News rund ums Öl

Spritpreise erreichen neues Jahrestief – Tanken seit Jahresbeginn um 23 Cent pro Liter billiger

8. Apr. 2020

München (ots)

Die weltweite Corona-Krise lässt die Kraftstoffpreise an den Tankstellen weiter fallen. Laut aktueller Auswertung des ADAC müssen Autofahrer für einen Liter Super E10 im Bundesmittel 1,200 Euro bezahlen, das sind 1,7 Cent weniger als in der Vorwoche. Diesel verbilligte sich um 1,0 Cent auf durchschnittlich 1,105 Euro je Liter. Seit Jahresbeginn haben die Spritpreise damit um 23 Cent pro Liter nachgegeben.

Der Rückgang gegenüber der Vorwoche erfolgte, obwohl die Rohölnotierungen zuletzt wieder anzogen. Ein Barrel der Sorte Brent kostet aktuell rund 32 Dollar, das sind neun Dollar mehr als vor einer Woche. Seit Anfang des Jahres ist dies aber immer noch ein Einbruch von über 50 Prozent.

Die Kraftstoffpreise reagieren damit nicht nur auf die – trotz der jetzigen Verteuerung – in den vergangenen Wochen und Monaten deutlich gesunkenen Rohölnotierungen, sondern auch auf die angesichts der Corona-Beschränkungen rückläufige Sprit-Nachfrage. Damit sorgt der Wettbewerbsdruck für ein derzeit angemessenes Preisniveau an den Tankstellen.

Der ADAC empfiehlt Autofahrern, vor dem Tanken die Preise zu vergleichen. Wer die teilweise erheblichen Preisunterschiede zwischen verschiedenen Tankstellen und Tageszeiten nutzt, spart bares Geld und stärkt zudem den Wettbewerb zwischen den Anbietern. So tankt man nach einer aktuellen Auswertung des ADAC in der Regel am günstigsten zwischen 18 und 22 Uhr. Unkomplizierte und schnelle Hilfe bietet die Smartphone-App „ADAC Spritpreise“. Ausführliche Informationen zum Kraftstoffmarkt und aktuelle Preise gibt es auch unter www.adac.de/tanken.

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Quelle: Presseportal.de

Ölpreis noch länger günstig

8. Apr. 2020

Dass die Corona-Pandemie einen massiven Einfluss auf die Finanzmärkte und die Wirtschaft hat ist klar. Die Experten des US Energieministerium gehen in ihrem aktuellen Modell davon aus, dass der Ölmarkt in 2021 wieder in Balance kommen wird, doch bleiben die Preise wohl noch eine ganze Weile auf niedrigem Niveau – so zumindest die aktuelle Prognose.

 

US Ölproduktion wird sinken

Ein lang gehegtes Ziel der OPEC, insbesondere aber von Russland und Saudi-Arabien, ist es das US Ölproduktionswachstum auszubremsen oder sogar umzukehren. Für diese ist die Entwicklung der US Schieferölförderung ein Hauptgrund weshalb der Markt immer wieder überversorgt ist und Produktionskürzungen überhaupt notwendig sind.

 

So schmerzhaft der aktuelle Preiseinbruch an den Börsen für diese Länder auch ist, so hat er doch offenbar dieses Ziel in greifbare Nähe gerückt. Während die US Unternehnehmen nicht mehr in der Lage sind kostendeckend zu fördern, werden die Lagerkapazitäten knapp. Für die US Firmen bedeutet dies, dass sie ihre Förderung nicht nur nicht weiter ausbauen können und zum Teil sogar stilllegen müssen.

 

Das US Energieministerium rechnet nun damit, dass die USA im laufenden Jahr um etwa -0,47 Millionen Barrel (1 Barrel = ca. 159 Liter) weniger als noch im Vorjahr fördern wird. Dies mag nicht nach viel klingen, im Januar hatte man allerdings noch mit einer Mehrproduktion von 1,06 Millionen Barrel pr Tag im Vergleich zu 2019 gerechnet. Die Experten erwarten also, dass die Corona-Krise den USA täglich eine Produktion von 1,53 Millionen Barrel kosten wird. Auf das Gesamtjahr gerechnet sind dies etwa 558,5 Millionen Barrel oder 88,8 Milliarden Liter.

