News rund ums Öl

Schneesturm im Norden, Tropensturm im Süden – Ölpreise ziehen an

18. Okt. 2019

Gleich zwei Stürme halten die Marktteilnehmer zum Wochenende in Atem und haben gestern Nachmittag für Preisanstiege gesorgt. Über dem Golf von Mexiko braut sich erneut ein Tropensturm zusammen während aus Kanada der erste Schneesturm der Saison in den Norden der USA zieht. Eine erste Pipeline wurde schon still gelegt. Mit den gestiegenen Preisen ziehen auch die Heizölpreise im Bundesgebiet etwas an.

 

Sturmsaison in Amerika lässt Preise steigen

Nach einem recht ausgeglichenen Tagesverlauf, der zwischen möglichen Brexit-Deals und stark gestiegenen Ölbeständen in den USA fast alles parat hielt, machten die Ölpreise am Abend einen deutlichen Sprung. Grund waren erste Evakuierungen an Ölanlagen im Golf von Mexiko, da sich hier wieder ein Tropensturm zusammenbraut.

 

Der Süden der USA muss in den nächsten Tagen mit starken WInden, schwerem Seegang und Überschwemmungen rechnen. Die Ölanlagen werden deshalb zur Sicherheit schon früh evakuiert, was an den Ölbörsen oft für einen Sprung nach oben führt, da man kurzfristig mit Produktionsausfällen rechnet.

 

Gleichzeitig kam dann aber gestern noch die Meldung, dass an der kanadischen Keystone Pipeline durch einen heftigen Schneesturm Schwierigkeiten entstanden sind. Der Betrieb an der Anlage musste teilweise eingestellt werden, noch ist nicht klar, wie groß die Schäden sind. Die Pipeline transportiert täglich 590.000 Barrel (à 159 Liter) Rohöl aus Kanada in die Vereinigten Staaten.

 

Es bleibt nun abzuwarten, ob es durch den Tropensturm zu Zerstörungen an Ölanlagen kommt, die einen längeren Produktionsausfall nach sich ziehen würden. Diese könnten dann langfristig für höhere Preise sorgen. Wenn die Ausfälle aber nur von kurzer Dauer sind, dürfte auch der Preisanstieg nur ein Zwischenspiel gewesen sein.

 

Ausblick

Der Preisanstieg bei Rohöl gestern Abend machte die Preissenkungen, die über den Tagesverlauf entstanden waren, wieder wett. Und so muss heute bei Heizöl sogar mit leichten Aufschlägen gerechnet werden. 100 Liter kosten etwa ±0,00 bis -0,15 Euro mehr als gestern morgen.

Mit modernen Thermostaten Heizkosten senken

17. Okt. 2019

Mechanische Thermostate nach spätestens 15 Jahren prüfen – elektronische Thermostate als günstige Alternative – 10 Prozent Ersparnis möglich

 

Berlin (ots)

Um ihre Heizkosten zu senken, sollten Verbraucher ihre Thermostate prüfen. Darauf weist die Kampagne „Meine Heizung kann mehr“ (www.meine-heizung.de) der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online hin.

Thermostate sind an fast allen Heizkörpern angebracht und haben großen Einfluss auf den Heizenergieverbrauch. Mit der Zeit nutzen sich mechanische Thermostatventile ab. Sie lassen sich nur noch schwer bewegen oder die Heizkörper bleiben konstant heiß. Dann regeln sie die Raumtemperatur nur noch ungenau oder gar nicht mehr. Spätestens nach 15 Jahren sollten sie daher überprüft und eventuell ausgetauscht werden. Welche Thermostate geeignet sind, zeigt ein Online-Rechner auf www.meine-heizung.de/thermostate.

Mit modernen Thermostaten Geld sparen und CO2 vermeiden

Elektronische oder smarte Thermostate können eine Alternative zu mechanischen Thermostaten sein – und sind auch für Mieter geeignet. Sie steigern den Komfort und erleichtern das Energiesparen. Bis zu 10 Prozent pro Jahr können die Heizkosten damit sinken. Das entspricht

  • in einer durchschnittlichen Wohnung etwa 70 Euro und 270 kg CO2.
  • in einem Einfamilienhaus rund 135 Euro und 460 kg CO2.

