News rund ums Öl

Neues Jahr, neue Vorschriften: CO2-Bepreisung und Co.

20. Jan. 2021

Was ändert sich für Hauseigentümer 2021

Mit jedem Jahreswechsel ändern sich einige Vorschriften und Regeln. Auch für Hauseigentümer gibt es ab Januar 2021 wieder neues zu beachten. Das Institut für Wärme und Mobilität (IWO) hat wichtige Informationen zusammengetragen.

 

Mit Beginn des Jahres 2021 wird es eine CO2-Bepreisung für fossile Kraft- und Brennstoffe geben. Diese Abgabe ist von den Anbietern zu entrichten, die die Kosten jedoch vermutlich ganz oder teilweise an die Endkunden weiterreichen werden. Das Ziel der neuen Abgabe besteht darin, zusätzliche Anreize zur Reduzierung des Energieverbrauchs und der damit einhergehenden Treibhausgasemissionen zu schaffen. Für Hauseigentümer bedeutet das Mehrkosten von rund 0,75 Cent pro Kilowattstunde beim Heizöl, rund 0,65 Cent pro Kilowattstunde beim Flüssiggas bzw. rund 0,55 Cent pro Kilowattstunde beim Erdgas. Damit sind die Unterschiede zwischen den genannten Energieträgern eher gering und die Erhöhung liegt beim Heizöl etwa in den gewohnten Preisschwankungen. Geregelt wird die Ausweitung der CO2-Bepreisung auf Gas- und Öl-Produkte durch das Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG). Stromproduktion und CO2-intensive Industrien werden bereits seit vielen Jahren über das Europäische Emissionshandelssystem (ETS) mit Abgaben belegt.

 

Über staatliche Zuschüsse zur Heizungsmodernisierung und -wartung können sich Hausbesitzer auch im kommenden Jahr freuen. Foto: IWO

Austauschpflicht für 30 Jahre alte Heizkessel

Läuft der Öl- oder Gas-Heizkessel 30 Jahre, muss er unter bestimmten Bedingungen ausgetauscht werden. So steht es im Gebäudeenergiegesetz (GEG). Im kommenden Jahr trifft es Heizkessel mit Baujahr vor 1991. Auskunft über das Kesselbaujahr gibt das Typenschild auf dem Heizgerät, das Schornsteinfegerprotokoll oder die Rechnung der Anlage. Doch nicht für alle Heizkessel ist nach 30 Betriebsjahren zwingend Schluss: Heizgeräte mit Niedertemperatur- oder Brennwerttechnik dürfen weiter betrieben werden. Auch wer sein Haus mit weniger als drei Wohneinheiten seit spätestens 1. Februar 2002 selbst bewohnt, ist von der Austauschpflicht ausgenommen. Aber auch unabhängig von der gesetzlichen Verpflichtung zur Erneuerung der Heizung ist es in vielen Fällen sinnvoll, eine Modernisierung in Erwägung zu ziehen. Als Faustregel gilt: Ist eine Heizung älter als 20 Jahre, lohnt sich der Austausch fast immer.

 

Steuerermäßigungen für verschiedene Optimierungsmaßnahmen
Modernisierer können sich auch im kommenden Jahr über Zuschüsse freuen, denn: Die Steuerermäßigung für haushaltsnahe Handwerkerleistungen gilt auch beim Austausch von Komponenten der Heizungsanlage, für Wartungs- oder Reparaturarbeiten – egal, welcher Energieträger eingesetzt wird. Abzugsfähig sind 20 Prozent der Lohnkosten des Handwerkers, maximal 1.200 Euro. Und auch energetische Maßnahmen sind steuerlich absetzbar. Dazu gehören zum Beispiel der hydraulische Abgleich, Effizienzpumpen, voreinstellbare Thermostatventile oder Pufferspeicher. Hier können 20 Prozent der Lohn- und Materialkosten steuerlich geltend gemacht werden, maximal 40.000 Euro. Außerdem gibt es ab dem 1.1.2021 die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG), mit der Maßnahmen zur Optimierung des Heizungsverteilsystems in Bestandsgebäuden gefördert werden. Auch hier werden unter anderem Effizienzpumpen, der hydraulische Abgleich, größere Heizkörper zur verbesserten Brennwertnutzung, voreinstellbare Thermostatventile und Wärmespeicher bezuschusst. Hier werden im kommenden Jahr 20 Prozent bezuschusst. Für den Einbau einer solarthermischen Anlage gibt es sogar weiterhin 30 Prozent Zuschuss. Zu beachten ist allerdings, dass jede Maßnahme nur einmal steuerlich geltend gemacht werden kann.

