News rund ums Öl

US-Iran-Verhandlungen in Pattsituation – Heizöl deutlich teurer

Während die meisten Länder weltweit darauf warten, dass die Schifffahrt durch die Straße von Hormus lieber früher als später geöffnet wird, stehen die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran wieder vor einer Pattsituation. Beide Länder wollen klare Voraussetzungen und Verpflichtungen von der jeweils anderen Seite erzwingen, die sich jedoch klar gegenseitig widersprechen. Dieses erneute Festfahren sorgte am Markt am Montagnachmittag für erhebliche Preisanstiege bei Rohöl und dessen Produkten.
USA und Iran setzen gegensätzliche Voraussetzungen für Friedensfindung
In einer Ankündigung am Wochenende erklärte die Regierung des Irak 6 Punkte die es bräuchte, um die Verhandlungen mit den USA wieder aufzunehmen und die Straße von Hormus zu öffnen – darunter der Abzug von US-Streitkräften aus der Golfregion im Nahen Osten, die Auflösung bestehender Wirtschaftssanktionen und die Auszahlung von Entschädigungen für Kriegsschäden.
Am Montagabend meldete dann US-Präsident Trump neue, eigene Voraussetzungen für eine Friedensfindung mit dem Iran, und verlangte darin selbst Entschädigungszahlungen, sowohl für die Familien von im Iran getöteten Demonstranten und für die Familien der Opfer eines Anschlags auf den US-Zerstörer USS Cole im Jahr 2000. Auch zu Schadenszahlungen an Libanon, Syrien und Gaza soll der Iran laut den USA verpflichtet werden. Dieser Punkt solle laut Donald Trump „nachdrücklich in alle künftigen Verhandlungen“ eingebracht werden.
Damit stehen die beiden Seiten in einer klaren Pattsituation und scheinen auch nicht so einfach auf die Reparationszahlungen verzichten zu wollen. Diese Unsicherheit sorgte am Montagnachmittag für eine gewisse Resignation am Ölmarkt und drastisch steigende Ölpreise, da viele Händler nun mit länger anhaltenden Blockaden der freien Durchfahrt der Straße von Hormus – die weiterhin wichtigste Öl-Transportroute aus dem Nahen Osten zum globalen Markt – rechnen.
Heizöl deutlich teurer erwartet
Die geopolitischen Spannungen ließen die Marktteilnehmer zum Wochenbeginn deutlich aufschrecken und verschärfen die bereits unsichere Lage zur Ölversorgung am Weltmarkt. Dies sorgt seit Montagnachmittag auch in der Bundesrepublik für erhebliche Preisanstiege bei Rohöl und dessen Produkten. In direkter Folge müssen Abnehmer von Heizöl aktuell mit deutlichen Aufschlägen rechnen. Diese liegen aktuellen Erwartungen zufolge zwischen +9,15 und +10,55 Euro pro 100 Liter gegenüber den Heizölpreisen von Montagvormittag.
Preisstatistik – Märkte warten auf klare Entwicklungen rund um Straße von Hormus

Die Heizölpreise finden sich aktuell wieder in einem regen Auf und Ab. Die unklaren Entwicklungen zur Öffnung der Schiffs-Handelsrouten im Nahen Osten sorgen für Unsicherheit bei den Marktteilnehmer, was nach moderaten Preisrückgängen am Monatsbeginn nun wieder für steigende Kosten im Kauf von Erdöl und dessen Produkten sorgt.