 

Preise bleiben niedrig

Doch mit einem starken Preisanstieg rechnet das US Energieministerium deshalb nicht. Zu stark sind die Nachfrageausfälle auf globaler Ebene, als dass die sinkende Ölproduktion der USA die Ölpreise nachhaltig stützen könnte. Vielmehr rechnet man damit, dass die europäische Rohölsorte Brent im Jahresdurchschnitt 33,04 Dollar pro Barrel kosten wird, was nur geringfügig über dem aktuellen Niveau von 32,33 Dollar liegt.

 

Ausblick

Die kurzfristige Entwicklung bleibt vor allem von der Entscheidung einer möglichen Produktionskürzung der OPEC+ Länder abhängig, die morgen getroffen werden könnte. Der Markt ist nahezu unberechenbar. Ein Kürzungsbeschluss würde die Preise nach oben treiben, ein Scheitern der Gespräche jedoch würde die Preise erneut einbrechen lassen. Für heute Morgen deuten sich für Heizöl allerdings erst einmal etwas niedrigere Preise im Vergleich zu gestern an. Preisvorteile dürften sich je nach Region um ca. 0,40 Euro/100l (inkl. MwSt.) abspielen.

Lagerplatz für Rohöl wird knapp – Heizölpreise etwas höher

7. Apr. 2020

Die Nachfrage nach Rohöl sinkt immer weiter, da durch die zahlreichen Shutdowns weltweit immer weniger Kraftstoff benötigt wird. Die Rohölproduktion geht hingegen weiter und so ist der Markt momentan ziemlich überversorgt. Inzwischen werden weltweit die Lagerräume knapp, denn das nicht verkaufte Öl muss irgendwo untergebracht werden.

 

OPEC+ berät sich diese Woche

Am Donnerstag wird sich die OPEC+ zu einem virtuellen Meeting treffen, an dem vermutlich auch die USA und Kanada teilnehmen werden. Nach wochenlangem Hin und Her scheinen die Partnerstaaten nun doch fast überall der Meinung zu sein, dass etwas gegen die niedrigen Preise getan werden muss.

 

Wie eine solche Maßnahme aussehen könnte, ist jedoch fraglich. Russland, an deren Widerstand das letzte OPEC+ Abkommen zu Förderkürzungen gescheitert war, macht die Teilnahme der USA an Produktionsbeschränkungen zur Voraussetzung. Moskau will verhindern, dass die Vereinigten Staaten von den Kürzungen anderer Länder profitieren.

 

Lagerplatz wird knapp und knapper

Donald Trump hat sich zu aktiven Kürzungen bisher sehr zurückhaltend geäußert. Nach der Meinung des US-Präsidenten würden Kürzungen automatisch kommen „wenn man an den freien Markt glaubt“. Dabei bezieht sich Trump auf die schwindende Lagerkapazität. Ist diese erschöpft müssen die Produzenten von alleine ihre Förderung einstellen, wobei dabei auch Insolvenzen in der Branche riskiert werden.

 

Lagerkapazitäten sind zur Zeit extrem kostbar und werden zum Teil bereits wie ein Rohstoff gehandelt. Ob auf Schiffen, die eigentlich verschrottet werden sollten oder in stillgelegten Raffinerien in den entlegensten Winkeln der Welt – den Produzenten ist inzwischen alles Recht. Denn wenn der Lagerplatz tatsächlich ausginge wäre ein freier Fall für die Ölpreise vorprogrammiert.

 

Unter diesem Gesichtspunkt ist eine Einigung der Ölproduzenten am Donnerstag durchaus möglich, selbst wenn die Kürzungen nicht ausreichen sollten, die komplette Überversorgung vom Markt zu nehmen. Den Ölproduzenten wird es darum gehen den Worst Case so lange wie möglich hinauszuzögern und darauf zu hoffen, dass die Ölnachfrage früh genug zunimmt, bevor alle Lagermöglichkeiten ausgeschöpft sind.

 

Ausblick

Die Heizölpreise bleiben in Bewegung, wenn auch nach wie vor auf sehr niedrigem Niveau. 100 Liter liegen heute preislich etwa zwischen -0,05 und +0,20 Euro im Vergleich zu gestern.