 

Corona-Lockdowns lasten auf Ölbörsen

19. Jan. 2021

Die Zahlen wollen einfach nicht sinken. Nach wie vor melden die einschlägigen Forschungsinstitute fast täglich neue Rekord-Infektionszahlen, trotz immer schärferer Lockdowns inzwischen auch wieder in Ländern, die nahezu schon als coronafrei gegolten hatten. Die Nachfrage nach Öl und Kraftstoffen kommt erneut ins Wanken und die Ölpreise geraten unter Druck.

 

Infektionszahlen bleiben besorgniserregend hoch

Die Zahl der weltweit gemeldeten Covid-19 Fälle liegt laut der Johns Hopkins Universität mittlerweile bei über 95 Millionen. In den USA sind inzwischen mehr als 24 Millionen Fälle bekannt. In Deutschland waren die vom Robert Koch Institut gemeldeten Zahlen mit 11.369 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages heute allerdings leicht rückläufig.

 

Dennoch wird bei der heute stattfindenden Ministerpräsidentenkonferenz wahrscheinlich eine erneute Verschärfung des Lockdowns beschlossen. Und auch anderswo auf der Welt ordnen Regierungen wieder schärfere Lockdowns und Mobilitätsbeschränkungen an. Für die Ölmärkte besonders bedenklich sind die vielen Neuinfektionen in China. Das Land ist immerhin einer der größten Ölkonsumenten der Welt.

 

Angst vor neuem Einbruch der Ölnachfrage

An den Ölbörsen kehrt mit dieser globalen Entwicklung auch die Sorge vor einem neuen, massiven Nachfrageeinbruch zurück. Im Frühjahr, als die Welt binnen weniger Wochen fast komplett zum Stillstand kam, brach die Ölnachfrage so massiv ein, dass die börsengehandelten Rohölpreise zwischenzeitlich ins Minus rutschten. Die Erholung auf zumindest annähernde Vor-Corona-Niveaus dauerte fast 10 Monate.

 

Eine Wiederholung eines solch extremen Einbruches ist allerdings eher unwahrscheinlich, auch wenn die Ölnachfrage nun dank neuer Lockdowns wieder rückläufig ist. Diesmal kommt sie nämlich mit Ansage und nicht so plötzlich wie im Frühjahr. Außerdem sind die ölproduzierenden Länder der Welt inzwischen vorbereitet und fördern schon seit Monaten viel weniger Öl als sie könnten. Damit wird eine ungute Kombination aus mangelnder Nachfrage und zu hohem Angebot verhindert. Dennoch bleibt Corona auch für die Ölbörsen das alles bestimmende Thema.

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Neuer Präsident – Neue Politik

18. Jan. 2021

Am Mittwoch wird der neue US-Präsident Joe Biden offiziell die Amtsgeschäfte von seinem Vorgänger Donald Trump übernehmen. Damit dürfte sich die politische Marschrichtung der USA in der Zukunft etwas verändern. So will Biden etwa wieder in das Pariser Klimaabkommen einsteigen und auch das Atomabkommen mit dem Iran reaktivieren. Die Ölpreise könnten darauf durchaus reagieren.

 

‚Wind of Change‘ in Washington
Der künftige Präsident hat angekündigt, noch am Tag seiner Amtseinführung per Dekret einige Entscheidungen der Trump-Administration rückgängig machen zu wollen. Dazu gehört unter anderem auch der Wiedereintritt in das Pariser Klimaabkommen, welches die Vorgängerregierung 2017 verlassen hatte.