Kurzfristige Heizölpreisentwicklung
Nachdem es in der vergangenen Woche erst wieder neue Zeichen auf mögliche Friedensannäherungen im US-Iran-Konflikt gab, blieb die Lage seitdem eher unübersichtlich und ohne klare Entwicklungen. Dies sorgte in den letzten Tagen und über das vergangene Wochenende für leichte Anstiege bei den Heizölpreisen. Dementsprechend kostet Heizöl aktuell +1,51 Euro mehr pro 100 Liter als vergangenen Freitag, ist dabei aber dennoch im deutschlandweiten Durchschnitt -1,48 Euro günstiger als vor einer Woche. Dennoch gab es im vergangenen Monat insgesamt deutliche Preisaufschläge, weshalb Heizölkäufer aktuell mit Preisaufschlägen von rund +10,75 Euro gegenüber Mitte Juli rechnen müssen.
Langfristige Preisentwicklung
Mit Blick auf die langfristigen Preisverläufe zeichnen sich aktuell leichte Aufschläge über durchschnittlich +2,26 Euro gegenüber der Preise vor drei Monaten zur Frühlingssaison ab. Schauen wir noch weiter in die Vergangenheit, zeichnet sich erneut ab, wie deutlich die Preisanstiege dieses Jahr aufgrund der anhaltenden Konflikte wirklich sind. So zahlen Käufer von Heizöl in der Bundesrepublik aktuell rund +45,04 Euro mehr als zur Sommersaison vergangenes Jahr, und durchschnittlich +39,56 Euro mehr als im Hochsommer im Jahr 2024.

Was spricht aktuell für steigende Preise?
– Iran stellt Bedingungen für Öffnung der Straße von Hormus
Ende letzte Woche kündigten Vertreter des Iran an, dass es eine Reihe Voraussetzungen gäbe, bevor man die Straße von Hormus wieder öffnen werde. Darunter fallen Abzüge aller US-Militärkräfte aus der Region um die Straße von Hormus sowie die Aufhebung von wirtschaftlichen Sanktionen gegen den Iran.
– Huthi setzen Ölblockade Saudi-Arabiens fort
Die jemenitische Huthi-Miliz setzte ihre Angriffe auf saudische Öltransporter und Ölraffinerien in den letzten Tagen weiter fort. Erst Wochenende kam es zu Angriffen auf eine Raffinerie im saudischen Dschaizan, was kurzzeitig zu Bränden führte. Die Anlage wurde bereits Ende Juli zum Ziel von Angriffen der Miliztruppen.
Was spricht aktuell für sinkenden Preise?
– Ölexporte aus dem Nahen Osten im Juli stabil
Auch wenn die Ölexporte aus Ländern wie den Vereinigten Arabischen Emiraten, dem Irak und Kuwait derzeit deutlich unter den Vorjahreswerten liegen, konnten sie sich in den letzten Monaten wieder etwas stabilisieren. Im Juli lagen sie zwar noch immer -40 Prozent unter den Vorkriegswerten zu Jahresbeginn, a
Warten auf Klarheit bezüglich Schifffahrt in Straße von Hormus – Heizölpreise legen wieder zu