Für mehr Komfort sorgen smarte oder elektronische Thermostate, indem Sie automatisch reagieren: zum Beispiel durch Herunterregeln bei zum Lüften geöffneten Fenstern oder beim Verlassen des Haushalts. Außerdem können einzelne Räume, wie beispielsweise das Badezimmer am Morgen, gezielt vorgeheizt werden, ohne dass der Heizkörper dauerhaft heizt.

Einfache elektronische Thermostate kaum teurer als mechanische

Bei den Kosten gibt es fast keinen Unterschied mehr zwischen mechanischen und einfachen elektronischen Thermostaten: Mechanische gibt es im Baumarkt ab etwa 8 Euro, elektronische ab 10 Euro. Smarte Thermostate mit weiteren Funktionen und App-Steuerung kosten deutlich mehr. Dennoch rechnen sie sich im Schnitt innerhalb von vier bis acht Jahren, wie Beispiele auf www.meine-heizung.de/smart zeigen. Einfache elektronische Thermostate können sich sogar schon nach ein bis zwei Jahren amortisieren.

Mit mechanischen Thermostaten Heizkosten senken

Auch mit funktionierenden mechanischen Thermostaten lassen sich die Heizkosten senken – wenn sie richtig bedient werden. Einige Verbraucher wissen allerdings nicht, wie das geht. Weit verbreitet ist zum Beispiel die Annahme, dass der Raum schneller warm wird, wenn das Thermostat auf der höchsten Stufe steht. Stattdessen wird jedoch nur länger geheizt. Besser ist es, direkt die Wunschtemperatur einzustellen: zum Beispiel Stufe 3 für etwa 20 Grad, Stufe 4 für etwa 24 Grad oder eben dazwischen. Vor dem Lüften, nachts und bei Abwesenheit sollten die Thermostate heruntergedreht werden.

 

Pressebild: www.co2online.de | Julia Axmann

Quelle: presseportal.de

Handelsstreitigkeiten überschatten das weltweite Geschehen

17. Okt. 2019

Nun rückt ein anderer Handelsstreit in den Fokus: der Brexit beschäftigt Großbritannien und die EU schon eine ganze Weile. Vergangene Nacht hat man mit einer positiven Nachricht aus Brüssel gerechnet, welche aber ausblieb. Premierminister Boris Johnson hat der EU eine Version eines potentiellen Brexitdeals vorgelegt, welche die Europäische Gemeinschaft annehmen könnte. Allerdings wartet diese nun auf eine Abstimmung der Briten, da Johnson noch keine sichere Mehrheit hinter sich weiß.

 

Deal or No-Deal

Der Brexit beschäftigt die Europäische Union schon ein ganzes Weilchen. Johnsons Linie für einen Brexit wenn nötig auch ohne Deal, wurde mittlerweile per Gesetz vom Parlament Anfang September ausgeschlossen. Ein Austritt Großbritanniens aus der EU wird die europäische Wirtschaft belasten – mit Vertrag allerdings nicht so sehr als wenn es ohne von statten geht. Somit wird am Markt das potentielle Abkommen positiv gesehen und wird sich daher auch positiv auf das Ölnachfragewachstum auswirken.

 

Bei weitem wird der Einfluss dieses Handelsstreits nicht so weit gehen wie der zwischen China und den USA. Hier steht weit mehr auf dem Spiel: die Weltwirtschaft. Das globale Wachstum wird laut IWF stark belastet, wodurch es durch den Währungsfonds Korrekturen nach unten gab, was den Ausblick des Ölnachfragewachstums anbelangt.

 

Sorgen bestimmen den Markt

Nicht nur die weltweiten Handelsstreitigkeiten, auch die nicht zuletzt dadurch resultierende schwache Nachfrageaussichten bereiten den Marktteilnehmern Sorge. So geht man davon aus, dass die OPEC im Dezember erneut die Rohölproduktion kürzen wird, um den Preis einigermaßen stabil zu halten. Aller Voraussicht nach wird man zu Beginn des nächsten Jahres mit einer Überproduktion rechnen müssen, was das schwächer werdende Nachfragewachstum geschuldet ist.

 

Ausblick 

Wir rechnen aktuell mit einem leichten Preisanstieg von +0,10 bis +0,25 Euro pro 100 Liter Heizöl im Vergleich zum gestrigen Vormittag.