 

Joe Biden hatte schon im Wahlkampf klargemacht, sich mehr für den Klimaschutz einsetzen zu wollen und auch einen schrittweisen Rückzug aus fossilen Brennstoffen in Aussicht gestellt. Das sogenannte Fracking, die Gewinnung von Schieferöl aus tiefer gelegenen Gesteinsschichten, welches unter ökologischen Gesichtspunkten durchaus umstritten ist, könnte damit erschwert werden.

 

Ganz direkten Einfluss auf die Ölversorgung der Welt könnte Bidens Vorgehen im Bezug auf das Atomabkommen mit dem Iran haben. Nachdem Trump dieses 2018 einseitig aufgekündigt hatte, war der Iran mit zahlreichen Sanktionen belegt worden, die die Ölproduktion des Landes massiv beeinträchtigten. Sollten diese nun wieder aufgehoben werden, um das Abkommen wieder zu reaktivieren, würde in den nächsten Monaten eine Menge zusätzliches Öl auf den Markt spülen. Die Gefahr einer Überversorgung würde die Preise dann sicherlich belasten.

 

Kampf gegen Corona ist Priorität
Ganz oben auf der Agenda steht für die neue Regierung jedoch der Kampf gegen Corona. Neben einem umfassenden Hilfsproramm in Höhe von 1,9 Billionen Dollar soll auch das Tempo der Impfkampagnen im Land deutlich beschleunigt werden. Gelingt dies, könnten die börsengehandelten Rohölpreise durchaus etwas in die Höhe gehen. Immerhin sind die USA der größte Ölkonsument der Welt.

 

Zunächst richtet sich der Fokus der Marktteilnehmer aber auf die feierliche Amtseinführung, die „Inauguration“. Nach dem bewaffneten Sturm auf das Kapitol durch aufgestachelte Trump-Anhänger am 6. Januar wird diese unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen stattfinden. Washington ist schon seit Tagen mehr oder weniger abgeriegelt, da die Sorge nicht unbegründet ist, dass es zu weiteren Ausschreitungen kommen könnte. Dies würde sich möglicherweise noch einmal belastend auf die Ölpreise auswirken.

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Ölnachfrage bleibt Corona-Sorgenkind

15. Jan. 2021

Die globale Nachfrage nach Öl und Kraftstoffen beginnt erneut zu schwächeln, nachdem sich das Corona-Virus weiterhin nahezu ungehindert ausbreitet. In Europa gelten inzwischen wieder nahezu flächendeckende Lockdowns, ebenso wie vielerorts in den USA. Inzwischen sind auch in China wieder neue Hotspots aufgetaucht und die Zahlen steigen rapide.

 

Mobilitätsbeschränkungen killen Treibstoffnachfrage
Schon in der ersten Lockdown-Welle war es vor allem die schlagartig eingeschränkte Bewegungsfreiheit vieler Millionen Menschen, die der Nachfrage nach Benzin, Diesel und anderen Kraftstoffen den Garaus machte. Und auch jetzt droht wieder eine ähnliche Gefahr, auch wenn sich die Nachfrage in den Sommer- und Herbstmonaten wieder erholt hatte.

 

In den meisten europäischen Ländern gelten inzwischen strikte Ausgangsregeln, die für einen spürbaren Rückgang beim Straßenverkehr gesorgt haben. So war das Verkehrsaufkommen in Großbritannien, Frankreich, Italien und Spanien in der vergangenen Woche etwa 37% niedriger als vor dem Ausbruch der Pandemie – der schwächste Wochenwert seit Juni. Nach Angaben des Beratungsunternehmens Rystad Energy entspricht der bisherige Verkehrsrückgang im Januar einem Verbrauchsrückgang von etwa 1,76 Millionen Barrel pro Tag (ein Barrel entspricht etwa 159 Litern).

 

China – globaler Motor der Ölnachfrage
Ein Faktor für die weltweite Erholung der Ölnachfrage war die Tatsache, dass China sehr schnell wieder aus seinen ersten Lockdowns herauskam. Das Land in dem die Pandemie ihren Ausgang genommen hatte, führte noch 2019 die ersten Quarantänemaßnahmen ein, konnte dadurch aber auch als eines der ersten Länder der Welt ihre Wirtschaft wieder öffnen. Davon profitierte auch der Rest der Ölwelt, denn China kaufte Rohöl wie ein Weltmeister.