Die Hoffnungen auf eine Einigung zwischen dem Iran und dem Oman über die Regelung der Schifffahrt in der Straße von Hormus und damit letztlich auch auf eine Deeskalation im Konflikt zwischen den USA und dem Iran hatte die Ölpreise zur Wochenmitte noch sinken lassen. Allerdings scheint es nun doch einige Stolpersteine zu geben, die der freien Schifffahrt in der für den internationalen Energiehandel wichtigen Meerenge noch im Wege stehen.
Iran will Entschädigungszahlungen von Schiffen „feindlicher“ Länder
Demnach will der Iran Schiffen aus den USA und Israel die Fahrt durch die Straße von Hormus offenbar komplett verbieten und von als „feindlich“ eingestuften Staaten Entschädigungszahlungen von bis zu 20 % des Frachtwerts für die Durchfahrt verlangen. So hieß es zumindest in Berichten iranischer Staatsmedien unter Berufung auf den Vertrag zwischen Iran und Oman.
Unklar ist allerdings, wie genau der Iran das geforderte Verbot für amerikanische und israelische Schiffe auslegen würde. Die Anzahl an Handelsschiffen, die weltweit unter US-amerikanischer oder israelischer Flagge fahren, hält sich in Grenzen und seit Beginn des Krieges haben von diesen Schiffen nur die wenigsten den Persischen Golf angelaufen oder verlassen. Vorstellbar wäre, dass der Iran auch Reedereien mit US-amerikanischen oder israelischen Eigentümern beziehungsweise Investoren als mit diesen Ländern verbunden einstuft.
Washington dürfte Gebühren nicht zustimmen
US-Präsident Donald Trump hatte erst diese Woche noch einmal verlauten lassen, dass er es nicht zulassen werde, dass der Iran Gebühren oder Abgaben für die Durchfahrt der Meerenge verlange. Auch Thomas Warrick, Senior Fellow beim Atlantic Council geht davon aus, dass die Bedingungen Irans in Washington nicht auf Zustimmung stoßen dürften: „Anstatt Zugeständnisse zu machen, erhöhen beide Seiten ihre Forderungen.“
So bestehen die USA weiterhin auf einer freien Durchfahrt durch die Straße von Hormus und fordern im Grunde genommen eine Rückkehr zum Zustand vor dem Krieg. Vorübergehende Routen durch die Meerenge würden weder Genehmigungen noch Zulassungen, Mautgebühren oder Abgaben unterliegen, erklärte ein US-Beamter am Donnerstag als Reaktion auf die Berichte über die jüngsten Vorschläge Teherans.
Dass Washington den Teheran doch gewähren lässt, ist auch insofern eher unwahrscheinlich, als Präsident Trump bereits zahlreiche Male erklärt hatte, die USA hätten den Iran bereits besiegt. Zugeständnisse wie die Einwilligung in Gebühren für die Passage der Straße von Hormus könnten die Republikaner bei den Zwischenwahlen („Midterms“) in den USA, die im November stattfinden, schließlich Wählerstimmen kosten.
Inlandspreise legen wieder zu
Das Warten auf klare Verhältnisse im Hinblick auf Regelung des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus ließ die Ölpreise an den Rohstoffbörsen in Europa und den USA im gestrigen Tagesverlauf wieder steigen. Hatte der Nordsee-Rohölkontrakt Brent gestern Morgen noch unter 80 Dollar pro Barrel notiert, so näherte er sich heute Morgen schon wieder der 85 Dollar-Marke an. Auch bei den Inlandspreisen machen sich die höheren Preise der Terminkontrakte bemerkbar, zumal gestern auch der Dollar gegenüber dem Euro wieder zulegen konnte. So müssen Verbraucherinnen und Verbraucher im Bundesgebiet heute bei Heizöl im Vergleich zu gestern Morgen mit Aufschlägen von etwa +3,20 bis +4,20 Euro pro 100 Liter rechnen.
Benzin etwas billiger, Diesel erneut teurer – Rohölpreis binnen Wochenfrist um fast fünf US-Dollar gesunken – ADAC sieht weiterhin erhebliches Potenzial für Preissenkungen

München (ots) – Die Kraftstoffpreise entwickeln sich erneut in gegensätzliche Richtungen. Während der Preis für Super E10 im Vergleich zur Vorwoche etwas gesunken ist, stieg der Dieselpreis weiter an. Dies zeigt die aktuelle ADAC Auswertung der Kraftstoffpreise in Deutschland. So kostet ein Liter Super E10 im bundesweiten Mittel derzeit 2,128 Euro und damit 1,1 Cent weniger als vor einer Woche. Für einen Liter Diesel müssen die Autofahrerinnen und Autofahrer aktuell im Schnitt 2,204 Euro bezahlen – das sind 1,4 Cent mehr.
Um rund fünf US-Dollar günstiger als in der Vorwoche ist Rohöl der Sorte Brent. Ein Barrel (159 Liter) kostet aktuell etwa 79 US-Dollar. Aus Sicht des ADAC ist der Rückgang des Benzinpreises vor dem Hintergrund des gesunkenen Rohölpreises nachvollziehbar, er fällt jedoch deutlich geringer aus als zu erwarten wäre. Nach Ansicht des Mobilitätsclubs liegt der Preis von Benzin, vor allem bemessen an der Entwicklung des Rohölpreises und des Euro-Dollar-Wechselkurses, seit mehreren Wochen auf einem zu hohen Niveau, so dass das Potenzial für Preissenkungen deutlich größer ist als mit dem aktuellen Rückgang geschehen.

