News rund ums Öl

Preisstatistik: Kurze Verschnaufpause im Preisanstieg

22. Okt. 2021

Die Energiekrise hat die Welt fest im Griff und hat auch die Preise für Heizöl zuletzt massiv in die Höhe schnellen lassen. Am vergangenen Dienstag zahlten Verbraucher den bisher höchsten Preis, als 100 Liter im Durchschnitt über 87 Euro kosteten. Zum Ende der Woche ist zumindest etwas Durchatmen möglich, denn die durchschnittlichen Preise sind etwas zurückgegangen.

 

Erstmals seit Wochen zeigt die Trendbox wieder zwei rote Pfeile. So kosten 100 Liter Heizöl heute im Durchschnitt etwa 35 Cent weniger als gestern. Im Vergleich zum letzten Freitag zeigt sich sogar ein Preisrückgang von 1,5 Prozent, so dass Verbraucher heute durchschnittlich etwa 1,28 Euro günstiger wegkommen als letzte Woche.

 

Der leichte Preisrückgang in dieser Woche kann jedoch nicht über die Tatsache hinwegtäuschen, dass die Energiepreise enorm hoch sind und es vermutlich auch erst einmal bleiben. Im Vergleich zum coronageprägten Vorjahr haben sich die Heizölpreise im Oktober um über 107 Prozent verteuert. Doch auch im Vergleich zu den Vorjahren ist die Preissteigerung mehr als deutlich.

 

 

So zahlen Verbraucher in diesem Monat durchschnittlich 26 Prozent mehr als noch 2019 und auch im Vergleich zu Oktober 2018, als starkes Niedrigwasser im Rhein zu bundesweiten Versorgungsengpässen und explodierenden Preisen geführt hatte, kostet Heizöl in diesem Jahr über 3 Prozent mehr. Seit Ende August allein sind die Durchschnittspreise im Bundesgebiet um über 25 Prozent gestiegen.

 

 

Die genannten Heizölpreise beziehen sich stets auf den deutschlandweiten Durchschnittspreis bei einer Bestellung von 3.000 Liter Heizöl Standard schwefelarm inklusive 19% MwSt. bzw. vom Zeitraum 1.Juli  bis 31.Dezember 2020 16% MwSt. Außerdem fallen durch Transportkosten die Preise regional unterschiedlich aus. Die Preisspanne zwischen den Regionen kann daher momentan bei bis zu ca. 3,30 Euro pro 100 Liter liegen. Stand der Preise 22.10.2021

 

Bund der Energieverbraucher plädiert für Steuernachlass bei Energiepreisen

21. Okt. 2021

Bonn (ots) – Die Vorsitzende des Bundes der Energieverbraucher, Leonora Holling, plädiert angesichts steigender Energiepreise dafür, die in den Preisen enthaltenden Steuern und Abgaben zu senken oder ganz abzuschaffen. „Wenn man akut etwas tun will, würde ich sagen, ein paar Steuern könnte man sicherlich reduzieren oder ganz abschaffen“, sagte Holling im phoenix-Interview.

 

Sie denke beim Strom vor allem an die Umlage für erneuerbare Energien (EEG-Umlage) und beim Gas-Preis an eine Senkung der Mehrwertsteuer. Sie glaube nicht, dass direkte Hilfen etwa in Höhe von 100 Euro für bedürftige Haushalte ausreichten. „Wir reden da über weitaus dramatischere Zuwächse an Kosten“, sagte Holling. Eine deutlichere Entlastung für solche Haushalte wäre es, wenn die Sozialkassen die im nächsten Jahr zu erwartenden Nachzahlungen für Energiekosten übernehmen würden.

 

Holling geht davon aus, dass der Preisanstieg „gerade erst begonnen“ habe. „Wir gehen eigentlich auf Verbraucherschützerseite davon aus, dass 2022 noch keine dramatische Erhöhung kommen wird.“ Es komme dann noch die CO2-Bepreisung hinzu, die Anfang 2022 kräftig angehoben werde. Wenn nicht aus anderen Gründen gegengesteuert werde, wie in anderen europäischen Ländern etwa bei Steuern und Abgaben, „werden wir weitere dramatische Preissteigerungen sehen“, so Holling.