 

Zwischenzeitlich galt das Land nahezu als Corona-frei. Doch nun sind wieder erste Hotspots aufgetaucht. Am Freitag meldete China die höchste Zahl an Neuinfektionen seit mehr als zehn Monaten sowie den ersten Todesfall seit 8 Monaten. Insgesamt 28 Millionen Menschen in der Volksrepublik befinden sich momentan im Lockdown. Damit ist kommt auch die Ölnachfrage wieder ins Wanken, so dass die Marktteilnehmer mit einer gewissen Sorge in die Zukunft blicken.

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Neues Amtsenthebungsverfahren in den USA

14. Jan. 2021

Nur sechs Tage vor dem offiziellen Machtwechsel in den USA, wurde ein neues Amtsenthebungsverfahren gegen den Noch-Präsidenten, Donald Trump, eingeleitet. Am Mittwoch den 13. Januar 2021 haben die Demokraten im Repräsentantenhaus, auch mit Hilfe von 10 Republikanischen Abgeordneten, die notwendige Mehrheit erlangt um gegen Donald Trump ein zweites Mal ein Impeachment-Verfahren zu eröffnen. Ein historisch einmaliges Ereignis.

 

Impeachment in den USA

Das so genannte „Impeachment“ in den USA ist ein in der Verfassung verankertes Recht, welches es ermöglichen soll, den amtierenden Präsidenten vor Ende seiner Amtszeit, der Macht zu entheben. Vorgesehen ist dies, bei „high crimes and misdemeanors“ also „hohen Verbrechen und Vergehen“. Ein nicht einzigartiger Schritt in der Geschichte der amerikanischen Präsidentschaft. Denn vor Donald Trump wurde bereits gegen zwei weitere Präsidenten ein Amtsenthebungsverfahren eingeleitet.

 

Nämlich Andrew Johnson (in 1868) und in jüngerer Geschichte, Bill Clinton im Jahr 1998. Gegen Richard Nixon wurde ebenfalls ein Verfahren, im Zuge der Watergate-Affäre, eröffnet. Dieser trat bekanntermaßen vor Ende seiner Amtszeit zurück und das Verfahren wurde eingestellt. Einzigartig ist das Verfahren gegen Donald Trump also in dem Punkt, dass zwei Amtsenthebungsverfahren gegen ihn eröffnet wurden.

 

Ziel des Impeachment

Noch keine Woche ist es her, dass am 6. Januar 2021 wütende Demonstranten den Sitz des amerikanischen Kongresses und Senats im Kapitol stürmten. Mitarbeiter und Repräsentanten mussten das Gebäude über Fluchttunnel evakuieren und wurden vor den Demonstranten in Sicherheit gebracht. Nun lautet die Anklage gegen Trump, dass seine Rede kurz vor Ausbruch der Krawalle, in der er seine Anhänger dazu aufforderte das Kapitol zu stürmen, diese Aufstände angestiftet habe.

 

Die Anstiftung zum Aufstand (Engl.:“inciting a riot“) ist im amerikanischen Recht eine Straftat und stellt, nach Auffassung der Abgeordneten des Kongresses, genug Grund dar, Donald Trump seines Amtes zu entheben. Sogar Funktionäre seiner eigenen Partei haben sich für dieses Verfahren ausgesprochen. Denn nachdem der Kongress dafür gestimmt hat, das Verfahren einzuleiten, liegt es nun an den Senatoren die Anklage auch zu bestätigen und den Präsidenten seines Amtes zu entheben.

 

Ziel einer Amtsenthebung ist nicht nur, der Machtentzug von Donald Trump. Dafür müsste man nur noch sechs Tage warten bis sein Nachfolger, Joe Biden, am 20. Januar 2021 die Amtsgeschäfte übernimmt. Vielmehr liegt die Absicht darin, Donald Trump die Möglichkeit zu nehmen, sich erneut für ein öffentliches Amt aufzustellen. Denn wurde ein Präsident seines Amtes enthoben, kann der Senat in einer zusätzlichen Abstimmung eine zukünftige Kandidatur für das Amt des Präsidenten untersagen.