Kraftstoffpreise im Wochenvergleich
Bildquelle ADAC e.V.
Der Dieselpreis marschiert in die andere Richtung und ist zum sechsten Mal im Rahmen der wöchentlichen Auswertung höher als in der Woche zuvor. Die Entwicklung zeigt, dass ein sinkender Ölpreis nicht zwangsläufig unmittelbar zu niedrigeren Dieselpreisen führt, da insbesondere beim Selbstzünderkraftstoff noch andere Faktoren wie etwa seine größere Bedeutung über den Verkehrssektor hinaus oder auch die hohe Importabhängigkeit eine Rolle spielen.
Der ADAC empfiehlt den Autofahrerinnen und Autofahrern, nach Möglichkeit kurz vor 12 Uhr zu tanken, denn dann sind die Spritpreise im Tagesverlauf am niedrigsten. Um 12 Uhr steigen sie stark an und fallen danach langsam wieder ab. Unterstützung bei der Suche nach preiswerten Tankstellen bietet die Spritpreis-App „ADAC Drive“: Hier lassen sich rund um die Uhr die aktuellen Preise an den mehr als 14.000 Tankstellen in Deutschland vergleichen. Ausführliche Informationen zum Kraftstoffmarkt und aktuelle Preise gibt es unter www.adac.de/tanken.
Pressekontakt:
ADAC Kommunikation T +49 89 76 76 54 95 aktuell@adac.de
Original-Content von: ADAC, übermittelt durch news aktuell
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Neue Friedenshoffnung in Nahost – Heizölpreise fallen

Erneut gibt es Hoffnungen auf ein Ende des festgefahrenen Konflikts im Nahen Osten. Schon seit Anfang der Woche hieß es immer wieder, dass Gespräche geführt würden, obwohl der Iran dies stehts bestritt. Doch nun scheint ein neuer Vorschlag der Vermittlernationen Katar, Pakistan und Oman auf dem Tisch zu liegen.
60 Tage freie Fahrt
Der Entwurf orientiert sich offenbar stark an dem im Juni ausgehandelten Interimsabkommen, das nur wenige Wochen hielt. Entsprechend ist eine 60 Tage geltende Regelung des Schiffsverkehrs in der wichtigen Straße von Hormus enthalten, während der es keine Gebühren oder sonstige Abgaben für die Durchfahrt der Passage geben soll.
Zudem sollen Schiffe, die in den Persischen Golf einlaufen, eine Route näher an der iranischen Küste nutzen, wohingegen auslaufende Schiffe in Koordination mit dem Iran die Fahrrinne nahe dem Oman nutzen sollen. Darüber hinaus sieht der Entwurf vor, dass der Iran und der Oman mit der Räumung der Minen in der mittleren Fahrrinne beginnen.
Ölpreise auf neuem Monatstiefstand
Ob die beiden Kriegsparteien sich tatsächlich auf den neuen Friedensvorschlag einlassen, bleibt abzuwarten. Am Ölmarkt greift allerdings jetzt schon wieder der Optimismus um sich und die börsengehandelten Ölpreise rutschten schon gestern auf den niedrigsten Stand seit Mitte Juni.
Auch heute bleiben die Ölbörsen auf vergleichsweise niedrigem Niveau, auch, wenn sie die Abwärtsbewegung erst einmal nicht fortsetzen. Offenbar wollen die Marktteilnehmer doch erst einmal konkrete Ergebnisse im Nahen Osten sehen, bevor sie weiter auf fallende Preise setzen.
Inlandspreise günstiger als gestern
Bei den Inlandspreisen ergeben sich heute aber allein durch den gestrigen Preisrutsch an den Ölbörsen klare Abschläge im Vergleich zu gestern morgen. Verbraucherinnen und Verbraucher zahlen damit im Bundesgebiet etwa -3,90 bis -4,90 Euro pro 100 Liter.
Kraftstoffpreise im Juli: Diesel verteuert sich um fast 28 Cent – ADAC Auswertung: Super E10-Preis steigt innerhalb von drei Wochen um mehr als 15 Cent