 

Im kommenden Jahr soll der CO2-Preis in Deutschland um fünf Euro auf 30 Euro pro Tonne steigen. Für einen Liter Benzin bedeutet dies einen Aufschlag von ca. 8,4 Cent.

 

Das ganze Interview ist zu finden unter https://youtu.be/-ByyHIlCVbM

 

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Neues Allzeithoch beim Diesel – Bereits Sonntag war nach neun Jahren ein neuer Höchststand erreicht – Auch Benzinpreis steigt weiter

21. Okt. 2021

München (ots) – Die Spritpreise steigen weiter. Das ergibt eine aktuelle Auswertung des ADAC. Beim Diesel müssen Verbraucher sich wieder auf ein neues Allzeithoch an den Zapfsäulen einstellen: Im Bundesschnitt werden hier für einen Liter 1,560 Euro fällig – ein Anstieg von 3,4 Cent im Vergleich zur Vorwoche. Für einen Liter Super E10 ermittelt der Club in seinem Wochenvergleich einen bundesweiten Durchschnittspreis von 1,671 Euro. Das entspricht einem Anstieg von 2,4 Cent im Vergleich zur Vorwoche.

 

Damit nähern sich die beiden Kraftstoffe weiter an. Bereits am Sonntag war nach neun Jahren ein neuer Höchststand beim Diesel erreicht worden, der nun übertroffen wurde.

 

Bereits Sonntag war nach neun Jahren ein neuer Höchststand erreicht
Quelle: ADAC e.V.

 

Ausschlaggebend für die hohen Spritpreise sind unter anderem die teuren Rohölnotierungen sowie der Wechselkurs von Euro und Dollar. So kostet ein Barrel der Rohölsorte Brent derzeit rund 85 Dollar. Ein Euro entspricht derzeit 1,16 Dollar. Dadurch verteuern sich die Öleinfuhren nach Europa. Auch die jahreszeitbedingte hohe Nachfrage nach Heizöl sorgt für den Preisanstieg beim Diesel.

 

Angesichts des hohen Preisniveaus sollten die Autofahrer darauf achten, vor dem Tanken möglichst preiswerte Tankstellen zu finden. Untersuchungen des ADAC zeigen, dass Benzin und Diesel in der Regel zwischen 18 und 19 Uhr sowie zwischen 20 und 22 Uhr am günstigsten sind. Wer diese Faustregel berücksichtigt und die Preisunterschiede zwischen den verschiedenen Tageszeiten und den Anbietern nutzt, kann beim Tanken stets einige Euro sparen. Auch zwischen den einzelnen Anbietern gibt es immer wieder erhebliche Preisunterschiede, die die Verbraucher nutzen sollten.

 

Unkomplizierte und schnelle Hilfe bekommt man mit der Smartphone-App „ADAC Spritpreise“. Neben den aktuellen Kraftstoffpreisen bietet die App eine Punkt-zu-Punkt-Navigation und eine detaillierte Routenplanung. Daneben erleichtern aktuelle Informationen zum Verkehrsfluss Autofahrern die Fahrt zur günstigsten Tankstelle. Ausführliche Informationen zum Kraftstoffmarkt und aktuelle Preise gibt es auch unter www.adac.de/tanken.

 

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Tanken in Bremen am teuersten – Bis zu sieben Cent Unterschied zwischen den Bundesländern

20. Okt. 2021

München (ots) – Mit 1,557 Euro pro Liter wurde gestern ein neues Allzeithoch beim Diesel im bundesweiten Tagesschnitt erreicht. Super E10 steigt ebenfalls weiter, im bundesweiten Mittel auf 1,670 Euro je Liter. Erhebliche Preisunterschiede gibt es beim Tanken zwischen den Bundesländern. Das ergibt eine aktuelle ADAC Auswertung von mehr als 14.000 Tankstellen (Momentaufnahme von 11 Uhr).