 

Ausblick

Heizölhändler erwarten die Inlandspreise heute mit leichten Abschlägen. Man rechnet mit Preisveränderungen von -0,05 bis -0,25 Euro pro 100 Liter Heizöl.

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Tanken weiter verteuert

13. Jan. 2021
Benzinpreis klettert um 1,3 Cent, Diesel um einen Cent – Ursache ist gestiegener Ölpreis

München (ots) – Nach dem kräftigen Preissprung zum Jahresbeginn ist Tanken in Deutschland binnen Wochenfrist erneut teurer geworden. Für einen Liter Super E10 müssen die Autofahrer derzeit im bundesweiten Mittel 1,348 Euro bezahlen, das sind 1,3 Cent mehr als vor einer Woche. Diesel verteuerte sich um einen Cent und kostet im Schnitt 1,232 Euro. Dies zeigt die aktuelle ADAC Auswertung der Kraftstoffpreise.
Grund für die aktuelle Verteuerung ist laut ADAC der Anstieg der Rohölnotierungen. So rangiert der Preis für ein Barrel der Sorte Brent-ÖL derzeit bei etwa 56 Dollar, nachdem er vor einer Woche noch bei 53 Dollar lag.
Der ADAC empfiehlt den Autofahrern, grundsätzlich vor dem Tanken die Spritpreise zu vergleichen. Wer die teils erheblichen Preisunterschiede zwischen verschiedenen Tankstellen und Tageszeiten nutzt, kann viel Geld sparen und sorgt indirekt für ein niedrigeres Preisniveau. Laut Club ist Tanken in der Regel zwischen 18 und 22 Uhr am günstigsten. Unkomplizierte und schnelle Hilfe bietet die Smartphone-App „ADAC Spritpreise“. Ausführliche Informationen zum Kraftstoffmarkt und aktuelle Preise gibt es auch unter www.adac.de/tanken.

 

Pressekontakt:

ADAC Kommunikation
T +49 89 76 76 54 95
aktuell@adac.de

 

Quelle: https://www.presseportal.de/

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Ölpreise steigen und steigen

13. Jan. 2021

Die börsengehandelten Rohölpreise sind auch in dieser Woche wieder ein gutes Stück geklettert, obwohl die Coronalage weltweit alles andere als entspannt ist. Doch die Händler an den Ölbörsen sind überzeugt davon, dass die Ölnachfrage sich mittelfristig stabilisieren wird und setzen weiter auf steigende Preise. Der Aufwärtstrend der letzten Monate ist ungebrochen.

 

Börsenpreise für Öl so hoch wie seit Februar nicht mehr
Im Frühjahr hatte der Ausbruch der Corona-Pandemie und die damit einhergehenden flächendeckenden Lockdowns für einen massiven Preiseinbruch gesorgt. Innerhalb kürzester Zeit rauschten die börsengehandelten Rohölpreise in den Keller und wurden zwischenzeitlich sogar zu Minuspreisen gehandelt. Erst die radikalen Kürzungsmaßnahmen der OPEC und zahlreicher weiterer Partnerstaaten konnten ab den Sommermonaten eine gewisse Stabilisierung herstellen.

 

Spätestens ab November, als die Meldungen über wirksame Impfstoffe gegen Covid-19 sich überschlugen, stiegen die Ölpreise wieder deutlich an. Die Händler hatten Hoffnung geschöpft, dass ein Ende der Pandemie und ihrer Auswirkungen zumindest mittel- und langfristig in Aussicht steht. Seitdem haben die Kurse für Rohöl und Ölprodukte, die an den internationalen Rohstoffbörsen gehandelt werden, ein ziemliches Comeback hingelegt.

 

Die europäische Referenzsorte Brent, die in London gehandelt wird, erreichte heute schon einen Höchstwert von 57,42 Dollar. So viel kostete Brent zuletzt am 23. Februar 2020, bevor die Auswirkungen der Pandemie so richtig zuschlugen. Auch die amerikanische Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) hat längst neue Langzeithochs erreicht und handelt heute mit 53,93 Dollar so hoch wie seit Mitte Februar nicht mehr.