München (ots) – Die Kraftstoffpreise sind im Juli drastisch gestiegen. Die aktuelle ADAC Auswertung der Kraftstoffpreise im vergangenen Monat verdeutlicht, dass insbesondere der Preis für Dieselkraftstoff im Monatsverlauf massiv zugelegt hat. Kostete ein Liter Diesel am 5. Juli im Tagesmittel noch 1,946 Euro, mussten die Autofahrerinnen und Autofahrer am 31. Juli im Schnitt 2,225 Euro bezahlen und damit 27,9 Cent mehr. Der Preis für Super E10 hat sich im Vergleich zu den ersten Tagen des Monats ebenfalls stark erhöht: Am 1. Juli, dem günstigsten Tag des Monats, lag der Preis bei 2,016 Euro. Am 23. Juli, dem teuersten Tag, kostete der Liter Super E10 mit 2,168 Euro immerhin 15,2 Cent mehr.
Im Monatsmittel musste man für einen Liter Super E10 2,099 Euro bezahlen. Damit lag der Preis nur noch einen Cent unter dem monatlichen Allzeithoch vom April 2026 mit 2,109 Euro. Für Diesel waren im Schnitt im Juli 2,097 Euro fällig und damit aber noch ein gutes Stück weniger als im Rekordmonat April, als ein Liter 2,263 Euro kostete.
Der ADAC kritisiert den Preisanstieg in den vergangenen Wochen deutlich. Laut Mobilitätsclub stieg zwar der Rohölpreis zum 23. Juli kurzzeitig wieder auf über 100 US-Dollar je Barrel, doch obwohl er zum Monatsende auf deutlich unter 90 US-Dollar gesunken ist, gaben die Spritpreise nicht entsprechend nach oder stiegen sogar weiter. Dieser Sachverhalt muss aus Sicht des ADAC vom Bundeskartellamt untersucht und dabei insbesondere die Raffinerie- und Großhandelspreise kritisch überprüft werden.

Unterstützung bei der Suche nach preiswerten Tankstellen bietet die Spritpreis-App „ADAC Drive“: Hier lassen sich rund um die Uhr die aktuellen Preise an den mehr als 14.000 Tankstellen in Deutschland vergleichen. Ausführliche Informationen zum Kraftstoffmarkt und aktuelle Preise gibt es unter www.adac.de/tanken.
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Preisstatistik – Neue Hoffnung auf USA/Iran-Gespräche lassen Preise sinken