 

So müssen Verbraucher an den Zapfsäulen in Bremen am meisten bezahlen: Der Preis für einen Liter Super E10 liegt hier derzeit bei 1,725 Euro. Für einen Liter Diesel werden in der Hansestadt 1,597 Euro fällig. Auf den Spitzenreiter folgt Sachsen-Anhalt mit 1,705 Euro je Liter Benzin und 1,579 Euro beim Diesel.

 

Am günstigsten ist das Tanken von Benzin derzeit in Bayern mit 1,656 Euro pro Liter – und damit knapp sieben Cent günstiger als in Bremen. Knapp hinter dem Freistaat liegt Hamburg: Fahrer von Benziner-Pkw zahlen hier mit 1,659 Euro nur unmerklich mehr. Den dritten Platz bei E10 belegt Rheinland-Pfalz (1,670 Euro).

 

ADAC Bundesländer-Vergleich: Benzin und Diesel in Bremen am teuersten
Bildquelle: ADAC e.V.

 

Beim Diesel sind die Stadt-Staaten Hamburg und Berlin mit 1,547 bzw. 1,553 Euro pro Liter am günstigsten. Auch Bayern reiht sich hier wieder mit 1,554 Euro ein. Knapp dahinter liegt Mecklenburg-Vorpommern (1,556 Euro).

 

Gerade vor dem Hintergrund der hohen Kraftstoffpreise sollten Verbraucher nach Empfehlung des ADAC Möglichkeiten konsequent nutzen um günstig zu tanken. Unkomplizierte und schnelle Hilfe bekommt man mit der Smartphone-App „ADAC Spritpreise“. Neben den aktuellen Kraftstoffpreisen bietet die App eine Punkt-zu-Punkt-Navigation und eine detaillierte Routenplanung. Daneben erleichtern aktuell

Ölpreise: Leichte Preisnachlässe auf hohem Niveau

19. Okt. 2021

Die Ölpreise haben gestern eine kleine Verschnaufpause eingelegt, bleiben aber auf hohem Niveau. An der globalen Angebotsknappheit, die vor allem Kohle und Erdgas betrifft, hat sich nichts geändert. Vielmehr rechnen Experten in den Wintermonaten mit einer Verschärfung, da die Nachfrage – vor allem bei einem kalten Winter – steigend erwartet wird.

 

Diesel bricht Preisrekord
Entsprechend klettern auch im Inland die Energiepreise immer weiter in die Höhe. Zu bemerken ist dies unter anderem an den Zapfsäulen, wo Diesel am Sonntag einen neuen Allzeitrekord aufgestellt hat. Im Durchschnitt kostete der Liter 1,555 Euro, der bisherige Rekord vom 26. August 2012 lag bei 1,554 Euro. Auch die Benzinpreise steuern auf neue Allzeithochs zu.

 

Heizölpreise auf Langzeithoch
Der Preisanstieg an den Ölbörsen macht sich neben den Kosten an der Tankstelle auch bei Heizöl bemerkbar, wo die Durchschnittspreise ebenfalls auf neue Langzeithochs geklettert sind. Gestern kosteten 100 Liter Heizöl den Verbraucher durchschnittlich fast 0,40 Euro mehr als noch am Freitag. Im Monatsvergleich ist eine Preissteigerung von über 18 Prozent festzustellen.

 

Heizöl heute etwas günstiger als Freitag
Gestern haben die börsengehandelten Rohölpreise jedoch eine kurze Verschnaufpause eingelegt und etwas nachgegeben. Eine längerfristige Abwärtsbewegung bleibt im Lichte der Angebotsknappheit unwahrscheinlich, doch wessen Heizöltank vor Saisonbeginn noch leer ist, kann heute zumindest von leichten Preisnachlässen im Bereich von -0,60 bis -0,90 Euro/100l im Vergleich zu Freitagvormittag profitieren.