Heizölpreise im Vergleich – Trump twittert über Produktionskürzungen

6. Apr. 2020

Die Corona-Pandemie ist nach wie vor der weltweit alles bestimmende Faktor. Auch die Ölpreise bleiben davon nicht verschont und seit Wochen gibt es für die Ölbörsen nur eine Richtung – nämlich nach unten. Der starke Rückgang der Nachfrage sorgt dafür, dass der Markt regelrecht von Rohöl überschwemmt wird.

 

Trends bei Heizöl zeigen nach unten

Die Trendboxen zeigen auch in dieser Woche vor allem rote Pfeile. Besonders deutlich wird der Preisverfall bei Heizöl, wenn man den Monatsvergleich betrachtet. Im Vormonat kosteten 100 Liter Heizöl noch 10,81 Euro mehr als Ende letzter Woche. Dieser extreme Unterschied kam vor allem durch den Preisrutsch Anfang März zustande, der mit dem weltweiten Börsencrash einherging. Im Wochenvergleich haben die Heizölpreise zwar nachgegeben, allerdings nur um -0,37 Euro pro 100 Liter.

 

Am Donnerstag Nachmittag sorgte Donald Trump dann per Twitter für etwas Aufruhr und einen explosionsartigen Anstieg bei den börsengehandelten Rohölpreisen. Der US-Präsident stellte in Aussicht, dass es bald zu einer Förderkürzung von 10 Millionen Barrel am Tag kommen könne (Ein Barrel entspricht etwa 159 Litern). Die Preise schnellten daraufhin zwischenzeitlich um über 30 Prozent nach oben und auch die Heizölpreise konnten einen leichten Preisanstieg verzeichen.

 

Heizöl im Jahresvergleich nach wie vor sehr günstig
Bei der Betrachtung des Jahresvergleiches wird allerdings klar, dass keinesfalls von einer echten Verteuerung bei Heizöl gesprochen werden kann. Die Kurve für 2020 liegt nach wie vor deutlich unter den Durchschnittspreisen der vergangenen beiden Jahre.

 

Prognose
Dies wird sicherlich auch erst einmal so bleiben, denn die Corona-Pandemie ist längst noch nicht eingedämmt. Nach wie vor befinden sich weite Teile der Welt im Lockdown und die Nachfrage nach Brennstoffen ist extrem gering. Selbst wenn die OPEC und andere Staaten sich auf eine koordinierte Förderbegrenzung verständigen könnten (was sicher schwer werden dürfte), wird sie kaum ausreichen, um das bestehende Überangebot tatsächlich einzudämmen. Die Preise für Rohöl bleiben unter Druck und Heizöl somit günstig.

 

Hinweis: Die genannten Heizölpreise beziehen sich stets auf den deutschlandweiten Durchschnittspreis bei einer Bestellung von 3.000 Liter Heizöl Standard schwefelarm inklusive 19% MwSt.. Durch Transportkosten fallen die Preise regional jedoch unterschiedlich aus. Die Preisspanne zwischen den Regionen kann daher momentan bei bis zu ca. 7,50 Euro pro 100 Liter liegen. Stand der Preise: 06.04.2020

Neues OPEC+ Meeting mit USA und Kanada – Ölpreise bekommen Rückenwind

6. Apr. 2020

Die Ölpreise bleiben durch die Auswirkungen des Coronavirus weiterhin unter Druck, allerdings gab es in der letzten Woche Meldungen über eine mögliche Annäherung der OPEC+. Sollte es hier zu einer Verständigung kommen, könnte es schon bald koordinierte Förderkürzungen geben, an denen sich dann auch Länder wie die USA und Kanada beteiligen könnten.

 

Koordinierte Förderkürzungen schon bald möglich?

Durch die Coronakrise ist die weltweite Nachfrage massiv eingebrochen, was die Preise in den Keller hat rauschen lassen. Zeitgleich zerbrach Anfang März das OPEC+ Bündnis wegen der Weigerung Russlands, sich an weiteren Förderbeschränkungen zu beteiligen.