 

Ausblick
Auch die Inlandspreise legen im Fahrwasser der steigenden Börsenpreise zu und so müssen Verbraucher heute mit Aufschlägen rechnen. 100 Liter Heizöl kosten heute durchschnittlich etwa +0,45 bis +0,65 Euro/100l mehr als gestern.

 

 

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Corona bringt Ölnachfrage wieder ins Wanken

12. Jan. 2021

Entgegen aller Hoffnungen und Wünsche hat die zweite Welle der Corona-Pandemie die Welt nach wie vor im Würgegriff – und das in vielen Teilen der Welt sogar noch dramatischer als im Frühjahr. Nun steigt an den Ölmärkten die Sorge, dass es erneut zu massiven Nachfrageeinbrüchen kommen könnten, sollten sich die Lockdowns weiter ausdehnen.

 

Wird China das neue Sorgenkind?
Im Frühjahr, nachdem sich das Virus rasend schnell von China aus über den gesamten Globus verbreitete, kam die Welt mit einer krachenden Notbremse zum Stillstand. China selbst machte es mit radikalen Lockdowns und strikten Eindämmungsmaßnahmen vor, die aber auch dazu führten, dass die Volksrepublik ab dem Frühsommer ihre Wirtschaft wieder ankurbeln konnte. Die Ölnachfrage stieg damit ebenfalls wieder und erreichte im Herbst und Winter teilweise sogar wieder Vor-Corona-Niveaus – ein Hoffnungsschimmer für die Ölmärkte.

 

Doch der Winter hat die zweite Corona-Welle gebracht, die sich nicht zuletzt auch wegen der Virusmutationen, die deutlich infektiöser sind, rasend schnell über die Welt verbreitet. Auch in China gibt es inzwischen wieder neue Virusausbrüche, die die Regierung erneut zu weitreichenden Lockdowns veranlasst haben. So ist seit letzter Woche die Provinz Hebei quasi abgesperrt, betroffen sind mindestens 11 Millionen Menschen. Wieder kommt das Leben in Teilen der Volksrepublik zum Stillstand.

 

Ölmärkte wägen Unsicherheiten ab
Fast überall auf der Welt werden die Lockdowns eher verschärft statt gelockert, da die Infektionszahlen hoch bleiben und die Impfkampagnen Zeit brauchen, um die benötigte Herdenimmunität herzustellen. An den Ölbörsen überwiegt aktuell noch der Optimismus, dass die von der OPEC und Saudi-Arabien angekündigten Kürzungen der Ölproduktion die Preise weiter stabilisieren werden. Allerdings können auch die Marktteilnehmer nicht dauerhaft ignorieren, dass die Corona-Pandemie in den nächsten Wochen – vielleicht Monaten – erst noch schlimmer wird, bevor sie sich verbessern kann.

 

Wie stabil die Ölpreise dabei bleiben können, ist fraglich, denn die Unwägbarkeiten nehmen zu. Noch ist unklar, wie stark die Ölnachfrage weltweit tatsächlich einbrechen wird. Auch wenn die wenigsten mit einem vergleichbaren Szenario wie im Frühjahr rechnen, als die Ölpreise zwischenzeitlich zu Minuspreisen gehandelt wurden, dürften die strikten Lockdowns und Mobilitätsbeschränkungen die Nachfrage nach Kraftstoff empfindlich treffen.

 

 

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Saudi-Arabien rettet OPEC im Alleingang

11. Jan. 2021

Seit Januar produzieren die OPEC und ihre Partner (OPEC+), ein Bündnis von insgesamt 23 ölproduzierenden Nationen, wieder eine halbe Millionen Barrel mehr Öl als in den Vormonaten. Die geplante Anhebung im Februar um die gleiche Menge soll nun aber erst einmal ausgesetzt werden. Außerdem hat der größte OPEC-Produzent Saudi-Arabien einmal mehr angekündigt, seine Förderung ab Februar freiwillig um eine Millionen Barrel zu senken.