Richtig heizen und lüften bei nass-kaltem Herbstwetter: Das sollten Verbraucher wissen

18. Okt. 2021

Berlin (ots) – Während sich der goldene Oktober in den vergangenen Tagen noch von seiner schönsten Seite gezeigt hat, läutet nun nasses Schmuddelwetter die kalte Jahreszeit ein. Graupelschauer und stürmische Windböen drücken tatsächliche und gefühlte Temperaturen vielerorts energisch unter die 10-Grad-Marke. Die Heizperiode beginnt nun richtig. Bei den angespannten Energiepreisen fragen sich Verbraucher, wie sie am effizientesten heizen und lüften – und dabei Kosten sparen können. Markus Lau, Technikexperte beim Deutschen Verband Flüssiggas (DVFG), gibt drei Tipps.

 

  • Thermostate nicht maximal aufdrehen – und Raumtemperatur konstant halten. Nur so lässt sich bei kalten Außentemperaturen energieeffizient heizen.
  • Richtiges Lüften verhindert, dass feucht-kalte Luft von außen im Innenraum zum schimmeligen „Problemgast“ wird.
  • Drei Experten-Tipps: So funktioniert richtiges Heizen und Lüften im Herbst.

 

Beim Heizen gilt: Goldene Mitte, statt volle Kanne
Beim effizienten Heizen irrt der Spruch: Viel hilft viel. Denn es ist deutlich energiesparender, konstant auf niedriger oder mittlerer Stufe zu heizen, als ständig zwischen „voll aufdrehen“ und „ganz abdrehen“ zu wechseln. Das gilt insbesondere bei schlecht gedämmten Bestandsgebäuden. „Wer sein Thermostat maximal aufdreht, heizt damit die Wohnung nicht automatisch in kürzerer Zeit“, sagt Markus Lau, Technikexperte beim DVFG. „Viel effizienter ist es, sich für eine Raumtemperatur zu entscheiden – und diese konstant zu halten. Das verringert das Risiko, durch häufiges Hoch- und Runterdrehen der Heizung unnötig viel Energie und damit Heizkosten zu verbrauchen.“ Sein Tipp: In Wohnräumen das Thermostat immer zwischen den Werten 1,5 und 3,5 belassen – also auf mittlerer Stufe. Wer die Wohnung für einige Stunden verlässt, sollte die Heizung nicht vollständig abschalten, sondern nur etwas herunterdrehen.

 

Es werde Luft: Besser Stoß- und Querlüften, statt Fenster auf Kipp
Auch beim Lüften im Herbst sollte nichts dem Zufall überlassen werden. Das Wichtigste zuerst: Lüften ist auch bei nass-kaltem Herbstwetter Pflicht. Denn regelmäßige Frischluft sorgt für ein angenehmes Raumklima, beugt Schimmelbildung vor und spart Energiekosten. „Am besten drei- bis viermal am Tag für etwa zehn Minuten Stoßlüften oder idealerweise sogar Querlüften, also gegenüberliegende Fenster öffnen und Frischluft reinlassen“, rät Markus Lau. Selbst wenn es regnet und draußen eine hohe Luftfeuchtigkeit herrscht gilt es, diese Lüftungsstrategie zu befolgen. Denn wird frische „feuchte“ Luft hereingelassen, sinkt durch deren Erwärmung auch die im Raum vorhandene Feuchtigkeit schnell ab. Hingegen nicht zu empfehlen im Herbst: Dauerlüften mit gekippten Fenstern. „Im Fensterbereich besteht ansonsten das Risiko, dass sich die Wände abkühlen und feucht werden. Die Heizung müsste mit hohem Aufwand dagegen arbeiten. Ein echter Energiefresser, der durch richtiges Lüften einfach vermieden werden kann“, sagt Markus Lau.