 

In der Folge war ein offener Preiskampf zwischen Saudi-Arabien und Russland ausgebrochen und das OPEC+ Bündnis schien am Ende. Letzte Woche schürte dann kein Geringerer als Donald Trump neue Hoffnung unter den Marktteilnehmern, denn er tweetete über eine Einigung zwischen Russland und Saudi-Arabien sowie anstehende Förderkürzungen.

 

OPEC+ lädt USA und Kanada zu Meeting ein

Auch wenn sich ziemlich schnell zeigte, dass eine echte Einigung noch ziemlich weit entfernt ist, fassten die Marktteilnehmer dennoch Hoffnung. In dieser Woche soll nun tatsächlich ein OPEC+ Meeting per Videoschalte stattfinden, zu dem auch die USA und Kanada eingeladen wurden.

 

Sollte es tatsächlich zu einer koordinierten Förderkürzung kommen, an der nicht nur OPEC+ Staaten teilnehmen, könnte dies das bestehende Überangebot möglicherweise etwas eindämmen. Bis es soweit kommt dürfte es aber noch ein sehr langer Weg sein.

 

Vor allem eine Beteiligung Amerikas scheint schwierig, denn auch wenn die unabhängigen US-Ölunternehmen eine freiwillige Förderkürzung begrüßen, hat Donald Trump am Wochenende eine Kooperation mit der OPEC zunächst abgelehnt. Das Meeting soll am Donnerstag stattfinden. Bis dahin muss nun abgewartet werden, ob es tatsächlich zu groß angelegten Förderkürzungen kommt oder nicht.

 

Ausblick

Mit der Hoffnung der Marktteilnehmer sind auch die Ölpreise an den Börsen gestiegen. Ein nachhaltiger Richtungswechsel dürfte allerdings schwierig sein, denn so lange die Corona-Pandemie weiter die Welt im Griff hat, werden die Preise unter Druck bleiben. Die weltweiten Lockdowns haben die Nachfrage nach Brennstoff extrem beschnitten, so dass Öl immer günstiger angeboten wird.

 

Allerdings gab die Möglichkeit einer gemeinsamen Förderbeschränkung, an der sich nicht nur OPEC-Staaten beteiligen, den Ölpreisen in der vergangenen Woche einen gewissen Schub, der sich in die neue Woche transportiert. Für 100 Liter Heizöl müssen Verbraucher demnach heute mit Aufschläge von etwa +0,55 bis +0,95 Euro rechnen.

Trump twittert über Produktionskürzungen – Ölpreise schnellen in die Höhe

3. Apr. 2020

Am Donnerstag nachmittag sorgte US-Präsident Donald Trump mal wieder für heftige Preisbewegungen an den Ölbörsen. Er twitterte, dass er von einem baldigen Abkommen zwischen Saudi-Arabien und Russland zur Produktionskürzung ausgehe. Die Ölpreise leiden seit Ausbruch der Corona-Krise am massiven Nachfragerückgang.

 

Neues Förderabkommen möglich

Donald Trump twitterte gestern: „Habe gerade mit meinem Freund MBS (Kronprinz) von Saudi-Arabien gesprochen, der mit Präsident Putin von Russland gesprochen hat, & ich erwarte und hoffe, dass sie vermutlich 10 Millionen Barrel kürzen werden, vielleicht sogar deutlich mehr, was, wenn es so kommt, GROSSARTIG für die Öl- und Gasindustrie wäre“.

 

Mit seinem Tweet befeuerte Trump die Hoffnung auf weitreichende Produktionskürzungen, die dem momentanen Überangebot durch die Corona-Krise ein Gegengewicht bieten könnten. Die Ölpreise an den Börsen schnellten innerhalb weniger Minuten um über 30 Prozent in die Höhe. Allerdings war diese extreme Freude nur von kurzer Dauer und die Preise kamen recht schnell von den Höchstwerten zurück.

 

Dennoch scheint neue Hoffnung aufgeflammt, dass es möglicherweise doch zu einer Förderlösung kommen könnte, an der sich alle großen Produzenten beteiligen. Saudi-Arabien gab gestern als Statement ab, man könne sich vorstellen, seine Produktion zu drosseln, wenn Länder wie Kanada, Mexiko und andere G20 Staaten sich beteiligen würden.

