staatskasse mit den aufgebauten Ölreserven aufbessern wollen. Dies kann einen Dominoeffekt nach sich ziehen. Verdient der eine mehr, wollen auch andere ein Stück vom Kuchen und plötzlich wird wieder deutlich mehr Erdöl auf den Börsen gehandelt als erwartet.

 

Ausblick

Heizöl wird heute etwas teurer erwartet als noch am Freitagmorgen. Man rechnet mit einem Unterschied von ca. +0,20 bis +0,40 Euro pro 100l.

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