Spritpreise gehen zurück

16. Okt. 2019

München (ots)

In dieser Woche können Autofahrer entspannt an die Zapfsäulen fahren, denn laut aktueller Auswertung des ADAC sind die Preise für Diesel und Super rückläufig. Vor allem bei Super E10 ist der Rückgang mit 1,2 Cent pro Liter deutlich. Ein Liter kostet im bundesweiten Durchschnitt nun 1,384 Euro. Beim Diesel fällt der Preisrückgang mit 0,1 Cent pro Liter dagegen nur gering aus. Ein Liter liegt damit aktuell bei 1,264 Euro.

Damit liegt die Preisdifferenz zwischen Benzin und Diesel nur noch bei zwölf Cent, während der Besteuerungsunterschied zwischen beiden Sorten knapp 22 Cent beträgt. In dieser Entwicklung spiegelt sich auch die saisonal hohe Heizölnachfrage wider.

Der ADAC empfiehlt Autofahrern, vor dem Tanken die Preise zu vergleichen. Wer die teilweise erheblichen Preisunterschiede zwischen verschiedenen Tankstellen und Tageszeiten nutzt, spart bares Geld und stärkt den Wettbewerb zwischen den Anbietern. So tankt man nach einer aktuellen Auswertung des ADAC in der Regel am günstigsten zwischen 18 und 22 Uhr. Unkomplizierte und schnelle Hilfe bietet die Smartphone-App „ADAC Spritpreise“. Ausführliche Informationen zum Kraftstoffmarkt und aktuelle Preise gibt es auch unter www.adac.de/tanken.

Pressekontakt:

ADAC Kommunikation
Katharina Lucà
T +49 89 76 76 54 95
aktuell@adac.de

 

Quelle:
presseportal.de

Weltwirtschaft weiterhin im Fokus – OPEC-Kürzungen in Aussicht

16. Okt. 2019

Großes Thema ist nach wie vor das weltweite Wirtschaftswachstum. Nachdem der IWF (Internationaler Währungsfonds) gestern das Weltwirtschaftswachstum nach unten korrigierte, wurde als Hauptursache die Spannungen in Handelsfragen ausgemacht und somit größtenteils der Handelsstreit zwischen den USA und China. Nachdem es hier ja ein vorläufiges Abkommen gegeben hat, wird allerdings vermutet, dass sich das durch den Streit verursachte Nachlassen des Wirtschaftswachstum allerdings wohl kaum verändern. Die Ankündigungen des Deals besagen, dass es wohl kein Aufheben der bestehenden Zölle gebe, lässt kaum eine Wirkung auf das Wachstum vermuten.

 

Angebots- und Nachfragebalance für da kommende Jahr kritisch

Durch diese kaum vielversprechenden Erwartungen, dass sich kaum etwas durch das Handelsabkommen verändern wird, sehen Experten die Aussichten für die nächste Zeit kritisch. Es wird davor gewarnt, dass sich Anfang des nächsten Jahres eine starke Überversorgung breit machen wird, wenn die OPEC+ Gruppe ihre bisherigen Kürzungen nicht verschärft.

 

OPEC-Kürzungen angedeutet

Der Generalsekretär der OPEC, Mohammad Barkindo, hatte angekündigt, dass beim nächsten Meeting im Dezember wohl wahrscheinlich Produktionskürzungen beschlossen werden. Seinen Aussagen zufolge werde man eine „starke Entscheidung“ treffen, um die Preise zu stabilisieren. Bis eine solche Entscheidung gefällt wurde, wird dieses Thema und die Spekulationen darüber weiterhin den Markt beschäftigen.

 

Ausblick

Im Großen und Ganzen ist das bestimmende Thema also die Weltwirtschaft und die herannahende potentielle Überversorgung. Ausgelöst durch den Handelsstreit zwischen China und den USA und weiter verstärkt durch die auch dadurch ausgelöste sinkende Ölnachfrage.

Preislich erwarten wir heute eine leichte Preissteigerung von aktuell +0,35 bis +0,15 Euro pro 100 Liter Heizöl im Vergleich zum gleichen Zeitpunkt am Vortag.