 

Schwere Entscheidungen für die OPEC+
Die OPEC+ hat es in den letzten Monaten nicht leicht gehabt. Auch ohne eine weltweite Pandemie sind Harmonie und Einigkeit innerhalb des Bündnisses eine Seltenheit, doch die durch Corona ausgelöste Ölpreis-Krise stellt für die OPEC+ die vielleicht größte Zerreißprobe überhaupt dar. Im Frühjahr entschied die OPEC+, sich Förderkürzungen in historischer Höhe aufzuerlegen, um der eingebrochenen Nachfrage kein Überangebot an Öl entgegenzustellen.

 

Doch von Anfang an war geplant, diese Kürzungen so schnell wie möglich wieder abzubauen, sobald es die Preise wieder zulassen. Immerhin bedeutet weniger Produktion auch weniger Einnahmen aus Ölverkäufen. Nachdem sich die Ölpreise seit November in einem stabilen Aufwärtstrend befanden, drängten viele Mitgliedsländer auf eine Anhebung der Quoten. Darunter befanden sich etwa der stark unter der wirtschaftlichen Entwicklung leidende Irak oder auch der mächtigste Partner der OPEC, Russland. In Moskau befürchtete man vor allem einen Verlust von Marktanteilen, sollte man trotz höherer Preise nicht genug Mengen auf den Markt bringen können.

 

Andere Länder wiederum, wie etwa Saudi-Arabien, warnten vor einer zu schnellen Anhebung und fürchteten einen erneuten Preisverfall wie im Frühjahr. Tatsächlich sind die Ölpreise zwar schon seit einiger Zeit wieder fast auf dem Niveau von vor Corona, doch auch die Neuinfektionen und Lockdowns nehmen stetig zu. Die Prognosen für die Ölnachfrage in den kommenden Monaten sind entsprechend trüb, da nicht abzusehen ist, ab wann die Lockdowns wieder aufgehoben werden können, auch wenn die Impfkampagnen weltweit angelaufen sind.

 

Saudi-Arabien kürzt alleine
Bei der letzten Vollversammlung der OPEC+ am 4. und 5. Januar, die seit Corona monatlich stattfinden, wurde entsprechend heiß diskutiert, bis man zu einer Einigung fand. Die Ergebnisse hatten es dann schließlich in sich: Zum einen entschied das Bündnis, die geplanten Anhebungen für Februar und März auszusetzen und die Fördermengen auf dem Niveau von Januar zu halten. Zum anderen entschloss sich Saudi-Arabien, im Februar und März zusätzlich zu seinen offiziellen Förderquoten noch eine Millionen Barrel pro Tag mehr vom Markt zu nehmen.

 

Es ist nicht das erste Mal, dass der größte OPEC-Produzent seine Quoten sogar noch unterschreitet, um mehr Einfluss auf die Preisentwicklung ausüben zu können. Und der Plan ging auch dieses Mal auf, denn die Ölbörsen reagierten promt mit einem Preissprung, der die gesamte Woche für steigende Preise sorgte. Die Sorgen um ein mögliches Überangebot bei sinkender Nachfrage sind durch die saudischen Maßnahmen in den Hintergrund getreten.

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Schimmel vermeiden: Richtig lüften in Herbst und Winter

8. Jan. 2021

Luftfeuchtigkeit reduzieren

Was meist mit kleinen schwarzen Punkten an der Wand anfängt, kann schnell unangenehm werden. Schimmelbefall in der Wohnung ist weder schön noch einfach in den Griff zu bekommen. Wer rund ums Jahr ein paar Dinge beim Heizen und Lüften beachtet, kann viel für ein gutes Raumklima und damit gegen Schimmelbefall tun. Das Institut für Wärme und Mobilität (IWO) hat dafür ein paar Tipps zusammengestellt.

 

Um Schimmelbildung erfolgreich zu verhindern, ist es entscheidend, zu wissen wie Schimmel überhaupt entsteht. Schimmel ist ein Pilz, der wächst, wenn vor allem eine Bedingung erfüllt ist: Feuchtigkeit. Zudem braucht Schimmel einen geeigneten Nährboden, auf dem er gedeihen kann – und das kann auch die Gebäudesubstanz sein. Maßgeblich beteiligt an der Entstehung von Schimmel sind feuchte Luft und kalte Oberflächen. Je kälter eine Oberfläche ist, umso eher setzt sich die Feuchtigkeit aus der Raumluft dort ab. Also gilt es, beides zu verhindern: kalte Oberflächen ebenso wie zu viel Luftfeuchtigkeit im Raum.