 

Aus Russland kamen nur verhaltene Reaktionen, Putin und sein Energieminister Alexander Nowak stehen Förderkürzungen nach wie vor zurückhaltend gegenüber. An Russlands Widerstand war auch das OPEC+ Bündnis im März zerbrochen, als sich Moskau strikt geweigert hatte, sich auf eine Verlängerung der bestehenden Kürzungen einzulassen.

 

Die Folge war ein erbitterter Preiskampf gewesen, in dem Saudi-Arabien seine Ölproduktion massiv angekurbelt hatte und gleichzeitig die Preise gesenkt hatte. Die daraus resultierende Ölschwemme traf den Markt in einer Situation, in der die Nachfrage durch die Corona-Pandemie immer stärker sinkt. Die Ölpreise brachen Mitte März so stark ein wie seit Jahrzehnten nicht mehr.

 

Nun könnte es möglicherweise zu einem neuen OPEC+ Bündnis kommen, an dem diesmal sogar Länder wie die USA beteiligt sein könnten. Weltweit sind die Ölindustrien betroffen vom massiven Preisverfall, so dass viele Experten eine globale Förderkürzung für sinnvoll halten. Ob und wenn ja wann es soweit kommt, wird sich allerdings erst noch zeigen müssen.

 

Ausblick

Auch die Inlandspreise sind mit der Aussicht auf neue Förderkürzungen in die Höhe gegangen. Für 100 Liter müssen Verbraucher heute entsprechend mit recht hohen Aufschlägen von +1,60 bis + 1,80 Euro im Vergleich zu gestern morgen rechnen.

Rohölpreise steigen leicht – Trump will US-Ölunternehmen retten

2. Apr. 2020

Nach wie vor bestimmt der Nachfragerückgang durch das Corona-Virus die Ölpreise. Die USA sind inzwischen am stärksten betroffen was die Ausbreitung des Virus betrifft. Die Zahl der Neuinfizierten übersteigt hier längst die früheren Hotspots Italien und China. Auch die US-Ölindustrie geht langsam aber sicher in die Knie, was Präsident Trump nun verhindern möchte.

 

US-Ölindustrie gerät ins Straucheln

Der US-Präsident hat für den morgigen Freitag ein Treffen mit Vertretern der Ölindustrie seines Landes geplant. Es soll dabei um die derzeitige Lage am Ölmarkt gehen. Die Ölindustrie ist der wichtigste Motor der US-Wirtschaft und für Präsident Trump im Wahljahr dadurch von besonderer Wichtigkeit. Gestern hatte mit Whiting Petroleum der erste größere Ölproduzent Amerikas auf Grund der Ölschwemme Konkurs anmelden müssen.

 

Bei dem Treffen sollen unterschiedliche Maßnahmen diskutiert werden, mit denen den US-Ölunternehmen in Zeiten eines massiven Angebotsüberschusses unter die Arme gegriffen werden kann. Von den Unternehmen wurden dabei verschiedene Möglichkeiten vorgeschlagen – wie beispielsweise Zölle auf Rohölimporte aus Saudi-Arabien und Russland oder verpflichten Quoten zur Produktionskürzung.

 

Ausblick

Mit dem Preisanstieg an den Rohölbörsen haben auch die Heizölpreise im Inland etwas angezogen. Dennoch liegen sie immer noch auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau, was sicherlich auch zunächst so bleiben wird. Trotz des leichten Anstiegs der Rohölpreise ist ein nachhaltiger Richtungswechsel auf Grund der extrem unsicheren Situation fast ausgeschlossen.

 

Für 100 Liter Heizöl muss heute im Vergleich zu gestern früh mit einem Aufschlag von etwa +0,20 bis +0,40 Euro gerechnet werden.

Kraftstoffpreise sinken weiter – Benzin im März so günstig wie zuletzt im August 2016

1. Apr. 2020

München (ots)

Benzin war in Deutschland im Monatsdurchschnitt so günstig wie zuletzt im August 2016. Wie die monatliche Marktauswertung des ADAC zeigt, kostete ein Liter Super E10 im Bundesmittel 1,283 Euro und damit zehn Cent weniger als im Februar. Diesel verbilligte sich um 8,5 Cent auf 1,154 Euro je Liter.