 

Keine halben Sachen: Thermostate beim Lüften immer komplett zudrehen
Doch wie sollte man heizen, wenn gerade frische Luft benötigt wird? Wer keine Heizenergie verschwenden möchte, sollte es vermeiden, nach draußen zu heizen. „Bei geöffneten Fenstern also die Thermostate der Heizkörper immer komplett zudrehen“, sagt Markus Lau. Der Grund: Sind die Thermostate beim Lüften noch aufgedreht, führt die einströmende kalte Luft dazu, dass sich die Heizkörper zu stark aufheizen. Die Konsequenz: Der Energieverbrauch ist höher, als er sein müsste – unnötig hohe Heizkosten die Folge. Daher beim Lüften Thermostate immer komplett zudrehen.

 

Energieträger Flüssiggas
Flüssiggas besteht aus Propan, Butan und deren Gemischen und wird bereits unter geringem Druck flüssig. Der Energieträger verbrennt CO2-reduziert und schadstoffarm. Flüssiggas wird für Heiz- und Kühlzwecke, als Kraftstoff (Autogas), in Industrie und Landwirtschaft sowie im Freizeitbereich eingesetzt.

 

 

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Preisstatistik: Heizölpreis so teuer wie seit drei Jahren nicht mehr

15. Okt. 2021

Wer seinen Heizöltank für diese Saison noch nicht befüllt hat, muss sich auf ziemlich hohe Preise einstellen. So wie alle Energiepreise sind auch die durchschnittlichen Kosten für Heizöl in den letzten Wochen ziemlich in die Höhe geschnellt. In die Höhe gezogen werden sie von den explodierenden Rohölpreisen, die aktuell so teuer sind wie zuletzt 2018.

 

Entsprechend müssen Verbraucher sich auf Preise von durchschnittlich fast 87 Euro pro 100 Liter einstellen. Allein von Gestern auf Heute hat der Durchschnittspreis im Bundesgebiet um etwa 1,34 Euro zugelegt – eine Preissteigerung um 1,6 Prozent. Im Vergleich zu Mitte September kostet Heizöl inzwischen durchschnittlich über 18 Prozent mehr.

 

Schon seit November 2020 hatten die Heizölpreise einen moderaten Aufwärtstrend gezeigt und das Corona-Tief Anfang 2021 wieder ausgeglichen. Doch seit Ende August sieht die Preiskurve deutlich steiler aus als in den Monaten zuvor. Allein seit dem 23. August (dem bisherigen Tiefststand in der zweiten Jahreshälfte) sind die durchschnittlichen Heizölpreise um fast 30 Prozent angestiegen. Zuletzt mussten Verbraucher so viel bezahlen, als 2018 das extreme Niedrigwasser im Rhein für Versorgungsengpässe in ganz Deutschland sorgte.

 

Allerdings sieht es danach aus, als würden auch diese bisherigen Rekordpreise bald geknackt werden. Denn die Rohstoffpreise steigen weltweit weiter an und die europäische Referenzsorte Brent, die an der Londoner Rohölbörse gehandelt wird, hat in dieser Woche erstmals seit drei Jahren wieder die 85 Dollar überschritten. Experten rechnen mit einem Preis von 90 Dollar bis Ende des Jahres.

Spritpreise kratzen am Allzeithoch – Auch Diesel erneut stark gestiegen

14. Okt. 2021

München (ots) – Erneut haben die Preise für Benzin und Diesel angezogen. Das ermittelt der ADAC in seiner wöchentlichen Auswertung der Kraftstoffpreise. Der Club verzeichnet für einen Liter Super E10 einen Anstieg von 3,8 Cent im Vergleich zur Vorwoche. Damit werden an den Zapfsäulen im Bundesschnitt 1,647 Euro fällig. Ein Liter Diesel kostet im bundesweiten Mittel 1,526 Euro. Das entspricht einem Anstieg von 4,8 Cent im Vergleich zur vergangenen Woche.

 

Damit sind die Kraftstoffpreise so hoch wie lange nicht. Zum Vergleich: Das Allzeithoch bei Super E10 wurde am 13. September 2012 erreicht. Damals kostete ein Liter 1,709 Euro. Beim Diesel war dies mit 1,554 Euro pro Liter am 26. August 2012 der Fall.

 

Kraftstoffpreise im Wochenvergleich
Quelle: ADAC e.V.