Kraftstoffpreise: Rheinland-Pfälzer im Vorteil – Sprit in Thüringen am teuersten

15. Okt. 2019

München (ots)

Autofahrer in Thüringen und Sachsen-Anhalt müssen deutschlandweit derzeit die höchsten Preise für Kraftstoff bezahlen. Ein Liter Super E 10 kostet in Thüringen im Schnitt 1,427 Euro, für einen Liter Diesel sind 1,303 Euro fällig. In Sachsen-Anhalt, dem zweitteuersten Bundesland, liegt der Preis für Super E 10 bei 1,426 Euro und für Diesel bei 1,299 Euro.

Am günstigsten tanken derzeit die Autofahrer in Rheinland-Pfalz. Hier kostet ein Liter Super E 10 1,385 Euro und ein Liter Diesel 1,269 Euro. Um jeweils 0,4 Cent teurer sind Benzin und Diesel in Mecklenburg-Vorpommern, dem zweitgünstigsten Bundesland. Damit beträgt die Preisspanne zwischen günstigstem und teuerstem Bundesland derzeit 4,2 Cent bei Benzin und 3,4 Cent bei Diesel.

In der aktuellen Untersuchung hat der ADAC am heutigen Dienstag um 11 Uhr die Preisdaten von mehr als 14.000 bei der Markttransparenzstelle erfassten Tankstellen ausgewertet und den Bundesländern zugeordnet. Die ermittelten Preise stellen eine Momentaufnahme dar. Unkomplizierte und schnelle Hilfe für preisbewusste Autofahrer bietet die Smartphone-App „ADAC Spritpreise“. Ausführliche Informationen rund um den Kraftstoffmarkt gibt es zudem unter www.adac.de/tanken.

Pressekontakt:

ADAC Newsroom
T +49 89 76 76 54 95
aktuell@adac.de

 

Quelle:
presseportal.de

Schwaches Wirtschaftswachstum – sinkende Preise

15. Okt. 2019

Das langersehnte Abkommen im Handelsstreit zwischen China und den USA wird immer kritischer gesehen. Bisher sind noch keine Details zum Deal an die Öffentlichkeit gelangt, was die Vermutung hochleben lässt, dass es noch kaum konkrete Aushandlungen gibt. Es darf also gespannt gewartet werden, wie die Ausarbeitungen finalisiert werden. So viel wurde bereits verkündet: Alte Sanktionen bleiben bestehen, eine Aussetzung der Zollanhebungen von Donnerstag wurde angekündigt.

 

Preise sind im Laufe des gestrigen Tages gefallen

Nachdem es am vergangenen Freitag im persischen Golf erneut zu Vorfällen kam, bei dem ein Öltanker angegriffen wurde, trat am Markt die geopolitische Unsicherheit wieder in den Vordergrund. Dennoch wurde die Situation an der Börse neutral eingestuft. Ohne eindeutigen Auslöser gingen die Preise am gestrigen Montagmittag plötzlich auf Sinkflug und brachen regelrecht ein. Begründen könnte man diesen Chartverlauf durch die oben genannten skeptische Interpretation der Ergebnisse zu den Handelsgesprächen.

 

Wirtschaftswachstum weiter geschwächt

Nach wie vor beeinflusst der Handelsstreit das Weltwirtschaftswachstum. Der IWF (Internationaler Währungsfonds) könnte nach aktuellen Einschätzungen das globale Wirtschaftswachstum weiter nach unten korrigieren. Auch die IEA (International Energy Agency) geht vor allem im ersten Quartal des kommenden Jahres von einer massiven Überversorgung aus, sollte die OPEC+ Gruppe nicht weitere Produktionskürzungen vereinbaren.

 

Gleichzeitig sind die teils massiv gestiegenen Frachtraten ein weiteres Thema am Markt. Durch Sanktionen der USA gegen einen der größten Anbieter von Öltankern stiegen die Preise, was die Nachfrage nach Rohöl am Markt noch zusätzlich reduziert.

 

 

Ausblick 

Zum aktuellen Zeitpunkt gehen wir von einer Preisreduzierung bei 100 Liter Heizöl von -0,65 bis -0,80 Euro im Vergleich zum gleichen Zeitpunkt gestern Vormittag aus.