 

Besonders an kälteren Bauteilen wie an den Wänden rund um Fenster entsteht Schimmel schnell. Foto: IWO/ Andrey Popov – stock.adobe.com

Richtiges Lüften und Heizen reduziert die Schimmelgefahr
Die Luftfeuchtigkeit in den Räumen kann nicht verhindert, aber deutlich reduziert werden. Und zwar durch Lüften. Zwar möchten in der kalten Jahreshälfte nur Wenige auf eine warme Wohnung verzichten. Dennoch ist Lüften jetzt wichtig – und zwar am besten mit weit geöffneten Fenstern. Einzelne Fenster auf Kipp verhindern nicht nur einen großzügigen Luftaustausch, sondern können auch Schimmelbildung begünstigen: Die Bauteile in der Nähe des Fensters kühlen aus und Kondenswasser aus der feuchten Raumluft kann sich dort vermehrt absetzen. Und auch das Wäschetrocknen in der Wohnung spielt eine Rolle: Dabei entsteht viel Feuchtigkeit. Wann immer möglich, sollte die Wäsche also draußen getrocknet werden.

 

Durchzug statt Fenster auf Kipp
Um die Luftfeuchtigkeit in den Räumen zu reduzieren, gibt es ein einfaches Mittel: Stoß- oder Querlüften am besten mit Durchzug. Nur so wird die verbrauchte Luft effektiv erneuert ohne die Wände zu stark auszukühlen. Mindestens zwei Mal am Tag wird empfohlen, ganz grob für etwa fünf bis zehn Minuten an warmen Tagen, in den kühlen Monaten reichen zwei bis drei Minuten aus. Nach dem Lüften sorgt das Aufheizen der kalten und vergleichsweise trockenen Außenluft in der Wohnung dafür, dass die relative Luftfeuchtigkeit im Raum sinkt.

 

Raumtemperaturen sollten nicht zu niedrig sein
Und um die Wände nicht auskühlen zu lassen, ist eine gute Dämmung des Gebäudes von Vorteil. Unverzichtbar ist jedoch die Heizung – und die sollte nicht zu niedrig eingestellt sein. Eine zu geringe Raumtemperatur im Winter begünstigt die Schimmelbildung – zum einen, weil kalte Luft nicht viel Feuchtigkeit aufnehmen kann und zum anderen, weil nur in einer ausreichend beheizten Wohnung die Wände nicht auskühlen und sich somit an ihnen kein Kondenswasser absetzt.

Um die zur Schimmelvermeidung hilfreiche Beheizung möglichst sparsam sicherstellen zu können, sollte effiziente Heiztechnik eingesetzt werden. Wer zum Beispiel eine mehr als 20 Jahre Heizung hat, sollte über eine Modernisierung nachdenken. Moderne Öl-Brennwerttechnik wandelt den eingesetzten Brennstoff fast vollständig in Wärme um. Wer noch mehr tun möchte, kann zudem zusätzlich erneuerbare Energie in seine Strom- und Wärmeversorgung einbinden, etwa über eine Solaranlage. Für die Zukunft wird zudem an innovativen Brennstoffen gearbeitet, die ohne fossiles Öl auskommen. Erste Modellvorhaben dazu laufen bereits.

 

Alle Infos rund um das moderne Heizen gibt es auch www.zukunftsheizen.de.

 

IWO, 2020

 

Pressekontakt:

Institut für Wärme und Mobilität e. V. (IWO)

Süderstraße 73 a, 20097 Hamburg

Tel +49 40 23 51 13-884

Fax +49 40 23 51 13-29

presse@iwo.de; www.zukunftsheizen.de/presse

Bildquellen: IWO

 

Quelle: https://www.zukunftsheizen.de/presse/schimmel-vermeiden-richtig-lueften-in-herbst-und-winter.html

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