Über das Wochenende entstanden neue Hoffnungen auf eine Deeskalation im Nahen Osten. So gab US-Präsident Donald Trump an, es werde noch am heutigen Montag Gespräche zwischen den USA und dem Iran geben. Einen zuvor geplanten Militärschlag gegen die Islamische Republik habe er abgesagt. An den Ölbörsen wurde dies heute Morgen zunächst mit niedrigeren Preisen quittiert. Bei langfristigem Vergleich bleiben die Preise allerdings auf wesentlich höherem Niveau, da die Angebotssituation weiterhin angespannt bleibt.
Kurzfristige Heizölpreisentwicklung
Angesichts der Äußerungen Trumps und der damit wieder aufkeimenden Hoffnung auf eine Annäherung zwischen den USA und dem Iran blieben die Inlandspreise im Vergleich zum Freitag ab. So kosteten 100 Liter Heizöl vor dem Wochenende noch durchschnittlich 141,02 Euro, heute hingegen lag der Preis für 100 Liter im Bundesdurchschnitt zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Meldung bei 136,97 Euro und damit etwa 4 Euro niedriger. Auf Wochensicht haben sich die Inlandspreise dagegen mit einem Plus von 0,04 € pro 100 Liter Heizöl kaum geändert. Auf Monatssicht ist der Durchschnittspreis heute allerdings immer noch wesentlich teurer. So kosteten 100 Liter Heizöl am 03. Juli 126,60 Euro und damit etwa 8 % weniger als heute.
Langfristige Preisentwicklung
Die preistreibende Wirkung des Iran-Konflikts auf die Inlandspreise, spiegelt sich bei der Betrachtung der langfristigen Heizölpreisentwicklung und im Mehrjahresvergleich weiterhin besonders deutlich wider. Hier zeigt sich, dass die Preisniveaus immer noch weit oberhalb der Durchschnittsniveaus des entsprechenden Vorjahreszeiträume liegen. Ende Juni, als zwischen den USA und dem Iran eine vorläufige Waffenruhe galt, näherte sich das Inlandspreisniveau zwar dem der Vorjahre an, die erneute Eskalation, zu der es im Juli kam, sorgte jedoch wieder für deutlich höhere Inlandspreise als in den Vorjahren. So bleibt im Vergleich zu Ende Juli immer noch ein Plus von rund 47 % stehen, während die Inlandspreise im Durchschnitt heute noch rund 40 % (+38,74 € pro 100 Liter Heizöl) höher sind als vor zwei Jahren.

Was spricht aktuell für steigende Preise?
– Naher Osten bleibt Konfliktherd
Die Konfliktsituation im Nahen Osten bleibt weiterhin Thema, denn die Sperrungen wichtiger Wasserstraßen sorgen trotz der jüngsten Meldungen zu Gesprächen zwischen den USA und dem Iran auch weiterhin für Angebotsprobleme. So ist inzwischen nicht nur die Straße von Hormus gesperrt, auch im Roten Meer kommt es immer wieder zu Angriffen durch die vom Iran gestützten Huthi. Hinzu kam in der Vergangenen Woche eine Ausweitung des Konflikts auf den Irak. Auch an einem ägyptischen Mittelmeerhafen schlug eine Drohne ein.
– Ukraine setzt Angriffe auf russische Ölanlagen fort
Die Ukraine setzt ihre Angriffe auf russische Raffinerien und Schiffe fort und versucht ihr bestes, die russische Ölverarbeitung und Exportmöglichkeiten einzuschränken und zu beschädigen. Das reduziert das Angebot von Ölproduk
Schiffsverkehr in Straße von Hormus legt leicht zu – EUR/USD steigt auf 6-Wochen-Hoch – Heizöl günstiger erwartet