 

Erste Einigung im Handelsstreit – Dennoch Preisrückgang an den Ölbörsen

14. Okt. 2019

Die Vereinigten Staaten und China haben sich im Handelsstreit angenähert und am Freitagabend eine vorläufige Einigung erzielt. Diese Meldung hat an den Ölbörsen jedoch kaum Eindruck hinterlassen, denn die Marktteilnehmer sind inzwischen skeptisch. Unterdessen kommen die Ölpreise zum Wochenauftakt etwas von den Preisspitzen am Freitag zurück. Der Angriff auf einen iranischen Öltanker hatte keine nachhaltigen Auswirkungen und so ist heute auch Heizöl wieder etwas günstiger zu haben als letzte Woche.

 

Vorläufiges Abkommen beeinflusst Preise kaum

Am Freitag haben Washington und Peking sich auf „Phase eins“ eines vorläufigen Abkommens geeinigt, das nun in den nächsten Wochen und Monaten im Detail ausgehandelt werden muss. Laut der mündlichen Vereinbarung werde Amerika auf die nächste Runde Strafzölle verzichten und China unter anderem wieder mehr Agrarprodukte aus den Vereinigten Staaten importieren.

 

Noch vor einem halben Jahr hätte diese Nachricht sicherlich für einen massiven Preissprung bei Rohöl geführt, ist der Handelsstreit doch ein Hauptfaktor für das immer weiter schrumpfende Ölnachfragewachstum, das die Ölpreise stark belastet. Die sehr zurückhaltende Reaktion an den Ölbörsen zeigt jedoch, wie skeptisch die Marktteilnehmer inzwischen sind.

 

Erst im Frühjahr war ein vermeintlich unterschriftsreifer Deal in letzter Minute geplatzt und die Folge waren wieder neue Strafzölle auf beiden Seiten gewesen. Und auch jetzt weiß man, dass das Abkommen längst noch nicht in trockenen Tüchern ist. Der Finanzexperte Stephen Innes geht davon aus, dass die Marktteilnehmer abwarten werden, da „kein erheblicher Teil der bestehenden Zölle beseitigt wurde und die kritische Vertrauenslücke somit noch lange nicht überbrückt ist.“

 

Ob es also tatsächlich zu einem dauerhaften Ende des Handelsstreits kommt, ist alles andere als sicher. Die Annäherung hängt auch mit innerpolitischen Faktoren zusammen, da Donald Trump für seinen Wahlkampf Erfolge braucht. Er kann nun vor allem die Agrarexporte Richtung China als große Errungenschaft präsentieren. Ob es jedoch auf lange Sicht eine Basis gibt, mit der beiden Parteien zufrieden sind, wird sich zeigen.

 

Ausblick

Nachdem der Angriff auf einen iranischen Öltanker vor der Küste Saudi-Arabiens am Freitag keine weiteren Eskalationen brachte, nahmen die Marktteilnehmer an den Ölbörsen Gewinne mit und die Preise gingen wieder etwas nach unten. Im Inland profitieren Verbraucher heute davon und zahlen für 100 Liter Heizöl entsprechend etwa -0,40 bis -0,60 Euro weniger als am Freitag.

 

 

 

Tankerexplosion vor saudischer Küste – Ölpreise ziehen an

11. Okt. 2019

Die börsengehandelten Rohölpreise sind seit gestern ein gutes Stück in die Höhe geschossen. Schon gestern hatte der Monatsbericht der OPEC für leichte Preisanstiege gesorgt. Mit der Meldung einer Tankerexplosion im Roten Meer heute morgen machten die Ölpreise einen weiteren Satz nach oben.

 

Terroristischer Angriff auf iranischen Öltanker

Jüngsten Berichten zufolge ist am Morgen ein iranischer Öltanker nahe der saudischen Hafenstadt Jeddah explodiert und in Flammen aufgegangen. Laut der Nachrichtenagentur Reuters handelte es sich aller Wahrscheinlichkeit nach um eine Terrorattacke.

 

Der Vorfall befeuert die Sorge einer weiteren Destabilisierung im Nahen Osten. Mit den türkischen Vorstößen in Syrien und der angespannten Stimmung zwischen dem Iran und den USA wächst die Gefahr neuer Kriegsausbrüche. Die Ölpreise würden damit klar in die Höhe gehen.

 

Steigende Abhängigkeit von OPEC Öl?