 

Am teuersten war Super E10 mit durchschnittlich 1,359 Euro je Liter am 2. März, Diesel erreichte seinen Monatshöchststand mit 1,207 Euro am 5. März. Am wenigsten mussten Autofahrer zum Monatsende bezahlen: Am 31. März kostete ein Liter Super E10 1,217 Euro und ein Liter Diesel 1,115 Euro. Gegenüber dem bislang teuersten Tag des laufenden Jahres, dem 1. Januar bei Super E10 mit 1,439 Euro bzw. dem 7. Januar bei Diesel mit 1,336 Euro, bedeutet dies einen Preisunterschied von über 22 Cent.

Kraftstoffpreise im Bundesdurchschnitt

 

Im Vergleich zur Vorwoche verbilligte sich Super E10 um 1,7 Cent auf durchschnittlich 1,217 Euro pro Liter, der Liter Diesel vergünstigte sich um 0,9 Cent auf 1,115 Euro.

 

Der Kraftstoffmarkt steht damit weiterhin im Zeichen der Corona-Krise. Die Angst vor einer globalen Rezession und die zurückgehende Nachfrage sowie das große Ölangebot am Weltmarkt lassen die Rohölnotierungen weiter sinken. Ein Barrel der Sorte Brent kostet aktuell knapp 23 Dollar, das sind noch einmal vier Dollar weniger als vor einer Woche. Rohöl ist damit so billig wie zuletzt im Jahr 2002.

 

Angesichts der niedrigen Notierungen besteht Spielraum für einen weiteren Rückgang der Spritpreise. Auch wenn die Rohölnotierungen die Kraftstoffpreise wegen der Energiesteuer und anderer Komponenten nicht allein beeinflussen, ist die Vergünstigung am Rohölmarkt noch nicht in vollem Umfang bei den Verbrauchern angekommen. Dies geschieht erst dann, wenn der Wettbewerbsdruck auf dem Kraftstoffmarkt dies erzwingt.

 

Der ADAC empfiehlt Autofahrern, vor dem Tanken die Preise zu vergleichen. Wer die teilweise erheblichen Preisunterschiede zwischen verschiedenen Tankstellen und Tageszeiten nutzt, spart bares Geld und stärkt zudem den Wettbewerb zwischen den Anbietern. So tankt man nach einer aktuellen Auswertung des ADAC in der Regel am günstigsten zwischen 18 und 22 Uhr. Unkomplizierte und schnelle Hilfe bietet die Smartphone-App „ADAC Spritpreise“. Ausführliche Informationen zum Kraftstoffmarkt und aktuelle Preise gibt es auch unter www.adac.de/tanken.

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Quelle: www.presseportal.de

Ölnachfrage geht immer stärker zurück – Heizöl wieder günstiger

1. Apr. 2020

Durch die vielen Shutdowns weltweit ist die Nachfrage nach Rohöl inzwischen komplett eingebrochen. Gleichzeitig wird aber auf Rekordniveau gefördert – nicht zuletzt durch den Preiskrieg, den sich Saudi-Arabien mit Russland liefert.

 

OPEC Fördermengen steigen

Gestern endete offiziell das Abkommen der OPEC und ihrer Partner, die Fördermengen zu begrenzen. Theoretisch können die Mitgliedsstaaten nun wieder so viel Öl produzieren, wie sie können und wollen. Saudi-Arabien, der größte und wichtigste Ölförderer innerhalb der OPEC, hatte schon Anfang März seine Fördermengen deutlich nach oben gefahren und gleichzeitig die Preise stark gesenkt.

 

Geschehen war dies als Reaktion auf die gescheiterten Verhandlungen mit Russland, das sich weigerte, weiteren Förderkürzungen wegen der Corona-Krise zuzustimmen. Seitdem liefern sich beide Staaten einen beispiellosen Preiskampf, der die Ölpreise immer weiter drückt. Saudi-Arabien will im April erneut die Exportmengen erhöhen. Und auch der Irak plant anscheinend, im April wieder mehr Öl zu fördern.