Die Luftangriffe der USA und des Irans im Nahen Osten hielten auch in der zweiten Wochenhälfte an, wobei der Konflikt immer weitere Kreise zu ziehen scheint. So wurde gestern aus Ägypten ein Drohnenangriff auf ein schwimmendes US-Flüssiggastanklager gemeldet, wobei bislang noch unklar ist, wer für den Angriff verantwortlich war. Derweil soll der Schiffsverkehr in der Straße von Hormus wieder leicht zugenommen haben, was die Ölpreise an den Rohstoffbörsen in Europa und den USA zumindest zeitweise sinken ließ.
Schiffsverkehr durch Straße von Hormus nimmt zu
Daten des Analyseunternehmens Kpler zufolge passierten am Mittwoch insgesamt 14 Tanker die Straße von Hormus in beide Richtungen. In der vergangenen Woche hatte die Zahl noch im einstelligen Bereich gelegen. Der US-Regierung zufolge dürfte der Anstieg des Schiffsverkehrs auf das hohe Engagement der USA zurückzuführen sein, denn laut US-Energieministers Chris Wright eskortierte die US-Marine zuletzt wieder mehrere Tanker durch die Meerenge.
„Wir setzen das US-Militär ein, um Öl- und Gastanker sicher durch die Straße von Hormus zu geleiten“, so Wright in einem Interview. In der vergangenen Woche seien auf diesem Weg rund 6,5 Mio. B/T Öl aus dem Persischen Golf transportiert worden.
Saudi-Arabien strebt Koalition zur Sicherung der Schifffahrt im Roten Meer an
Die Schifffahrt in der Straße von Bab el-Mandeb – der Meerenge, die das Rote Meer vom Golf von Aden trennt – soll nach Ansicht der saudischen Regierung künftig von einer internationalen Koalition gesichert werden. Saudi-Arabien hat derzeit an seiner Westküste mit einer Seeblockade der Huthi-Miliz zu kämpfen, die aus dem Jemen heraus die Handelsschiffe des Königreichs im Roten Meer und in der Straße von Bab el-Mandeb angreift.
Medien berichteten nun unter Berufung auf informierte Quellen, Riad strebe eine Koalition von etwa 50 Ländern an, die nicht nur Angriffe der Huthi, sondern auch Piraterie und Schmuggel in der Region verhindern soll. Dabei hofft die saudische Regierung offenbar auch auf die USA als Koalitionspartner. Für Saudi-Arabien war die Route über das Rote Meer nach der Blockade der Straße von Hormus eine wichtige Alternative, um zumindest einen Teil des eigenen Öls doch noch auf den Weltmarkt zu bringen. Auch für den internationalen Handel ist die Route enorm wichtig.
EUR/USD steigt nach Fed-Zinssitzung auf Sechs-Wochen-Hoch
Unterdessen legte der Euro gegenüber dem US-Dollar am gestrigen Donnerstag weiter zu, nachdem er angesichts der Ergebnisse der Fed-Zinssitzung bereits am Mittwochabend deutlich aufgewertet hatte.
Neuen Rückenwind erhielt die Gemeinschaftswährung durch die vorläufigen Daten zum Wachstum des Bruttoinlandsprodukts der Bundesrepublik und der gesamten Eurozone, die die Erwartungen für das zweite Quartal übertrafen. Am Nachmittag ließ der Euro schließlich auch die 1,15 Dollar-Marke hinter sich und kletterte auf den höchsten Stand seit sechs Wochen.
Inlandspreise günstiger erwartet
Auf die Inlandspreise wirkt sich ein Anstieg des EUR/USD-Kurses – besonders in dem Maße, das am Mittwochabend und Donnerstag zu beobachten war – für gewöhnlich preissenkend aus. Zusammen mit dem gestrigen Rückgang der Preise an den Ölbörsen wirkt dies dem preistreibenden Effekt entgegen, den die immer noch sehr niedrigen Rheinpegel haben. So können die Verbraucherinnen und Verbraucher im Bundesgebiet heute mit Abschlägen von -2,20 bis -3,20 Euro/100l rechnen.
Benzin im Wochenvergleich nur geringfügig billiger, Diesel erneut teurer – Rohölpreis im gleichen Zeitraum gesunken – ADAC Auswertung: Kraftstoffpreise weiter deutlich zu hoch

München (ots) –Während der Rohölpreis im Vergleich zur vergangenen Woche deutlich gesunken ist, gibt der Benzinpreis nur leicht nach. Das zeigt die aktuelle ADAC Auswertung der Kraftstoffpreise in Deutschland. Danach kostet ein Liter Super E10 im bundesweiten Mittel 2,139 Euro, das sind 0,7 Cent weniger als in der Vorwoche. Diesel hingegen ist – trotz eines rückläufigen Ölpreises – die fünfte Woche in Folge teurer geworden. Für einen Liter sind derzeit im Mittel 2,190 Euro fällig – ein Plus gegenüber der Vorwoche um 2,2 Cent.
Der Schlusskurs der Rohölsorte Brent lag [am Dienstag, den 28. Juli] bei rund 84 US-Dollar je Barrel, vor einer Woche waren es noch 91 US-Dollar. Gemessen daran fällt der Rückgang des Benzinpreises zu gering aus und nach Ansicht des ADAC wäre ein deutlich stärkeres Absinken angemessen – vor allem auch angesichts des ohnehin seit Wochen deutlich zu hohen Preisniveaus. Bei Diesel zeigt sich einmal mehr die besondere Krisenanfälligkeit. Wenngleich Öl zuletzt billiger geworden ist, ist dies nicht allein maßgeblich für den Dieselpreis. Dieser reagiert sehr viel volatiler, unter anderem, weil der Kraftstoff in großen Mengen importiert werden muss und auch, weil Diesel in Bereichen jenseits des Verkehrs nachgefragt wird. In Krisen- und Kriegszeiten gilt dies noch mehr als sonst.