 

Für die Entwicklung der Kraftstoffpreise ist der Rohölpreis, aber auch der Wechselkurs von Dollar und Euro ausschlaggebend. Der Rohölpreis ist derzeit zwar niedriger als 2012 – ein Barrel der Sorte Brent kostet derzeit rund 83 US-Dollar – der Dollar jedoch deutlich stärker als vor neun Jahren. Das verteuert Öleinfuhren nach Europa. Hinzu kommt außerdem die CO2-Abgabe von 7 Cent pro Liter Benzin. Beim Diesel sorgt zusätzlich die jahreszeitbedingte starke Nachfrage nach Heizöl für eine Verteuerung an den Zapfsäulen. Damit nähern sich die beiden Kraftstoffpreise weiter an.

 

Angesichts des hohen Preisniveaus sollten die Autofahrer darauf achten, vor dem Tanken möglichst preiswerte Tankstellen zu finden. Untersuchungen des ADAC zeigen, dass Benzin und Diesel in der Regel zwischen 18 und 19 Uhr sowie zwischen 20 und 22 Uhr am günstigsten sind. Wer diese Faustregel berücksichtigt und die Preisunterschiede zwischen den verschiedenen Tageszeiten und den Anbietern nutzt, kann beim Tanken stets einige Euro sparen. Auch zwischen den einzelnen Anbietern gibt es immer wieder erhebliche Preisunterschiede, die die Verbraucher nutzen sollten.

 

Unkomplizierte und schnelle Hilfe bekommt man mit der Smartphone-App „ADAC Spritpreise“. Neben den aktuellen Kraftstoffpreisen bietet die App eine Punkt-zu-Punkt-Navigation und eine detaillierte Routenplanung. Daneben erleichtern aktuelle Informationen zum Verkehrsfluss Autofahrern die Fahrt zur günstigsten Tankstelle. Ausführliche Informationen zum Kraftstoffmarkt und aktuelle Preise gibt es auch unter www.adac.de/tanken.

 

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Klimaschonend tanken: „Grünes“ Heizöl spart CO2

13. Okt. 2021

Wer die Modernisierung seiner Heizung mit effizienter Öl-Brennwerttechnik plant, kann sich die Zukunft in den Heizöltank holen: Mit der Pilotinitiative „future:fuels@work“ gibt es die Chance auf treibhausgasreduzierten Brennstoff zu Sonderkonditionen. Haushalte, die neben der Heizung noch weitere Sanierungsmaßnahmen umgesetzt haben und damit die CO2-Bilanz besonders deutlich senken können, haben zudem die Möglichkeit, sich weitere 5.000 Euro Zuschuss zu sichern.

 

 

Auch Gebäude mit einer modernen Öl-Brennwertheizung können langfristig die Klimaziele erreichen. Dazu soll zukünftig ein innovativer Brennstoff beitragen, der das fossile Heizöl nach und nach ersetzen kann. Um im praktischen Einsatz zu zeigen, wie eine klimaschonende Wärmeversorgung mit moderner Heizungstechnik und alternativen Brennstoffen möglich ist, sucht das Institut für Wärme und Mobilität (IWO) gemeinsam mit führenden Heizgeräteherstellern ab sofort nach Haushalten, die eine Modernisierung mit Öl-Brennwerttechnik planen oder gerade umsetzen – und den treibhausgasreduzierten Brennstoff einsetzen möchten.

 

Diese Haushalte können sich um die Teilnahme an der Pilotinitiative bewerben. Der Vorteil für Hauseigentümerinnen und -eigentümer: Sie sparen nicht nur CO2-Emissionen ein, sondern auch bares Geld. Denn mit „future:fuels@work“ gibt es als erste Tankfüllung (maximal 2.000 Liter) nach der Modernisierung eine klimaschonende Mischung aus einer nahezu CO2-neutralen Brennstoff-Komponente (Anteil: 33 Prozent) und Premium-Heizöl (Anteil: 67 Prozent) zum Vorzugspreis. Berechnet wird der bundesweite Niedrigstpreis von Premiumheizöl der vergangenen zwölf Monate ab Bestellzeitpunkt gemäß dem Onlineportal tecson.de. Den Mehrpreis für den neuen innovativen Brennstoff trägt die Initiative.