 

Wer das Öl abnehmen soll ist allerdings fraglich. Der Nachfrageeinbruch durch Corona ist längst noch nicht vorbei und in Ländern wie den USA dürfte es erst noch einmal schlimmer werden bevor es besser wird. Experten rechnen inzwischen damit, das die Nachfrage weltweit um bis zu 30 Millionen Barrel täglich (eine Menge von fast 4,8 Milliarden Liter) zurückgehen könnte. Unvergleichbar in der Geschichte und eine astronomisch große Menge.

 

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie werden somit bis auf unbestimmte Zeit marktdominierend bleiben. Ein Ende der Krise ist nicht in Sicht und ein mögliches Abkommen zur Förderbegrenzung zwischen der OPEC, Russland und den USA bisher nur graue Theorie. Solange sich an dieser Ausgangssituation nichts ändert, wird es für die Ölpreise wohl weiter nach unten gehen.

 

Ausblick

Auch die Heizölpreise liegen heute wieder unter ihren Vortagesniveaus. Verbraucher können mit Abschlägen von -1,30 bis -1,50 Euro pro 100 Liter Heizöl rechnen.

 

 

Heizölpreise im Vergleich – Coronakrise drückt Nachfrage nach Rohöl

31. Mär. 2020

Die Corona-Krise sorgt bei den Rohölpreisen nach wie vor für ständige Abwärtsfahrten. Die weltweite Nachfrage ist inzwischen so gering, dass ein massives Überangebot an Rohöl herrscht, welches kaum noch Käufer findet. Auch die Heizölpreise im Bundesgebiet sind durch die coronabedingten Niedrigpreise bei Rohöl ein gutes Stück günstiger als letztes Jahr um diese Zeit.

 

Heizöl bleibt günstig

Die Trendboxen zeigen recht klar, dass die Preise nach wie vor günstig sind. Durch den enormen Einbruch, der mit dem Corona-Ausbruch und den weltweiten Ausgangsbegrenzungen einher ging, ist der Preis im letzten Monat allein um über 16% gesunken. Das ist ein Preisnachlass von 8,97 Euro. Betrachtet man den Zeitraum seit Anfang des Jahres, sind die Heizölpreise sogar um -24,98 Euro oder 35,5% gesunken.

 

Allerdings scheint sich seit Mitte März bei den Inlandspreisen eine Art Boden gebildet zu haben. Der heftigste Preisrutsch war am 9. März passiert. An diesem „schwarzen Montag“ waren fast alle weltweiten Börsen in den Keller gerutscht und hatten teilweise so hohe Verluste hinzunehmen wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Die Rohölpreise waren entsprechend mit in die Tiefe gezogen worden.

 

Seitdem bleiben die Heizölpreise zwar auf niedrigem Niveau, haben aber keine neuen Tiefsstände mehr erreicht. Der Durchschnittspreis am 9. März war bei 44,93 Euro gelegen. Von Dauer war dieser Tiefsstand allerdings nicht, denn schon am 10. März lag der durchschnittliche Preis wieder bei 49,63 Euro.

 

Prognosen

Dennoch dürften die Heizölpreise auch in den nächsten Wochen und Monaten günstig bleiben. Ein Ende der Corona-Krise ist bisher nicht in Sicht und auch wenn in absehbarer Zeit die Infektionszahlen sinken und das tägliche Leben sich wieder normalisiert, bleibt ein massives Überangebot an Rohöl, dass die Preise auch in den nächsten Monaten drücken wird.

 

Allerdings bleibt die Lage unberechenbar. Noch niemand kann realistisch abschätzen, wie lange die globalen Shutdowns fortgeführt werden und bis wann sich die Ölnachfrage wieder reguliert. So lange die weltweiten Infektionszahlen nicht radikal sinken, werden auch die Ölpreise in Bewegung bleiben – wenn auch auf so niedrigem Niveau wie schon lange nicht mehr.

 

Hinweis: Die genannten Heizölpreise beziehen sich stets auf den deutschlandweiten Durchschnittspreis bei einer Bestellung von 3.000 Liter Heizöl Standard schwefelarm inklusive 19% MwSt.. Durch Transportkosten fallen die Preise regional jedoch unterschiedlich aus. Die Preisspanne zwischen den Regionen kann daher momentan bei bis zu ca. 6,80 Euro pro 100 Liter liegen. Stand der Preise: 31.03.2020