Der ADAC empfiehlt, möglichst kurz vor 12 Uhr zur Tankstelle zu fahren. Dann sind die Kraftstoffpreise im Tagesverlauf am niedrigsten. Um 12 Uhr steigen sie stark an und fallen danach langsam wieder ab. Unterstützung bei der Suche nach preiswerten Tankstellen bietet die Spritpreis-App „ADAC Drive“: Hier lassen sich rund um die Uhr die aktuellen Preise an den mehr als 14.000 Tankstellen in Deutschland vergleichen. Ausführliche Informationen zum Kraftstoffmarkt und aktuelle Preise gibt es unter www.adac.de/tanken.
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USA und Saudi-Arabien greifen mit Iran verbündete Milizen im Irak an – Heizöl erneut teurer erwartet

Die Aussichten auf ernstzunehmende Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran haben sich zur Wochenmitte wieder eingetrübt, nachdem die Kampfhandlungen im Nahen Osten wieder zugenommen haben. Die Sorgen hinsichtlich länger andauernder Angebotsengpässe stiegen damit wieder.
Revolutionsgarden greifen US-Luftwaffenstützpunkt in Jordanien an
So berichtete das Zentralkommando der US-Streitkräfte (CENTCOM) am Dienstagabend, die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) hätten mehrere Marschkörper auf Stützpunkte der US-Truppen im Nahen Osten abgefeuert. Diese seien jedoch abgewehrt worden. Jordanien hatte kurz zuvor Angriffe auf US-Stützpunkte und eine Kommandozentrale gemeldet.
USA und Saudi-Arabien greifen mit Iran verbündete Milizen im Irak an
Zudem berichtete CENTCOM am gestrigen Dienstag, man habe zusammen mit den Streitkräften Saudi-Arabiens Angriffe auf Stellungen von Milizen durchgeführt, die mit dem Iran verbündet sind und auf Geheiß der IRGC aus dem Irak heraus die US-Streitkräfte sowie die Ölinfrastruktur Saudi-Arabiens angreifen würden. Bei den Luftangriffen der amerikanischen und saudischen Streitkräfte seien zahlreiche Waffenlager und logistische Einrichtungen getroffen worden.
Die aus dem Jemen agierende Huthi-Miliz hatte am Dienstag ebenfalls angegeben, weitere Ölanlagen in Saudi-Arabien, darunter auch im Osten des Landes, angegriffen zu haben. Darüber hinaus setzte die Miliz die Seeblockade Saudi-Arabiens im Roten Meer fort.
Iranische Marine fängt drei Öltanker in Straße von Hormus ab
Aus Richtung der IRGC hieß es zuletzt außerdem, die Marine der Revolutionsgarden hätten in der Straße von Hormus am frühen Mittwochmorgen drei Öltanker abgefangen, nachdem diese auf Warnungen nicht reagiert hätten. Weitere Details gaben die IRGC dazu allerdings nicht.
Inlandspreise erneut teurer erwartet
Die erneute Eskalation im Nahen Osten führte auch an den Rohstoffbörsen heute wieder dazu, dass die Ölpreise teurer in den Tag starteten. Dies wirkt sich auch auf die Inlandspreise aus, die bereits durch die niedrigen Rheinpegel Auftrieb erhalten. So müssen die Verbraucherinnen und Verbraucher im Bundesgebiet heute mit weiteren Aufschlägen von +3,00 bis +4,00 Euro/100l rechnen müssen.