 

„Top-Sanierern“ winkt weitere Prämie

„Die nahezu klimaneutrale Komponente des Brennstoffs wird aus biobasierten Reststoffen wie Altfetten oder Pflanzen- und Holzabfällen gewonnen“, erklärt IWO-Geschäftsführer Adrian Willig. „Geplant ist in einer späteren Phase zudem auch die Beimischung von synthetischen Brennstoffen auf Basis von grünem Wasserstoff und recyceltem CO2, sogenannten E-Fuels.“ Alle eingesetzten Mischungen entsprechen der aktuellen Heizölnorm und sind von den teilnehmenden Herstellern für den Einsatz freigegeben. Wer im Zuge der energetischen Modernisierung noch über die Heizungssanierung hinausgeht, und es schafft, am Ende die bisherigen CO2-Emissionen um mehr als 80 Prozent zu reduzieren, hat damit bereits nicht nur künftige Klimaziele erreicht. Diese „Top-Sanierer“ haben im Rahmen von „future:fuels@work“ zudem die Chance auf eine Klima-Prämie in Höhe von 5.000 Euro. Mehr Informationen stehen auf www.zukunftsheizen.de bereit.

 

IWO, 2021

Baustellen bremsen Herbsturlauber aus

12. Okt. 2021

München (ots)

 

Herbsturlauber und Wochenendausflügler sorgen an diesem Wochenende für reichlich Verkehr auf Deutschlands Straßen. Viele und lange Staus dürften aber trotzdem die Ausnahme bleiben. In Sachsen, Bremen und dem Saarland starten Autofahrer in den Herbsturlaub. In Berlin, Brandenburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz beginnt die zweite Ferienwoche, in Hamburg und Schleswig-Holstein enden die Ferien.

Zahlreiche Urlauber und bei schönem Wetter auch Tagesausflügler steuern die Wandergebiete der Alpen und Mittelgebirge sowie die Küsten an. Für Fahrtverzögerungen könnten zusätzlich zahlreiche Herbstbaustellen sorgen: Knapp 1000 gibt es allein auf den Autobahnen.

Mit dem höchsten Verkehrsaufkommen ist am Freitagnachmittag, Samstagvormittag und am späten Sonntagnachmittag zu rechnen.

Die besonders belasteten Fernstraßen (beide Richtungen):

– Fernstraßen zur und von der Nord- und Ostsee

– Großräume Hamburg, Köln, Frankfurt, München

– A 1 Euskirchen – Köln und Hamburg – Bremen

– A 2 Dortmund – Hannover

– A 1 / A 3 / A 4 Kölner Ring

– A 3 Köln – Frankfurt – Nürnberg – Passau

– A 4 Erfurt – Dresden – Görlitz

– A 5 Hattenbacher Dreieck – Karlsruhe – Basel

– A 6 Mannheim – Heilbronn – Nürnberg

– A 7 Hamburg – Flensburg

– A 7 Würzburg – Füssen/Reutte

– A 8 Stuttgart – München – Salzburg

– A 9 München – Nürnberg

– A10 Berliner Ring

– A 24 Hamburg – Berlin

– A 61 Koblenz – Mönchengladbach

– A 93 Inntaldreieck – Kufstein

– A 95/B 2 München – Garmisch-Partenkirchen

– A 99 Umfahrung München

Der Reiseverkehr im benachbarten Ausland ist ebenfalls zeitweise lebhaft. Die Strecken zu den Bergwanderzielen sind zeitweise staugefährdet. Dazu zählen unter anderem Tauern-, Fernpass-, Brenner-, Rheintal- und Gotthard-Route. An den Grenzen ist mit Wartezeiten durch intensive Personenkontrollen zu rechnen. 30 Minuten sollte man in jedem Fall einkalkulieren.

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