Die Organisation erdölproduzierender Länder hat gestern in ihrem aktuellen Monatsreport die Prognosen für die Nachfrage nach OPEC-Öl angehoben. In der Vergangenheit waren diese Prognosen vor allem durch die steigen erwartete Produktion der Nicht-OPEC-Länder eher gesunken.

 

Mit dieser neuen Zukunftsaussicht gehen die Marktteilnehmer davon aus, dass in den kommenden Monaten die Abhängigkeit von Erdöl aus den OPEC-Ländern wieder steigen wird. Die Ölpreise reagierten deshalb gestern mit einem leichten Kursanstieg, da man auch davon ausgeht, dass die OPEC ihre Produktionskürzungen beibehalten wird.

 

Ausblick

Heizöl wird heute teurer erwartet als gestern. Die geopolitischen Faktoren wirken sich durch die gestiegenen Rohölpreise auch auf die Inlandspreise aus. 100 Liter kosten heute etwa +0,70 bis +0,95 Euro mehr als gestern.

Türkische Angriffe und Handelsstreit zwischen USA und China bestimmen Ölpreise

10. Okt. 2019

Preissteigernde und Preissenkende Faktoren halten sich momentan die Waage an den Ölbörsen. Die türkische Offensive in Nordsyrien sorgte gestern für einen Preisschub, da die Marktteilnehmer eine weitere Destabilisierung im Nahen Osten befürchten. Preissenkend wirken sich hingegen die Prognosen zum schwachen Wirtschafts- und Ölnachfragewachstum aus. Vor allem der Handelsstreit zwischen China und den USA belastet schon seit Monaten die Preise.

 

Angriffe auf kurdische Stellungen in Syrien

Die Türkei hat eine Militäroffensive gegen kurdische Milizen in Nordsyrien gestartet. Nach Luftangriffen und Artilleriefeuer sind am Mittwoch Abend auch Panzer vorgerückt. Der Angriff könnte zu einer weiteren Destabilisierung der Region führen und letztlich den IS wieder erstarken lassen, so die Befürchtungen.

 

Auch wenn in der Region direkt kein Öl gefördert wird, sind die Marktteilnehmer doch beunruhigt, da ein neuerlicher Kriegsausbruch die Preise in jedem Fall belasten würde. Auch könnten möglicherweise die Ölexporte aus dem kurdischen Nordirak unter dem Vorgehen der Türkei leiden, denn diese werden über eine Pipeline zum türkischen Verladehafen Ceyhan geleitet.

 

Handelsstreit bleibt Belastungsprobe

Unterdessen scheint eine Annäherung zwischen den USA und China immer unwahrscheinlicher. Zwar will man heute erneut an den Verhandlungstisch treten, doch die Fronten sind und bleiben verhärtet. Die USA hatten Anfang der Woche weitere chinesische Unternehmen auf eine schwarze Liste gesetzt und den Handel eingeschränkt, was von Peking scharf verurteilt wurde.

 

Mit der Verschärfung des Tonfalls schwindet auch die Hoffnung der Marktteilnehmer, dass es in naher Zukunft tatsächlich zu einem Deal kommt. Zu unterschiedlich sind die Ziele der beiden Parteien. China wünscht sich ein erstes, kleineres Abkommen, auf dem dann schrittweise aufgebaut werden könne. Für Washington kommt dies aber offenbar nicht in Frage, hier will man eine große Lösung oder gar keine.

 

Je länger die beiden Wirtschaftsriesen sich mit Strafzöllen in Milliardenhöhe überziehen und den Handel begrenzen, desto stärker leidet die Konjunktur. Schon jetzt befindet sich die Weltwirtschaft am Rande einer Rezession und der Handelsstreit spielt dabei keine kleine Rolle. Solange hier keine Lösung gefunden wird, bleiben auch die Ölpreise unter Druck.

 

Ausblick

Viel Veränderung im Vergleich zu gestern scheint es heute bei den Heizölpreisen nicht zu geben. Möglicherweise könnte der starke Euro Verbrauchern heute ein Schnäppchen bescheren. Er macht das in Dollar gehandelte Rohöl für Investoren aus dem Euroraum günstiger und so sinken auch die Inlandspreise. Aktuell dürften 100 Liter etwa zwischen +0,10 und -0,10 Euro im Vergleich zu gestern liegen.